Transkript: Corona aus der Data-Science Perspektive

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Vollständiges Transkript der Episode. Zeitstempel beziehen sich auf die Audiowiedergabe.

Dominik

Ja, hallo liebe Hörerinnen und Hörer.

Dominik

Willkommen beim Python Podcast, mittlerweile in der 19.

Dominik

Episode.

Dominik

Heute unser Thema ist wieder Data Science.

Dominik

Wir haben leider ein bisschen den Coronavirus Covid-19, den wir in der 19.

Dominik

Folge etwas besprechen möchten, aber aus einer Data Science-Perspektive.

Dominik

Das heißt, wir hoffen, dass ihr euch nicht zu viel mit dem Virus nerven, von dem ihr bestimmt alle die Schnauze und die Nase voll habt.

Dominik

Ja, wir sind tatsächlich alle remote dabei.

Dominik

Ich bin der Dominik, dabei ist natürlich wieder Jochen.

Dominik

Und wir haben einen Gast, den Thomas.

Thomas

Hallo, ja, vielen Dank für die Einladung.

Dominik

Ja, schön, dass du da bist.

Jochen

Ja, vielleicht sollten wir diesmal auch tatsächlich dazu sagen, an welchem Datum das wollten wir sowieso immer machen, aber heute ist es vielleicht besonders relevant, das 26.

Jochen

März 2020.

Jochen

Also keine Ahnung, an welchem Punkt irgendwie der ganzen Corona-Krise wir uns befinden.

Jochen

Vielleicht am Anfang, vielleicht mittendrin, wer weiß.

Dominik

Alles direkt bald vorbei und ich mache die Augen zu und will nicht sehen und hören davon.

Dominik

Naja.

Dominik

Ich hoffe, ihr seid alle gesund.

Jochen

Ja.

Jochen

Ja, ich weiß nicht, möchtest du dich vielleicht kurz selbst vorstellen, Thomas?

Thomas

Ja, gerne.

Thomas

Also ich bin der Thomas Wiki.

Thomas

Ich T Wiki auf Twitter.

Thomas

Ich habe in Tübingen Bioinformatik studiert und dann da am Max-Pank-Institut nebenbei noch so ein paar Sachen gemacht.

Thomas

Und da habe ich mich ja angefangen für Machine Learning und Statistik zu interessieren.

Thomas

Dann bin ich in die USA gegeben und bei Brown University habe ich einen Doktor gemacht.

Thomas

Und das war im Bereich von Computational Psychiatry.

Thomas

Und da geht es darum, dass man Modelle vom Gehirn baut.

Thomas

Und dann an diesen Modellen von Teilen des Gehirns überlegt man sich, okay, jetzt weiß ich, wie das möglichst in der gesunden Person funktioniert.

Thomas

Und dann kann man gewisse Neurotransmitter hoch oder runter regulieren und sehen, okay, wie verändert sich das Verhalten und stimmt das dann zum Beispiel mit dem, wie man es in Parkinson oder in anderen psychiatrischen Erkrankungen sieht, überein.

Thomas

Und darüber habe ich meine Zitation geschrieben.

Thomas

Während des Doktors und auch schon davor, allerdings war mir immer klar, okay, die freie Wissenschaft ist zwar sehr cool, macht viel Spaß, aber ein sehr unstetiger und steiniger Karriereweg.

Thomas

Und das war dann, wo das aufkam zu dieser Zeit mit dem Griff Data Science.

Thomas

Da war dieser riesige Artikel, Data Science is the sexiest job of the 21st century.

Thomas

And they have and gedacht, krass, this is jack, what I mean, ohne this to wish, that's just auf einmal Data Science heißt.

Thomas

And then habe ich mir überlegt, okay, Wissenschaft ist ja schon gut, aber wer weiß überhaupt, wie die Industrie ist, also ich habe das nie wirklich kennengelernt.

Thomas

And deswegen habe ich dann angefangen, da so ein paar Fühler auszustrecken.

Thomas

Und bin dann auch auf diese Pi Data Konferenzen gegangen und über den Wes McKinney, der Pandas geschrieben hat, bin ich dann mit dem Force in Kontakt gekommen und der CEO von Kontopian.

Thomas

Und dann habe ich da angefangen, einmal in der Woche zu arbeiten und also während des Studiums.

Thomas

Und dann danach bin ich zurück nach Deutschland gezogen und seitdem bin ich da remote als Vice President of Data Science und leite da das Research Team bei Quantor P.

Dominik

Kannst du das dann nochmal ganz kurz wiederholen?

Dominik

Ich glaube, wir hatten einen kleinen Knack seiner Verbindung.

Dominik

Deine letzte Station.

Das klingt sehr spannend.

Thomas

Genau, nach der bin ich dann nach Deutschland gegangen und die bei Quantum gesagt, ja, willst du nicht dürfte weiter für uns arbeiten?

Thomas

Und da bin ich VP of Data Science und Leiter des Research Team.

Ah, okay, cool.

Jochen

Ja, cool.

Jochen

Was macht Quantopian denn denn so?

Jochen

Das klingt irgendwie so ein bisschen nach Finanzbranche.

Quants und so.

Genau, richtig.

Thomas

Daher kommt auch der Name.

Thomas

Und also wir stellen eine Plattform bereit im Internet, wo jeder, der möchte und so ein paar rudimentäre Python-Skills hat, auf die Plattform kommen kann und da findet er zum Beispiel einen Jupyter Notebook, wo er direkt, er oder sie, alle möglichen Finanzdaten hat und die ganzen Bibliotheken, die man möchte.

Thomas

Und dann kann man da direkt loslegen und Analysen machen, wie sich zum Beispiel jetzt die Corona-Krise auf den Aktienmarkt auswirkt.

Thomas

Und wenn man dann eine gute Idee hat, dann kann man daraus einen Algorithmus erwickeln, einen Trading-Algorithmus, der dann in den Markt investiert, was auf gewisse Signale zurückkommt.

Thomas

Und wenn das tatsächlich funktioniert, dann kann man den Algorithmus der Plattform zum Beispiel bei unseren Trading Competitions einreichen and Cash Prize or Allocationen.

Thomas

Also we arbeiten mit Asset Management zusammen, um then these algorithms to verwenden on other, and then a given beteiligation, zum Beispiel.

Thomas

And the other was all not is this finance platform, this research platform that we have, then all of an Kunden to verse.

Thomas

Da sind unsere Terms of Service sehr genau, weil das oft eine Frage ist, die wir

Jochen

ich meine, um da irgendwie Modelle bauen zu können, braucht man auch irgendwie Zugriff auf eine ganze Menge historische Daten.

Jochen

Werden die dann schon angeboten oder muss man da irgendwie gucken, wo man die herbekommt?

Jochen

Ich glaube, ganz lange war irgendwie Jahoof Finance irgendwie eine ganz gute Quelle, aber.

Dominik

Die Avis sind nicht mehr frei.

Thomas

Ja, also die haben es schwieriger gemacht, die Daten zu kriegen.

Thomas

Also ja, das habe ich dann irgendwann aufgegeben.

Thomas

Also es gibt eigentlich kaum wirklich gute Datenquellen, die kostenlos sind.

Thomas

Aber bei uns auf jeden Fall auf der Plattform gibt es die alle.

Thomas

Also internationale Equities, Price Volume, alles Mögliche in Minutenauflösungen über, ich glaube, die letzten 14 Jahre oder so.

Thomas

Und auch eine wichtige Sache ist, dass die Survivor-Ship-Bys frei sind.

Thomas

Also das heißt, wenn eine Firma untergeht, oft werden die dann zum Beispiel über E-Hoo Finance nicht mehr aufgelistet.

Thomas

Und bei uns allerdings schon.

Thomas

Und wir sind da auch sehr, haben da sehr viel Arbeit reingesteckt, dass die Daten auch wirklich sauber sind und dass da, wenn da Splits in dem Stock oder Dividend Payments sind, dass die akkurat reflektiert wird.

Thomas

Zusätzlich haben wir noch alle möglichen anderen Datenquellen wie Estimates, also was Leute glauben, wie sich die Earnings entwickeln oder Insider-Transactions, also Leute, die gewisse Reglementierungen haben.

Thomas

Wenn man bei einer Firma arbeitet, dann darf man nur in ganz gewisser Art und Weise diese Firma, für die man arbeitet, traden.

Thomas

Das ist ja klar, weil man natürlich Insider-Informationen hat.

Thomas

Und man muss es auch angeben.

Thomas

Und das sind auch zum Beispiel Daten, die zur Verfügung sind.

Thomas

Also wir sind die ganze Zeit dabei, alle möglichen neuen Datenquellen dazuzufügen.

Thomas

Und das ist auch immer wichtig, denn diese Daten ist eigentlich das, worum es geht.

Thomas

Also wenn man nur Preisdaten hat, das gibt es seit 50 Jahren.

Thomas

Also da ist nichts mehr.

Thomas

Also Alpha nennt sich das.

Thomas

Wenn man ein Signal hat, was Vorhersagekraft hat, was der heilige Gral ist in Quantfinance, braucht man immer diese neuen Datenquellen und das ist immer so ein Wettristen zwischen den verschiedenen Hedgefunds.

Thomas

Wer kriegt die neuesten Daten, die noch das am besten vorhersagen?

Dominik

Kind sehr interessant.

Dominik

Habt ihr da bestimmte Favoriten oder sowas?

Dominik

Oder wie ihr dann den Markt auch performen könnt?

Dominik

Oder bist du da selber irgendwie finden, machst du da selber Investments?

Thomas

Also ich, also wir sozusagen auf der Plattform machen das nicht, einfach weil es ein Conflict of Interest ist.

Thomas

Das heißt, das übrigens nur unseren Usern und nicht nur Conflict of Interest, sondern unsere User können das auch viel besser.

Thomas

Also ich bin gespannt, wenn ich mit denen spreche, was für interessante Hintergründe die haben und wie viel Ahnung die auch wirklich haben von der Materie.

Thomas

Und die kommen von allen möglichst verschiedenen Bereichen.

Thomas

Also Leute, die VWL studiert und haben sich dann auf unserer Plattform, also wir haben alle möglichen Tutorials, Python selber beigebracht und implementieren dann da ihre eigenen Ideen.

Thomas

Oder aber auch viele Software-Engineers, die eigentlich Python können und dann da so ein bisschen Data Science lernen wollen.

Thomas

Und genau, und da haben wir halt alle möglichen Tutorials für jedermann, was auch immer man da lernen möchte.

Thomas

Und dadurch, dass alles auch natürlich gehostet ist, keine Installationsdelays oder so, also man kann direkt loslegen.

Dominik

Gut, das läuft alles auf den Jupyter Notebooks dann bei euch.

Thomas

Genau, also Jupyter Notebook ist das eine, das ist so das Primäre.

Thomas

Und dann gibt es aber auch noch einen separaten Backtester, wo man dann wirklich den Algorithmus schreiben kann.

Thomas

Und dann hat man so ein Wrap-Interface, wo man dann sagen kann, okay, das möchte ich jetzt auf historischen Daten starten von 2000 bis heute.

Thomas

Und dann wird das dadurch simuliert und dann schaut man sich die Ergebnisse an und möglicherweise ja.

Jochen

Ja, aber das ist auch interessant, genau.

Jochen

Backtesting ist vielleicht auch nicht in dem irgendwie ein Begriff direkt.

Jochen

Ich meine, wenn man jetzt irgendwie evaluieren will, ob irgendwie ein Modell, so im Machine Learning-Bereich zum Beispiel, irgendwie das tut, was man haben möchte oder so, dann macht man da irgendwie Cross-Validation oder sowas.

Jochen

Und bei solchen Zeitreihen-Geschichten muss man ja da irgendwie ein bisschen was anderes machen, weil man ja gar nicht quasi sozusagen muss ja die Zeitrichtung irgendwie berücksichtigen.

Jochen

Kannst du was dazu sagen, wie das genau funktioniert oder wo man da aufpassen muss, was man da macht?

Thomas

Ja, also aufpassen muss man auf jeden Fall, das größte Risiko ist immer Overfitting und das ist sehr, sehr schwer, das nicht zu machen.

Thomas

Also dadurch, dass wir uns die Algorithmen anschauen, also wir schauen uns nicht mehr den Code, aber wir schauen uns die Ergebnisse an, also wie viel Profit haben die dekoriert und wie viele Positionen traden die und solche, also den Output von den Algorithmen schauen wir uns an.

Thomas

Und da können wir auch immer sehen, okay, also hier ist die Zeitperiode, wo der Quant, der User, Zugriff drauf hatte.

Thomas

Und hier ist die Zeitperiode, wo er keinen Zugriff darauf hatte.

Thomas

Und in der Regel sieht man, dass es nur im Backtest, also historisch, wo man es drauf entwickelt hat, gut funktioniert und dann out of sample eben nicht.

Thomas

Und um das zu umgehen, muss man auf jeden Fall da sehr diszipliniert drangehen.

Thomas

Und genau auch da Cross-Validation machen, die funktioniert ein kleines bisschen anders, aber die Idee ist trotzdem die gleiche.

Thomas

Also es geht immer darum, gewisse Training-Daten zur Verfügung zu haben und darauf entwickelt man seine Ideen und dann andere Daten, die man nicht anrührt und dann wirklich nur ganz am Ende benutzt zum Testen, um zu wissen, ob die Idee auch wirklich valide ist oder nicht.

Thomas

Und da gibt es verschiedene Ansätze.

Thomas

Zum Beispiel eine Sache, die ich recht elegant finde, ist, dass man die geraden und die ungeraden Quarter, also Business Quarter, Vierteljähre immer austauscht.

Thomas

Also man trainiert nur auf den geraden Quartern, also erster und dritter und dann zweiter und vierter Benutzer zu testen.

Thomas

Denn das, was immer die riesige Schwierigkeit ist, bei allem was Quant Finance ist, ist es nicht stationär.

Thomas

Also das heißt, der Markt ändert sich permanent und irgendwas, was damals funktioniert hat, funktioniert dann vielleicht nicht mehr.

Thomas

Aber vielleicht fängt es auch wieder an zu funktionieren.

Thomas

Also man weiß nie so genau, was da Sache ist.

Dominik

Das klingt so ein bisschen schwierig, also wenn man so Quartale rausnimmt.

Dominik

Ich stemme jetzt vor, es gibt Saisonengeschäfte oder sowas und die würde man ja dann verlieren.

Dominik

Also dann würde ich fast lieber das umgerade Jahr rausnehmen oder so, und dann alle zwei Jahre gucken.

Thomas

Ja, also es gibt da wenig, was wirklich perfekt ist.

Thomas

Bei Jahren zum Beispiel hat man 2009, was natürlich ein besonderes Jahr ist.

Thomas

Also ja, also das mit den Quartalen zum Beispiel, die kann man dann auch randomisieren, also dass man vielleicht nicht nur die Geraden und Ungeraden nimmt, sondern das randomisiert.

Thomas

Und genau, und das klassisch natürlich auch einfach, und das ist eigentlich auch eine solide Methode, ist einfach dann zu sagen, okay, die letzten zwei Jahre schaue ich mir nicht an.

Thomas

Denn die Annahme ist so ein bisschen, was jetzt funktioniert, was noch nicht so lange her ist, was dann was hoffentlich auch dann funktioniert, wenn man es wirklich live schaltet.

Thomas

Also es gibt verschiedene Philosophien und leider eine, die so richtig zufriedenstellend ist, hat so alles seine Vor- und Nachteile.

Thomas

Also ja, ist man.

Dominik

Spannend, also es ist ja sehr, sehr, sehr interessant.

Dominik

Es geht ja auch das Gerücht um, dass dieser große Abschutz jetzt gefolgt ist, der hauptsächlich auf so Quants zurückzuführen wäre.

Dominik

Und dass sie halt.

Thomas

Ich glaube, der ist eher auf Covid-19 zurückzuführen.

Dominik

Ja, ja, aber in der Kombination, ja, und in der Härte.

Dominik

Also da ist vielleicht auch was dran, weil die halt dann alle stumpf sagen, okay, jetzt raus, raus, raus, verkaufe.

Thomas

Also das ist auf jeden Fall so, dass Hedgefunds und Quantfunds da auf jeden Fall ihr Risiko minimiert haben und rausgegangen sind, aber das haben die gemacht, so wie jeder andere auch.

Dominik

Gerade die großen Anleger, die gehen wahrscheinlich früher raus noch als vielleicht private, weil die halt ihr Stop Loss dann irgendwann haben und sagen, nee, jetzt muss weg.

Thomas

Ja, ja und nein.

Thomas

Also die sind dann natürlich sehr hinterher, aber gleichzeitig haben die natürlich auch Investments, die in einer anderen Größenordnung stattfinden.

Thomas

Also wenn es halt nicht die Rentenanlage von irgendeiner Privatperson ist, der damit 100.000 oder sowas ETFs hat, sondern einen Rentenfonds mit Gott weiß wie vielen Milliarden.

Thomas

Das kann man nicht von heute auf morgen in einem absoluten panischen Markt direkt abstoßen.

Thomas

Das ist so ein bisschen, also die sind da sehr viel langsamer und natürlich auch, die gehen jetzt auch nicht einfach so im Cash.

Thomas

Also die machen nur die Protest weiter, aber es ist, ja, also das Risiko wird minimiert und das hat dann immer diese Feedback-Effekte.

Thomas

Also die ersten fangen an und dann werden die Stop-Losses bei den nächsten getriggt und die verkaufen dann sehr rapide und das triggert dann weitere Stop-Losses.

Thomas

Und ja, also das sind so Schnellwaleffekte, die da ganz leicht entstehen.

Dominik

Interessant.

Dominik

Also da könnte man halt auch irgendwie ein Albo drauf ansetzen, der es vielleicht erkennt oder so, so ein Muster in diesem Losses, oder?

Ja, durchaus.

Thomas

Also wird auch gemacht.

Thomas

Wir sind jetzt allerdings gerade aber natürlich echt in einem Marktregime oder einfach auch allgemein in einer Weltsituation, die wir so noch hatten.

Dominik

Das ist ja ein komplett irrationales Verhalten, das so herzusagen, glaube ich, das ist sehr, sehr tough.

Also ob das überhaupt geht, ist halt die Frage.

Glasgow reibeln.

Thomas

Ja, also ob es Irrationales wird sich rausstellen.

Thomas

Denn ich meine, die Effekte auf die Weltwirtschaft sind natürlich schon jetzt schon massiv und werden wahrscheinlich nur noch viel stärker werden.

Thomas

Also es ist echt eine sehr hartige Situation und diese ganzen Anlagestrategien, wie wir schon gerade besprochen haben, haben natürlich schon immer so die Annahme mit eingebaut, dass sich die Geschichte zu einem gewissen Teil schon wiederholt.

Thomas

Aber das ist jetzt halt im Moment gerade nicht so und da sind die genauso von überrascht wie alle anderen auch.

Dominik

Also ich habe relativ interessante Artikel dazu gelesen, was dann die Zentralbanken machen könnte, um zu reagieren und wie man halt das dagegenwirken könnte.

Dominik

Und das kommen einige spannende Effekte bei raus.

Dominik

Von Deflation über mehrere Inflationen in Folge angefangen und die man dann halt mit Geld bewerfen kann.

Dominik

Wenn man es schafft, diesen Wirtschaftskreislauf mit Geld wieder anzukurbeln, dass halt die Umschlagsgeschwindigkeit wieder hochgeht und so, das würde dann bedeuten, dass es sich auf einem ähnlichen Niveau wie jetzt vor kurzem einpendeln könnte.

Dominik

Ja, aber das ist sehr, sehr schwierig, vorauszusagen, ob das überhaupt klappt und ob das alles wieder anläuft.

Dominik

Und man muss halt erstmal alles möglich mit Geld beschmeißen und dann machen die Staaten vielleicht noch den Adler oder so, dass das alles sehr komplex ist.

Thomas

Ja, also ist auf jeden Fall eine sehr schwierige Situation.

Thomas

Und die Notenbanken, wir sind jetzt auch nicht in einer Situation, wo sie noch so viel mehr Spielraum hatten.

Thomas

Also die Fed zum Beispiel hat ja den Leitzins, bevor das überhaupt passiert ist, ziemlich angekommen und ihn dann aber sehr frühzeitig schon direkt runtergesetzt.

Thomas

Und die Märkte haben nicht wirklich darauf reagiert.

Thomas

Also das ist schon eigentlich so mit der einzige Hebel, den die wirklich haben.

Dominik

Ich habe nur minus 6% ist das neue Ziel.

Thomas

Ja, bis ungefähr.

Thomas

Also in der EU zum Beispiel müssen wir das fast machen.

Thomas

Die EZB war ja schon immer bei Null.

Thomas

Jetzt schon seit einer langen Zeit, also da ist kaum noch Spielraum überhaupt vorhanden, diesen Hebel zu benutzen.

Thomas

Und das, was ich auch denke, ist, dass es natürlich ein anderes Problem ist.

Thomas

Also es ist halt jetzt nicht wie 2009, wo es ein Problem in der Finanzbranche war, was sich dann ausgebreitet hat und andere gemacht hat, aber wo die Weltwirtschaft trotzdem ja noch funktioniert hat, sondern es war halt einfach so ein Schneeballeffekt, der sich da dann ausgebreitet hat.

Thomas

Aber im Moment steht die Weltwirtschaft dann einfach.

Dominik

Das gleichzeitig.

Thomas

Ja, und egal wie viel Geld man druckt, das wird allein die Wirtschaft nicht wieder ankurbeln, wenn alle zu Hause bleiben müssen.

Jochen

Bestimmte Sachen kann man auch gar nicht wieder so schnell anfahren, wenn man bestimmte Fabriken oder bestimmte Kraftwerke erstmal stillgelegt hat oder so, weil da halt auch keine Abnehmer für den Strom sind, dann kann man die auch nicht wieder gut anfahren und so weiter und so.

Jochen

Das ist halt alles jede Menge Konsequenzen.

Dominik

Wenn der dann erstmal breite ist, ob die dann direkt den neuen aufmacht, weiß man nicht.

Dominik

Da muss sich jemand wieder finden, der dasselbe nochmal macht.

Jochen

Ja, was ich dann auch noch echt interessant fand, ist, dass halt auch die politischen Konsequenzen von solchen Sachen, wenn sich so viel ändert, sind ja auch immer so völlig unklar.

Jochen

Das hatte letztens irgendwie auch mit jemandem drüber gesprochen, der meinte dann so, ja, also gerade zum Beispiel in der EU ist ja gar nicht so gar nicht so klar, wie das irgendwie mit dieser ganzen Brexit-Geschichte zum Beispiel ausgeht.

Jochen

Und das könnte ja politisch desaströse Konsequenzen haben, wenn diese Geschichte wirtschaftlich funktioniert.

Jochen

Aber ob die wirtschaftlich funktioniert oder nicht, hängt ja jetzt von ganz vielen komischen Dingen ab.

Jochen

Wie zum Beispiel, könnte es sein, dass es in einer Pandemie eine gute Idee ist, wenn man auf einer Insel lebt?

Jochen

Das kann ja sein.

Jochen

Das hat jetzt gar nichts mit der Brexit-Geschichte zu tun.

Jochen

Aber wenn das jetzt irgendwie dazu führt, dass die wirtschaftliche Situation in Großbritannien irgendwie deutlich besser ist als anderswo in Europa, dann hat das halt politische Konsequenzen für alle anderen, die unter Umständen sehr unangenehm werden.

Jochen

Es kann aber auch andersrum ausgehen, das weiß einfach keiner.

Jochen

Das ist echt.

Dominik

Es gab einen Artikel von Taiwanesen, die auch gesagt haben, ja, also Großbritannien ist ja eigentlich auf der Insel, die müssen das ähnlich machen wie wir und dann werden die vor dem Virus relativ geschützt.

Dominik

Und haben gesagt, nee, das war nicht funktioniert.

Und naja, von daher.

Ja, wir werden sehen.

Thomas

Die hatten da durchaus ihre Einherangensweise.

Dominik

Aber vielleicht gehen wir nochmal zum Ganzen zurück, das ist alles sehr spannend.

Dominik

Aber wie macht man das denn in Python?

Dominik

Also diese ganzen Quantsachen, die du da beschrieben hast, die total spannend sind.

Dominik

Was würdest du denn da machen?

Dominik

Und vielleicht kannst du gerade den Hörern so ein bisschen detaillierter erklären, also wie man damit so anfangen würde und welche Bibliothek man vielleicht benutzt und wie so das Schema wäre und die Struktur, um das so ein bisschen aufzubauen.

Thomas

Also oft fangen Leute so ganz simpel an, zum Beispiel, also der Klassiker und das funktioniert schon längst nicht mehr, aber ist so ein Dual-Moving Average.

Thomas

Und da ist man Dual Moving Average.

Thomas

Also ein

Dominik

doppelter gleitender Durchschnitt, oder?

Thomas

Ja, genau, also ein Durchschnitt, den man berechnet über zum Beispiel jetzt den Preis.

Thomas

Also ich sage, okay, ich nehme immer den durchschnittlichen Preis der letzten 10 Tage und vergleiche das mit dem durchschnittlichen Preis über 100 Tage.

Thomas

Also das heißt, das eine ist was, was sich sehr schnell anpasst an die aktuelle Preisentwicklung und das andere ist mehr so ein Langzeittrend.

Thomas

Und dann kann ich zum Beispiel sagen, okay, also wenn der Kurzzeittrend, also die 10 Tage, den Langzeittrend durchbrechen, also höher werden von unten, dann glaube ich, ah, okay, das ist Momentum, also der Stock geht wohl gerade nach oben.

Thomas

Und dann glaube ich, dass der auch noch weiter nach oben geht.

Thomas

Das heißt, das ist dann, wann ich einkaufen möchte.

Thomas

Und wenn dann diese Linie mit dem 10 Tage Moving Average wieder von der anderen Seite kommt, dann denke ich, ah, okay, jetzt ist der Trend, wo das Momentum von dem Stock nach unten geht und dann möchte ich das verkaufen.

Thomas

Und das kann man auf einzelne Seiten anwenden und so fangen viele Leute an, aber in Hedgefunds ist es oft so, dass man dann ganz viele Stocks traden möchte.

Thomas

Also es ist wie im Casino, also wenn man jetzt 51% Gewinnschance hat oder auch nur deutlich weniger, dann möchte man einfach ganz viele Bets machen, um irgendwann halt über den Mittelwert, Law of Large Numbers, die Edge dazukriegen aus dem ganz kleinen Vorhersagekraft, die man da hat.

Thomas

Und deswegen macht man dann Strategien, die halt ja nicht nur einen Stock, sondern 1000 Stocks oder 2000 Stocks traden.

Thomas

Und aber die gleiche Logik, die ich gerade beschrieben habe, kann man natürlich auch nicht nur auf einen Stock anwenden, sondern auf all diese gleichzeitig.

Thomas

Also da würde ich dann einfach sagen, okay, wenn jetzt diese, also diese 2000 Stocks, die ich mir da rausgesucht habe, davon gehen manche gerade nach oben, also haben Abwärts Momentum und andere nach unten, die haben Downward-Momentum.

Thomas

Und dann kann ich zum Beispiel hingehen und sagen, okay, also die, die gerade nach oben gehen, die möchte ich gerne kaufen und die, die nach unten gehen, die möchte ich gerne verkaufen sozusagen.

Thomas

Also Long Selling und Short Selling.

Thomas

Also Short Selling heißt, dass ich Geld verdiene, wenn die Aktie nach unten geht.

Thomas

Und das ist so ein ganz klassischer Trick, dass man sagt, okay, also 50% meiner Anlage möchte ich gern long anlegen, also Geld verdienen, wenn der Stock nach oben geht, und die anderen 50%, da möchte ich gern Geld verdienen, wenn der Stock nach unten geht.

Thomas

Und die Idee hinter dieser Long Short-Strategie ist, dass es dann alles, was der Markt macht.

Thomas

Also der Markt geht nach oben und das interessiert mich aber nicht, denn ich 50%, die Long 50% verdiene Geld und die anderen Short 50% verlieren Geld, aber das gleicht dich aus.

Thomas

Und genauso wenn der Markt nach unten geht, dann verliere ich mit meinem, also gewinne ich mit meinen Shorts und verliere mit meinen Longs.

Thomas

Das heißt, ich isoliere wirklich nur das Signal, was ich auch wirklich glaube, wo ich eine Vorhersagekraft habe in dem Moment.

Thomas

Also in dem Fall jetzt zum Beispiel, dass halt Stocks, Aktien Momentum haben und dass sie halt anfangen nach oben zu gehen, dass sie dann noch ein bisschen weiter nach oben gehen und umgekehrt umgehen, dass sie dann noch ein bisschen weiter nach unten gehen.

Thomas

Das ist so eine sehr klassische, aber dennoch moderne Quant-Strategie.

Thomas

Die, ja, also dieses Long Short ist ganz klassisch und dass man das auf ganz vielen Aktien anwendet.

Jochen

Wenn ich jetzt versuche, also im Grunde geht es darum, dass ich sagen können möchte, ob ich, also ob jetzt morgen irgendwie eine Aktie hoch oder runter geht, so mehr oder weniger, oder für einen bestimmten Zeitraum.

Dominik

Also ich glaube, ich habe das Portfolio vielleicht, das spielt eine große Rolle.

Dominik

Und wenn ich das jetzt höre, dass sie sich ausgleichen sollen, dann ist vielleicht das Portfolio wichtiger als die Einzelposition?

Thomas

Genau, richtig, ja.

Thomas

Also es ist natürlich wichtig, auf welcher Seite von meinem Portfolio ist dann diese Aktie, die ich da traden will.

Thomas

Aber es geht so ein bisschen weg eigentlich davon, sich dann für einzelne Aktien zu interessieren, sondern es geht vielmehr darum, wie sich jetzt diese Aktien anschauen, diese, also sagen wir mal, wir haben 1000 Aktien, die wir uns anschauen und die wir zu jeder Zeit traden.

Thomas

Und das hat 500 davon sind dann auf der Long-Seite und 50% sind auf der Short-Seite.

Thomas

Und da geht es dann darum, wie in welcher, also wie sortiere ich die so, dass die, die ich natürlich Short habe, sollen abstürzen, denn dann verliere ich Geld und die, die ich auf der Long Seite haben, sollen nach oben gehen und dann verdiene ich Geld.

Thomas

Aber ich verdiene wirklich nur Geld immer auf den relativen Unterschied zwischen denen und nicht zu dem, was der Markt macht.

Thomas

Und deswegen heißt es Hedge Fund, also Hedge heißt, dass man sich absichert von diesen anderen Risikofaktoren.

Thomas

Was zum Beispiel sehr hilfreich ist, zum Beispiel, wenn so eine Pandemie zu 20% Losses täglich führt.

Thomas

Also das ist genau dann, wenn man sowas haben möchte, denn ja, da ist man so gewissermaßen abgesichert.

Thomas

Allerdings sind auch die Hedgehunds davon sehr stark betroffen gewesen.

Thomas

Allerdings aber auch nicht so stark, wie es der Markt.

Thomas

Also das funktioniert schon, aber es ist auch nicht so, dass man dann sagt, okay, da ist man komplett immun gegen solch starke Events.

Thomas

Also das hat einen Einfluss auf jeden Fall.

Dominik

Ja, da kann man natürlich auch nicht so viel gewinnen, als wenn jetzt Leute auf gute Einzelpositionen setzen würden, die sich damit ganz besonders toll auskennen oder so.

Dominik

Die können natürlich den Markt deutlich mehr outperformen als jemand, der so einen Mittelwert dann bildet.

Dominik

Also zumindest theoretisch, die können natürlich auch mehr verlieren.

Thomas

Ja, also es gibt da alle möglichen verschiedenen Ansätze.

Thomas

Also der Quant-Ansatz ist auf jeden Fall, diese statistischen Signale zu finden und die dann auf sehr großen Portfolios anzulegen.

Thomas

Aber natürlich gibt es auch die Discretionary, also die, die wirklich einzelne Firmen dann sich sehr im Detail anschauen und da alle möglichen Analysen machen und dann sagen, okay, also ich weiß, dass jetzt Apple möglicherweise halt irgendwas in einem coolen neuen Produkt rauskommt und deswegen werde ich so alles auf Rot setzen.

Thomas

Also das sind ganz unterschiedliche Anlagen.

Thomas

Also hier habe ich jetzt wirklich nur den Quant-Ansatz beschrieben.

Jochen

Aber ist das, ich meine, ich würde jetzt, wie gesagt, ich mache ja normalerweise so andere Data Science Machine Learning-Modelle.

Jochen

Ich würde jetzt denken, so, wenn man irgendwie Kurs vorhersagen möchte, dann, also das Allersimpelste, was mir jetzt einfallen würde, wäre, ich mache einfach lineare Regression oder so, ich nehme einfach, weiß ich nicht, den Aktienkurs von gestern, von vor einer Woche, vor einem Monat oder sowas und habe halt irgendein lineares Modell, was halt dann mir den für morgen halt vorhersagt.

Thomas

Also das ist auch ziemlich nah dran, eigentlich, wie es oft gemacht wird.

Thomas

Und dann, so wie du jetzt angefangen hast, zu sagen, okay, also ich nehme jetzt den Aktienkurs von vor einer Woche und das ist dann das erste Feature.

Thomas

Und dann kann ich aber noch sagen, okay, vielleicht nehme ich auch das Volumen oder so vor einer Woche und dann nehme ich noch was das Twitter Sentiment, also was haben Leute auf Twitter über diesen Stock geschrieben.

Thomas

Und das ist dann mein drittes Feature.

Thomas

Und dann sozusagen so fange ich dann an immer mehr und dann werden es tausende von Signalen, die man hat und dann oft eine lineare Gression, dann die funktionieren erstaunlich gut.

Thomas

Also jeder sagt immer, er macht da super fancy machine learning, aber 80 bis 90 Prozent sind schon noch lineare Versionen, weil die einfach so robust sind.

Thomas

Also das ist immer das große Problem bei Crant Finance, das Rauschen in den Daten ist so massiv und das egal so klein, dass wenn man da sehr fancy Methoden macht, dann ist das immer der Nachteil, dass die halt nicht so robust sind.

Thomas

Deswegen sind lineare Modelle da sehr mächtig.

Jochen

Ja.

Jochen

Welche Bibliotheken benutzt man denn da so?

Jochen

Ich glaube, ich habe einmal so ein bisschen was mit Zeitreihen gemacht.

Jochen

Das ist jetzt auch schon wieder ein bisschen was her.

Jochen

Da hatte mich auch so erstaunt, dass das Interface ganz anders ist, weil normalerweise mache ich immer so Sachen mit Cikit Learn oder so oder Interfaces zumindest, die so ähnlich aussehen.

Jochen

Und das war dann Stats-Models irgendwie, so Arima, Sarima-Modelle und die sahen halt alle schon so ein bisschen anders.

Jochen

Ich weiß gar nicht, ist das das, was man dann auch.

Dominik

Jetzt muss ich mir kurz erklären, was ist Arima, was ist Sarima?

Jochen

Oh je, aber genau, du musst erklärst.

Thomas

Ja, also das sind so klassische statistische Modelle.

Thomas

Arma steht für Auto-Regressive, also A Auto-Regressive und A für Moving Average.

Thomas

Und das heißt einfach, dass ich mir anschaue, okay, wie war denn der Wert for 10 Tagen und wie is der Moving Average?

Thomas

Also einfach so ein klassisches statistics Zeit reinmodell.

Thomas

And they were under one from Stats Models of Python Bibliothek understood.

Thomas

Alright, they come to that to the answer in Quant Finance.

Thomas

Also this would be, but it is telling of the classical machine learning answer.

Thomas

So wie man es oft macht, ist es einfach, dass man die Zeit eigentlich so ignoriert und sagt, okay, also ich habe halt einfach Features und so ein, also es nennt sich dann Walkforward, dass man sagt, okay, jetzt habe ich irgendwie Daten von 2017, auf denen trainiere ich.

Thomas

Dann habe ich Vorhersagen und teste dann das Modell und jeden Tag mache ich neue Vorhersagen für 2018.

Thomas

Und dann, wenn ich 2018 getestet habe, dann Training Daten, die 2018 und 2017 und sage für 2019 vorher.

Thomas

Und dann gehe ich halt immer so Schritt für Schritt in der Zeit nach vorne und retraine immer mein Cycitlearn-Modell.

Thomas

Und CycitLearn ist auf jeden Fall das, was auf AH sehr häufig eingesetzt wird, einfach weil es wie bei dem anderen Piedata auch mit die klassische Bibliothek ist.

Thomas

Es gibt auch ein paar andere, die dann noch besser skalieren, aber das ist schon der gute Standard.

Ja.

Jochen

Tja, ja.

Jochen

Genau, ich weiß, für ist das Zipline, glaube ich, gab es noch irgendwie.

Thomas

Genau, ja.

Thomas

Also wir haben selber fast alle unsere Software eigentlich ist Open Source.

Thomas

Also wenn man auf GitHub, ähm, Quantopian schaut, dann findet man da alle möglichen Projekte, die wir auf unserer web-basierten Plattform benutzen.

Genau, richtig, ja.

Thomas

Also genau, Zipline ist unser Open-Source-Backtaster, den wir auch auf der Plattform benutzen.

Thomas

Und der, das war am Anfang echt so eine ziemlich schwierige Entscheidung eigentlich, wo wir lange überlegt haben.

Thomas

Also ich war immer der Meinung, dass es eine gute Idee ist, das Open Source zu stellen, aber unseren CEO muss sich da noch von überzeugen.

Thomas

Aber das war sehr, sehr positiv für uns.

Thomas

Also das in vielerlei Hinsicht.

Thomas

Also eins ist natürlich, wir bekommen Pull Requests, also dass andere Leute, die die Software verwenden, dann ihre eigenen Verbesserungen daran machen und dann uns diese Verbesserungsvorschläge auf GitHub zuschicken.

Thomas

Und dann kriegen wir da Pull Requests, wie das heißt, über zum Beispiel jemanden, der unsere Simulations-Engine um Faktor 4 beschleunigt hat.

Jochen

Wow.

Thomas

Und voll cool.

Thomas

Also ja, genau, vielen Dank.

Thomas

Und das haben wir dann natürlich gemerkt und das kommt dann natürlich auch der Plattform zugute, weil das die gleiche Software ist, die wir da auch benutzen.

Thomas

Und das ist zusätzlich dann auch, und in dem Fall hat es auch sehr gut funktioniert, haben wir uns natürlich diese Person dann genau angeschaut und so, ja, okay, was machst du denn so?

Thomas

Und wir haben den dann eingestellt.

Thomas

Einfach weil erstmal jemand, der das kann, ist so das beste Vorstellungsgespräch, was man sich vorstellen kann.

Thomas

Und er hat auch schon bewiesen, also er hat es bewiesen, dass er es kann und er ist natürlich auch schon direkt mit der Codebase vertraut.

Thomas

Also der hat dann keine lange Eingewöhnungszeit, sondern wir wissen, dass das kann und er weiß, worum es geht und wie der ganze Code aussieht.

Thomas

Also, das war eine sehr positive Erfahrung in vielerle Hinsicht für uns.

Thomas

Und wir machen das auch schon seit vielen Jahren.

Dominik

Ja, so geht halt das.

Dominik

Also auf Open Source ist schon eine coole Sache oder dann.

Jochen

Ja, auf jeden Fall.

Jochen

Wenn ich jetzt nochmal da einen Angriff an so diese einfachen Linear-Modelle oder ich meine, irgendwie, was man so Cyclit Learn oder so an Machine Learning-Geschichten üblicherweise so verwendet, das, was du machst, ist ja jetzt eher so, ich glaube, das Großteil von Pi MC Theory geschrieben oder im probabilistischen Modelle.

Jochen

Warum würde ich denn eher sowas verwenden wollen?

Jochen

Oder was ist eigentlich der grundsätzliche Unterschied zu den Dingen, die man vielleicht eher so aus dem Cyclone-Bereich kennt oder so, weil.

Thomas

Ja, gute Frage.

Thomas

Da sind wir auf jeden Fall beim Middlingsthema angekommen.

Dominik

Was ist das denn überhaupt PiMMC?

Dominik

Vielleicht fangen wir damit

Thomas

kurz an.

Thomas

Genau, also PiMC3 steht einfach nur für Python und MC, also Markov Chain ist so der Algorithmus, der da verwendet wird.

Thomas

Und das in gewisser Hinsicht kann man es schon zum Beispiel jetzt mit Cyclit Learn vergleichen, aber es ist doch eigentlich eine andere Idee.

Dominik

Vielleicht einmal nochmal ganz kurz, was eine Markov-Chain ist für alle Hörer, der ist.

Thomas

Ja, also das ist nicht so leicht zu erklären.

Thomas

Es ist leichter, so die Idee dahinter zu erklären, was es überhaupt kann.

Thomas

Und dann macht das mit der Markov-Chain vielleicht irgendwann auch ein bisschen mehr Sinn.

Thomas

Aber genau, also wenn man sich jetzt Cycit Learn anschaut, dann ist es ja, dass man einfach gewisse Muster in Daten lernen möchte, um dann Vorhersagen machen zu können.

Thomas

Also ich habe Trainingsdaten und Labels und möchte ich mit den Trainingsdaten die Labels vorhersagen.

Thomas

Und das ist ein ganz klassisches Problem, aber die Daten, die man da reinfüttert, sind dann natürlich ziemlich rudimentär offen.

Thomas

Also zum Beispiel, also es ist halt alles tabular.

Thomas

Also das heißt, ich habe jeder Datenpunkt unabhängig von anderen Datenpunkten.

Thomas

Zum Beispiel jetzt nehmen wir Handschrifterkennung oder sowas her mit dem ganz berühmten Amnest-Datensatz.

Thomas

Da ignoriert man einfach zum Beispiel, dass die einzelnen Pixel eigentlich ja was miteinander zu tun haben und man sagt einfach, okay, jedes Bild ist einfach ein ganz langer Vektor und dann lerne ich halt, was für eine Zahl da drauf ist und das gebe ich ihm einfach ganz viele Daten und hoffe, dass der das dann rauslernt.

Thomas

Und das kann dann ein lineares Modell sein, was in dem Fall nicht gut funktioniert, oder ein Random Forest oder ein neuronales Netzwerk.

Thomas

Und das ist oft allerdings natürlich schade, wenn man da viele Informationen hat über seine Daten.

Thomas

Also zum Beispiel jetzt weiß ich, dass die einzelnen Pixel da einen Zusammenhang haben.

Thomas

Also zwei Pixel, die direkt nebeneinander sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die den gleichen Wert haben, sehr viel höher als jetzt irgendwas, was ganz rechts oben oder ganz links unten ist.

Thomas

Aber der ganz naive Ansatz beruht es nicht.

Thomas

Also natürlich klar, wenn man es mit normalen Netzen macht, die sind dafür gebaut.

Thomas

Aber hier geht es jetzt eher darum, dass wir Strukturen in unseren Daten haben, die wir wissen und die wir ausnutzen wollen.

Thomas

Und wir wollen nicht alles nur aus unseren Daten lernen.

Thomas

Ein anderes gutes Beispiel ist auch immer hierarchische Strukturen.

Thomas

Also sagen wir mal, ich habe jetzt einen Supermarkt und ich möchte gerne voraussagen, wie sich gewisse Warengruppen absetzen, also einzelne Produkte, wie viel verkaufe ich jetzt nächste Woche von Snickers und wie viel verkaufe ich nächste Woche von Hackfleisch.

Thomas

Und das kann man natürlich auch ganz normal als Maschine ein Problem betrachten.

Thomas

Allerdings weiß ich doch, dass zum Beispiel jetzt Schokolade gehört, also Snickers gehört ins Schokoladensortiment.

Thomas

Und wenn, und das wird sich wahrscheinlich schon auch ähnlich verhalten, also Schokoladensachen und Süßigkeiten allgemein werden sich ähnlich verhalten und Sachen wie Hackfleisch oder so, können zu einer anderen Warngruppe.

Thomas

Und da gibt es auch gewisse Ähnlichkeiten zu denen.

Thomas

Und diese Ähnlichkeiten möchte ich gerne auch in meinem statistischen Modell oder in meinem Vorhersagen abbilden.

Thomas

Und wenn man diese Modelle spezifischer bauen möchte, die diese Strukturen auch wirklich abbilden, da ist dann PyMC oder jedes andere Problistic Programming, wie das oft genannt wird, oder Basin-statistische Modelle, das ist alles beides so das Gleiche, die sind dann da sehr viel geeigneter.

Thomas

Denn was die einem erlauben, ist, diese Modelle zu bauen, die ganz spezifisch sind für das Problem, was man auch wirklich lösen möchte.

Dominik

Kriegen die dann irgendwie lineare Abhängigkeiten mit dann oder anders?

Thomas

Zum Beispiel, also das kann ich so komplett einbauen, wie ich gerne möchte.

Thomas

Also ich kann sagen, okay, der Zusammenhang zwischen diesen Sachen hier ist linear und hier ist es aber logarithmisch oder nicht linear.

Thomas

Und genau, und hier sind gewisse hierarchische Strukturen in meinen Daten drin und über die weiß ich Bescheid und ich weiß, dass sich jetzt die Süßigkeitensachen ähnlich verhalten und Fleischprodukte verhalten sich auch ähnlich zueinander, aber dennoch erlaube ich auch, dass zum Beispiel Snickers und Mars, was beides in der Süßigkeitenkategorie ist, Unterschiede hat, aber auch gleichzeitig lerne ich die Ähnlichkeiten davon.

Thomas

Also ich lerne die Unterschiede, aber auch die Ähnlichkeiten.

Thomas

Und dadurch kann ich dann natürlich deutlich besser Vorhersagen machen.

Thomas

Und das ist aber nicht nur auf Vorhersagen beschränkt.

Thomas

Also diese statistischen Modelle können alles machen.

Thomas

Also die können auch einfach nur Daten erklären.

Thomas

In der Wissenschaft zum Beispiel geht es dann oft darum, okay, ich habe zwei Versuchsgruppen, gibt es da einen Unterschied zwischen denen und ich, die einen bekommen das Medikament, die anderen das Placebo.

Thomas

Ist das ein statistischer, signifikanter Unterschied, den es da gibt?

Thomas

Und da könnte natürlich auch ein statistisches Modell bauen.

Thomas

Also man kann es immer ganz gut so vergleichen, dass vielleicht Machine Learning ist so ein bisschen Playmobil, ist schon alles vorgebaut und man kauft es einfach und so wie es ist, dann kann man nichts dran ändern.

Thomas

Und Problemistic Programming ist so Lego.

Thomas

Also da hast du deine eigenen Bausteine, die du zusammensetzen kannst und baust dir ganz spezifisch das statistische Modell, was du gerne haben möchtest.

Thomas

Und wenn für das nächste Problem baust du dann ein anderes Modell.

Thomas

Also ja, es ist ein sehr viel manuellerer, aber auch dadurch natürlich sehr viel flexiblerer Ansatz.

Jochen

Ja, ja, ich glaube, ich habe, also so ähnliches Problem hatte ich auch schon mal, das stimmt.

Jochen

Das hätte ich dann vielleicht irgendwie mit zu hierarchischen Modellen irgendwie besser in den Griff kriegen können, dass man halt zum Beispiel eben das, was man vorhersagen möchte, dass das sehr Spaß ist, irgendwie eben um bei dem Supermarktbeispiel zu bleiben, man hat einen sehr, sehr großen Supermarkt, mit ganz, ganz vielen unterschiedlichen Sachen und man beobachtet nur ganz selten Käufe, möchte aber trotzdem vorhersagen, irgendwie, was wird denn jetzt irgendwie, oder was ist denn der durchschnittliche, wie viel wird denn da ungefähr verkauft von irgendeinem speziellen Geschichte, wo man nie irgendwas beobachtet hat.

Jochen

Und dann war halt so der Ansatz in dem Machine Learning-Teil, den wir dann benutzt haben, eher sowas wie, eben man clustert das in sowas wie Süßwaren oder so und sammelt dann dafür halt irgendwie Daten, die man dann wieder als Features verwendet.

Jochen

Das ging auch irgendwie, aber wenn man es explizit in ein Modell reinpacken kann, ist natürlich, ja.

Thomas

Ja, genau, also das ist ein gutes Beispiel.

Thomas

Also zum Beispiel, jetzt kommt eine neue Süßigkeitenkategorie dazu, wo ich noch keine Daten habe und ein Machine Learning-Modell wird einfach sagen, naja, habe ich vorher nicht gesehen, kann ich nicht zu sagen.

Thomas

Aber wenn ich diese hier reichen Strukturen abbilde, kann ich natürlich das, was ich von den anderen Produkten gelernt habe, auch darauf anwenden.

Thomas

Oder aber auch, und das ist ein anderer wichtiger Punkt, der ein großer Vorteil ist von Bayesin Statistics generell, ist, dass man sogenannte Prior setzen kann.

Thomas

Und das ist Wissen, was ich schon habe, bevor ich überhaupt irgendwelche Daten gesehen habe.

Thomas

Und um da auch zum Beispiel bei den Supermarkt-Beispielen zu bleiben, wenn ich jetzt in den Supermarkt gehen würde und den Manager da fragen, dann wird er mir alle möglichen Sachen erzählen können darüber, wie sich das verhält.

Thomas

Also er sagt, zum Beispiel Schokolade vor Weihnachten geht halt immer nach oben.

Thomas

Das muss ich nicht auf den Daten lernen, das wissen wir schon.

Thomas

Und das kann ich mein Modell dann auch schon einprogrammieren in Form von diesen Priern.

Thomas

Also da kann ich Expertenwissen direkt schon injizieren in das Modell, was bei Machine Learning auch oft sehr schwer ist, weil ich wirklich alles von den Daten lernen muss.

Jochen

Ja, na ja stimmt.

Dominik

Ja, Statistic Programming nennt man das oder Probability Programming.

Thomas

Also Probabilistic Programming, genau.

Dominik

Und die PiMC ist dafür die Bibliothek deiner Wahl.

Dominik

Und du hast ja viel mitgearbeitet.

Thomas

Genau, also ich habe die auch die mitentwickelt und benutze die auch sehr viel.

Thomas

Und die erlaubt einem dann, also das ist nicht so, dass man diese Modelle halt dann von der Stange hat, wie zum Beispiel jetzt bei Circuit Learn, habe ich einfach eine Klasse, die macht Lineareaggressionen oder Random Forests.

Thomas

Und hier habe ich stattdessen von der Stange Wahrscheinlichkeitsfunktionen, die ich dann zusammenstöpseln kann, um mir mein statistisches Modell zu bauen.

Thomas

Also das ist, also da kann ich aus diesen Wahrscheinlichkeitsverteilungen zum Beispiel auch eine Linearaggression zusammenbauen, aber das muss ich halt erst noch machen.

Thomas

Und das ist mit PyMC3 sehr leicht möglich.

Thomas

Und das heißt, erstmal geht es darum, das Modell zu bauen.

Thomas

Und dann im zweiten Schritt geht es darum, okay, jetzt habe ich das Modell gebaut, wie fitte ich das überhaupt zu meinen Daten?

Thomas

Und da kommen dann alle möglichen Algorithmen zum Tragen, die diese Probleme automatisch lösen.

Thomas

Also oft ist es so, irgendein Modell, was man sich ausmalt und was man dann in Code zusammenschreibt, mit PMC3 zum Beispiel, das lässt sich dann nicht einfach so lösen.

Thomas

Also man, genau, man braucht da ziemlich ausgefeilte Algorithmen und da ist es dann, wo das mit dem Markov Chain Monte Carlo MCMC hinzukommt.

Thomas

Das ist so eine Klasse von Algorithmen, die auf so fast allen Modellen, die man sich vorstellen kann, automatisch funktionieren.

Thomas

Und das ist so, was echt cool an dem Approach ist, dass man sagt, okay, ich baue jetzt irgendein total verrücktes Modell und dann drücke ich einfach den Inference-Button, wie ich das nenne, und der fittet dann das Modell zu den Daten.

Thomas

Und das andere, was auch noch sehr wichtig ist, ist, dass ich nicht nur eine Antwort bekomme.

Thomas

Und das ist auch ein Unterschied zum Beispiel zu Machine Learning.

Thomas

Also wenn ich da jetzt eine lineare Aggression laufen lasse, dann bekomme ich eine Antwort.

Thomas

Und das ist die Antwort, also in dem Fall jetzt halt die Steigung und die Intercept, ist zwei Parameter, skalare Parameterwerte, die ich bekomme und die beschreiben die Daten am besten.

Thomas

Aber ist natürlich trotzdem die Frage, wenn ich jetzt nicht so viele Daten habe, gibt es vielleicht noch andere Linien, die die Daten beschreiben können.

Thomas

Also wenn ich jetzt die Steigung um 0,01 verschiebe, dann passt das wahrscheinlich trotzdem noch ganz gut.

Thomas

Also ich bin mir halt nie so richtig sicher, diese Antwort, die mir jetzt das Machine Learning Modell gegeben hat, ist das wirklich die allerbeste?

Thomas

Und wie gut funktionieren dann andere Antworten?

Thomas

Und da geht es um Uncertainty oder halt Ungewissheit.

Thomas

Also wie sicher kann ich mir sein, dass die Antworten, die mir mein Modell geben, auch wirklich die richtigen sind.

Dominik

Also wie sicher sind die Datenpunkte irgendwie klassifiziert und wie gut sind die voneinander trennbar überhaupt von den Modellen?

Genau, richtig.

Thomas

Und da ist auch ein gutes Beispiel zum Beispiel im Gesundheitssektor.

Thomas

Wenn ich da jetzt vorhersagen möchte, hat diese Person Diabetes oder nicht und ich habe irgendwelche Tests, die ich gemacht habe und diese meine Inputs.

Thomas

Und dann ist die Frage, wie sicher bin ich mir denn überhaupt in dieser Antwort?

Thomas

Und das ist natürlich in dem Fall extrem wichtig.

Thomas

Und da sind diese Problem Programming, das ist so eine der Kernstärken davon, dass man diese Ungewissheit, die Unsicherheit in den Antworten und aber auch in den Parametern von dem Modell immer direkt mit spezifiziert.

Thomas

Also man arbeitet ja nie mit einzelnen Werten, sondern immer nur mit Wahrscheinlichkeitsverteilungen, die einem angeben, okay, also die Steigung von meiner Linear-Agression kann 0,5 sein, aber 0,6 kann es eigentlich auch sein.

Thomas

Also beschreibt beides das eigentlich sehr gut.

Thomas

Und genau, das ist.

Dominik

Er hat den schönen Fehler-Schätzler mit drin, den ihr mitbestimmt dann.

Dominik

Oder wird der ausgerechnet von dem Modell oder könnt ihr den auch einstellen?

Thomas

Also genau, man kann es so einstellen in Form der Prile.

Thomas

Also da kann ich zum Beispiel sagen, ich weiß eigentlich schon, dass der Wert sehr nah 0,5 ist, ohne überhaupt irgendwelche Daten gesehen zu haben.

Thomas

Und dann kann ich da schon mal dem Modell vorher sagen, okay, das hier ist die Richtung, in die du da schauen solltest.

Thomas

Und wenn ich das, und dann schätze ich das Modell und kriege eine neue Wahrscheinlichkeitsverteilung, die mir sagt, okay, das ist jetzt, nachdem ich die Daten gesehen habe, wie, in welchem Bereich spielen sich denn die Parameterwerte ab, die das dann am besten erklären.

Thomas

Also ich kann beides machen.

Thomas

Also ich kann im Vorfeld schon mal das spezifizieren, je nachdem, wie genau ich das möchte, und dann wird das mit, nachdem ich die Datenpunkte gesehen habe, werden diese Algorithmen das abschätzen und ich kriege eine neue Wahrscheinlichkeitsverteilung, die einfach nur beschreibt, wie viel habe ich gelernt.

Thomas

Also man kann sich so vorstellen, eigentlich, ich fange an mit einem gewissen Wissen und dann sehe ich Daten und dann update ich dieses Wissen und habe dann einfach neue Wahrscheinlichkeitsverteilungen.

Jochen

Ja, nee, das klingt schon sehr gut.

Jochen

Das ist immer so ein Problem auch bei diversen Modellen.

Jochen

Manchen fällt ja eventuell auch eine Wahrscheinlichkeit direkt raus, aber manchmal einfach nur eine Distanz zu irgendwas oder so.

Jochen

Da muss man das halt irgendwie kalibrieren auf eine Wahrscheinlichkeit und dann meistens nimmt man nur irgendwie Sigmuit-Funktion oder sowas.

Aber da ist natürlich jetzt Covid-19 auch ein super Beispiel, wenn ich da jetzt Vorhersagen treffen möchte mit gewissen statistischen Modellen und da gibt es aus der Epidemiologie alle möglichen Modelle, die man da finden kann.

Thomas

Und dann ist die Frage, also wenn ich jetzt das nicht in einem besianischen Ansatz mache, dann kriege ich halt eine Kurve raus, die vorhersagt, okay, so wird sich das jetzt über die nächste Woche entwickeln.

Thomas

Aber klar, wir haben noch nicht so viele Datenpunkte.

Thomas

Das kann sich, also so wie ich die historischen Daten beschreiben, ich kann die historischen Daten halt nicht nur auf eine Weise beschreiben, sondern auf potenziell unendlich viele Weisen.

Thomas

Und jede unterschiedliche Weise, wie ich die historischen Daten beschreiben kann, führt zu unterschiedlichen Vorhersagen, wie sich die Zukunft verhalten wird.

Thomas

Und das heißt, ich möchte halt nicht nur die Linie sehen und die Vorhersage sehen, die die Daten am besten beschreiben, sondern halt alle, die das einigermaßen gut beschreiben.

Thomas

Denn das sind alles dann Ausgänge, die passieren können.

Thomas

Und das sieht man dann immer super gut bei diesen Modellen, dass es halt ja nicht nur eine Linie gibt, die dann in die Zukunft zeigt, sondern ganz viele Linien, die so auseinanderstreuen.

Thomas

Also je nachdem, je weiter ich in die Zukunft gehe, desto weniger kann ich mir sicher sein, wie sich das entwickelt.

Thomas

Also kann sein, dass es exponentiell weiter nach oben schießt und wir bald Millionen von Infizierten haben.

Thomas

Es kann auch sein, dass aber natürlich die Interventionen, die wir jetzt machen, effektiv sind und sich die Kurve abflacht.

Thomas

Und das sind alles Vorhersagen, die dann innen, die aus dem Modell rauskommen.

Jochen

Ja, das wäre natürlich genau interessant.

Jochen

Also ich meine, ich könnte mir jetzt vorstellen, dass wenn man zum Beispiel eben macht irgendeine Maßnahme oder überlegt sich halt, wenn ich jetzt, keine Ahnung, irgendetwas tue, also ich glaube, Zeilen, die ich da schon mal gehört habe, sind sowas wie seit, zumindest in Deutschland, Beginn, der etwas heftigeren Maßnahmen ist halt der, ich glaube, in dem Modell vom Robert-Koch-Institut werden irgendwie Landkreise als kleinste Einheiten irgendwie benutzt, sozusagen, wenn die Reisetätigkeit zwischen Landkreisen irgendwie sozusag

Jochen

en ist irgendwie schon um 40 Prozent runtergegangen, seitdem dann ändern sich halt entsprechend Parameter in dem Modell und dann kann man halt gucken, okay, wie geht denn das jetzt aus?

Jochen

Die Frage wäre jetzt sozusagen, okay, wenn ich jetzt irgendeinen dieser Parameter ändere, wie wirkt sich das dann zum Beispiel auf diese Basisreproduktionszahl aus?

Jochen

Also wie stark führt das dazu, dass jetzt etwas, also der Anstieg der infizierten Zahlen halt hochgeht oder gleich bleibt oder so.

Jochen

Und dann wäre halt die ganz interessante Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit kann ich diese Vorhersage machen, weil es könnte ja auch sein, also wenn ich halt ein, weiß ich nicht, 30-prozentiges Risiko habe, dass sich das ganz anders verhält als das, was ich vorhersage, dann möchte ich mir das vielleicht nochmal überlegen, weil ich ja gar nicht so ein großes Risiko eingehen möchte vielleicht.

Jochen

Sondern ich möchte vielleicht eine Maßnahme machen, wo ich dann ziemlich sicher sein kann, dass das dann halt auch hilft.

Jochen

Und ja, das wäre dann sozusagen etwas, was ich direkt aus so einem probabilistischen Modell rauskriegen würde, wie dann die Erfolgswahrscheinlichkeit oder wie wahrscheinlich es ist, dass es dann halt auch in dem Bereich bleibt, sozusagen.

Thomas

Genau, also das ist sehr wichtig.

Thomas

Also nicht jeder Ausgang ist ja auch gleich.

Thomas

Also jetzt habe ich vielleicht, wenn ich jetzt das so filter, dass ich wirklich nur eine Linie bekomme, dann sieht die vielleicht okay aus.

Thomas

Und dann sage ich, ah ja, okay, muss ich ja gar nicht mehr wirklich Gedanken machen.

Thomas

Und möglicherweise ist das auch der wahrscheinlichste Ausgang.

Thomas

Aber was ist, wenn mit einer fünfprozentigen Wahrscheinlichkeit das exponentiell weitergeht und diese Maßnahmen halt nicht greifen?

Thomas

Das möchte ich ja unbedingt wissen, was ist der Worst-Case-Scenario.

Thomas

Das ist vielleicht unwahrscheinlich, aber nicht so unwahrscheinlich, dass wir es außer Acht lassen dürfen.

Thomas

Und da kann man dann auch, je nachdem, das Modell verändern, also in verschiedene Hinsicht.

Thomas

Und das ist auch so ein bisschen das, was ich so mächtig an diesem Ansatz finde, ist, dass es so ein oft ein sehr iteratives Arbeiten ist mit diesen Modellen.

Thomas

Also ich fange an mit einem ganz einfachen Modell und das habe ich auch gemacht.

Thomas

Also ich habe einfach ein exponentielles Modell genommen und das funktioniert dann am Anfang zum Beispiel ziemlich gut.

Thomas

Und dann aber sehe ich auch, ah ja, okay, ich habe ja nicht nur ein Land, sondern ich habe mehrere Länder.

Thomas

Und diese Kurven verhalten sich bei allen Ländern eigentlich ziemlich ähnlich.

Thomas

Nicht immer gleich, aber ähnlich.

Thomas

Und da kommt es dann wieder rein mit der hierarchischen Struktur, die ich vorhin erwähnt habe, wo ich genau das auch in mein Modell einbauen kann und sage, okay, also da gibt es Ähnlichkeiten in diesen Growth Rates, in diesen Steigerungszahlen.

Thomas

Und das heißt, dann habe ich ein hierarchisches Modell, was für jedes einzelne Land einzelne Parameter hat, aber diese Parameter sind dann auch auf einem höheren Level noch miteinander verbunden und ich lerne also beides zugleich.

Thomas

Und dann zum Beispiel könnte ich hingehen und sagen, na gut, exponentiell ist ja vielleicht gar nicht mal so ein gutes Modell, denn das nimmt ja an, dass das einfach immer weiter nach oben geht und immer und immer schneller wird.

Thomas

Irgendwo ist ja da schon spätestens bei der Anzahl der Menschen, die in einem Land leben, ein ganz natürliches physikalisches Limit gesetzt.

Thomas

Und dann kann ich das Modell verbessern und sage, okay, dann nehme ich stattdessen eine logistische Funktion, die am Anfang auch steil nach oben geht, aber dann sich wieder abflacht.

Thomas

Und dann kann ich aber auch hingehen und sagen, okay, das modelliert schon die Steigungssache vielleicht ganz gut, aber ich weiß, dass es da, zum Beispiel habe ich jetzt vielleicht gerade ein Buch von Nassim Taleb gelesen, The Black Swan, und ich weiß, dass es sehr wichtig ist, da nicht auch nur anzunehmen, dass sich alles in der Welt nach einer Normalverteilung verhält, sondern es gibt halt auch das Tail Risk.

Thomas

Und dann nehme ich halt nicht eine Normalverteilung, sondern eine zum Beispiel Student-T-Verteilung, also eine T-Verteilung.

Thomas

Und die hat sehr viel mehr Wahrscheinlichkeiten, dass da auch extreme Ausreißer passieren können.

Thomas

Und dann habe ich das in mein Modell integriert und arbeite dann halt nicht immer weiter vor und verbessert das Modell immer weiter und kriege dann auch immer bessere Vorhersagen, die natürlich dann die möglichen Handlungen, die man machen möchte, hoffentlich da bessere Antworten zu liefern.

Jochen

Ja, ja, das ist für das im Teil ist auch irgendwie ein Twitter-Account, der hat ein Twitter-Account, dem ich auch folge und da sind manchmal sehr lustige Sachen dabei.

Jochen

Er hat jetzt auch was über diese über statistische Modelle, die irgendwelche Dinge vorhersagen, gesagt.

Jochen

Das fand ich auch ganz bemerkenswert, weil es halt, ich weiß, ich, also er hat ja schon so einen gewissen Punkt.

Jochen

Er sagt halt im Grunde, naja, also da einige weniger Ereignisse, was so Pandemien angeht, halt sehr, sehr böse Auswirkungen haben können, ist es halt eigentlich, sobald man sieht, dass das irgendwie in die Richtung geht, dann ist das eher so wie eine Lawine.

Jochen

Wenn man sieht, wenn man irgendwann am Berg steht und sieht, da kommt eine Lawine runter, dann fange ich jetzt nicht an, mir auszurechnen, ob die mich jetzt treffen kann oder nicht.

Jochen

Und bei so einer Pandemie ist halt auch so ein bisschen, und der hat ja einen schönen Vergleich benutzt, dann hätte dann, also wenn ich jetzt anfange, da statistisch ganz genau zu werden, dann ist das so ein bisschen wie Löffelzellen auf der Titanic, ja, das ist halt so.

Jochen

Sondern da muss man halt dann irgendwie das Extremste machen, was man irgendwie hinkriegt, um halt zu verhindern, dass diese ganz schlimmen Sachen halt passieren, ja.

Thomas

Ja, also der ist auf jeden Fall sehr extrem in seinen Ansichten, dass man eigentlich, also der sagt eigentlich, so extrem sagt das nicht, aber dennoch, dass 90, 95 Prozent aller Statistiken komplett in die Tonne geklopft werden können, weil das alles Phänomene sind, die halt diese Ausreißevents haben, die das alles bestimmen.

Thomas

Ich finde das ein bisschen oft sehr extrem, denn diese Modelle funktionieren doch schon oft auch ganz gut, aber klar muss man sich immer bewusst sein, dass das Modelle sind und dass es diese Terrorists gibt und die auch idealerweise natürlich ins Modell integrieren, dass man das mit berücksichtigt ablassen kann man.

Dominik

Diesen unvorhergesehenen Ereignissen sind halt nämlich genau diese unvorhergesehenen Ereignisse.

Dominik

Da kannst du halt so viel modellieren und Statistik machen, wie du willst, wenn halt Ereignisse auftreten, deren Dimensionen man nicht abschätzen kann oder deren Auswirkungen auf die einzelnen Achsen in dieser Verteilung, das wird natürlich dann ja also schwer zu prognostizieren, weil woher soll man das wissen, dass solche Events kommen?

Thomas

Ja und nein, also genau, diese Ausreißer sind fast unmöglich zu modellieren, aber jetzt zum Beispiel die Modelle, die ich da gebaut habe, um die um vorherzusagen, wie sich das Wachstum weiterverhält, sind bisher erschreckend akkurat gewesen.

Thomas

Jetzt hören sie auf, also zu funktionieren und das ist gut.

Thomas

Also das erste Modell, wie ich schon gesagt habe, war so ein exponentielles Modell.

Thomas

Und das, ja, also am Anfang hatten wir exponentielles Wachstum, jetzt scheint es sich ein bisschen abzuschwächen, was ja sehr gut ist.

Thomas

Aber dennoch, also das, ja, also diese Modelle haben schon eine vorher sage Kraft und das ist ja auch genau das, was man wissen möchte.

Thomas

Also und das ist auch das, was ich so erschreckend fand.

Thomas

Dass es eigentlich, wenn man sich das angeschaut hat, also zum Beispiel vor drei Wochen noch gab es in Deutschland zehn Fälle oder so und in Italien aber war schon alles, war schon sehr dramatisch.

Thomas

Und dann hierzulande, wo es gesagt hat, naja, aber es sind nur zehn Fälle, was uns ja nicht interessieren.

Thomas

Aber gut, also beziehungsweise sagen wir mal zehn Fälle und in drei Tagen sind es halt 100 Fälle.

Thomas

Und er sagt mir noch gut, 100 Fälle ist ja trotzdem noch nicht viel.

Thomas

Aber vollkommen egal, es geht darum, was für eine Steigung haben wir da und das ist exponentiell und das heißt, in drei Tagen sind es dann von 100 auf 1000.

Dominik

Also da hast du auch ein Notebook zu, online, ja, wo man da so

Jochen

ein bisschen.

Jochen

Genau, das hatten wir noch gar nicht erwähnt, aber ja, das war auch einer der Gründe, warum das jetzt halt ein guter Zeitpunkt ist, vielleicht dieses Gespräch zu führen.

Jochen

Ich hatte da irgendwie diese Notebooks gesehen.

Jochen

Ich weiß jetzt nicht, es gibt mehrere.

Jochen

Das erste ist, glaube ich, das Daily, wir packen den Link in die Shownotes, das ist ein Repository, in dem mehrere Notebooks sind.

Jochen

Covid-19 Growth ist glaube ich das erste.

Jochen

Ja, und das ist sozusagen das exponentielle Modell und da gibt es halt so einen Graph mit einer Logscale sozusagen, was die Anzahl der Infizierten angeht und dass man das halt so ein bisschen linearer sieht.

Jochen

Und auf der Y-Achse halt die, äh, auf der X-Achse die Zeit, auf der Y-Achse die Infizierten und dann halt sozusagen ab irgendwie Tage nach den ersten bestätigten 100 Fällen und die Kurven sehen alle relativ ähnlich aus am Anfang zumindest.

Dominik

Ist auch China mit geplottet?

Dominik

Weil, also ich hatte nämlich vom Freund von mir gehört, der aus Shanghai geflohen ist, schon Ende Januar, weil die Flüge alle gestrichen wurden, dass das die Situation wohl sehr dramatisch sein soll und dass wir uns auf was gefasst machen müssen.

Jochen

Ja.

Thomas

Ja, also genau, China ist nicht mit dabei, weil das Modell das nicht abbilden kann, also dieses nicht, das Modell, was ich jetzt gerade gebaut habe.

Thomas

Das logistische Modell des Kantes, denn da gibt es diesen Effekt, dass die auch wieder sich auch wieder stehen bleiben, die Neuinfektion, und das scheint China nach den offiziellen Zahlen, die wir haben, ist die Frage, wie man die glauben möchte, dass, wobei ich, also meine Meinung ist, ich glaube schon, dass die es geschafft haben, das abzuschwächen.

Thomas

Also ich glaube nicht, also die absolute Zahl ist möglicherweise viel höher, aber ich glaube trotzdem nicht, dass die Neuinfektionen haben.

Thomas

Und zumindest auch in Korea.

Thomas

Also diese Länder haben es geschafft, dieses Wachstum zu stoppen eigentlich effektiv.

Thomas

Und das sieht man, dass das Modell das nicht kann.

Thomas

Also die sind auf jeden Fall ausgebrochen aus dem Exponentiellen und dafür braucht man das logistische Modell, was das, was genau diesen Effekt modellieren kann.

Thomas

Und das sieht man jetzt auch bei anderen, also das ist ganz interessant bei dem logistischen Modell, also das interpretiert dann schon, dass wenn man aus dem Exponentialen rauskommt und sieht, ah okay, es fängt sich an abzuschwächen und man nimmt an, dass das dieser logistischen Funktion folgt, dann kann man auch vorher sagen, okay, also jetzt dauert es vielleicht noch zwei Wochen, bis sich das, dass die Neuinfektionen dann zurückgegangen sind und es keine neuen gibt.

Jochen

Ja, ja, ich glaube auch, dass das in China, klar, man kann ja nur zweifeln, aber eben bei so einer exponentiellen Entwicklung, das hätten wir dann halt schon über die Zeit gemerkt, wenn das irgendwie nicht geklappt hätte, weil dann wäre das schon überall jetzt und das ist es irgendwie nicht.

Jochen

Und daher, in Südkorea ist ein ganz interessanter Fall, weil da man das relativ gut verfolgen konnte, weil das irgendwie hauptsächlich irgendwie eine, ein Community-Cluster irgendwie war, in dem das aufgetreten ist und dann haben halt diese ganzen, wir verfolgen das jetzt mit auch großem Personalaufwand Aktionen halt da tatsächlich sehr viel gebracht.

Jochen

Aber das geht halt anderswo nicht so gut.

Jochen

Also das ging halt in dem Fall super.

Jochen

Und naja, ja, ist halt immer auch die Frage, inwiefern irgendwelche so Geschichten vergleichbar und übertragbar sind.

Jochen

Wenn jetzt irgendwie alle Leute sagen, man muss das nur so machen wie in Südkorea, dann ist es kein Problem.

Jochen

Naja, irgendjemand meinte dann so satirischerweise irgendwie ja, ich habe gehört, in Südkorea wird ganz viel Kimchi gegessen.

Jochen

Lass uns alle einfach Kimchi essen, dann ist okay.

Jochen

Aber was ich auch interessant finde, ist, dass halt einige, also Japan, Taiwan, Hongkong, Singapur, die ja dann auch schon seit seit langer Zeit irgendwie da relativ viel Maßnahmen machen, dass die auch irgendwie von dieser exponentiellen Entwicklung relativ gut verschont wurden.

Dominik

Die haben aber alle unterschiedliche Methoden gemacht.

Dominik

Also ja, man hat zum Beispiel einfach die Anzahl an Tests unheimlich hochgefahren, indem sie einfach jeden Menschen getestet haben und dann diese Kette auch versucht haben, damit zu unterbrechen.

Dominik

Weil die halt relativ genau wussten, wer jetzt da vielleicht dann Kontaktperson war.

Dominik

Das mag auch ein Vorteil sein.

Dominik

Aber von China glaube ich übrigens keine einzige Zahl.

Dominik

Also ich habe Dunkelziffern gelesen, die man jetzt alle mit Vorsicht genießen möchte, aber dass irgendwie 700.000 Fälle alleine in Wuhan noch irgendwie offen waren, die nicht registriert waren.

Dominik

Und naja, was man da glauben kann, ich weiß ja nicht.

Thomas

Und also eine Sache auf jeden Fall noch zu den Notebooks.

Thomas

Also die diese Modelle habe ich dann online gestellt und die haben auf jeden Fall da sehr viel Interesse bekommen.

Thomas

Ich wurde auf jeden Fall auch dafür kritisiert, dass es, also ich bin kein Epidemiologe und ja, habe mir das angeschaut und so Modelle gebaut, dass das ja nur jeden verwirren würde und dass exponentielle Modelle ja sowieso komplett falsch sind.

Thomas

Und ich kann das verstehen, allerdings sind im Moment diese exponentiellen Modelle erschreckend akkurat.

Thomas

Also die letzten Wochen war es ein sehr guter Fit.

Thomas

Klar, dass das nicht sehr weit in die Zukunft projizieren kann, ist klar.

Thomas

Und das andere, was aber auch sehr interessant ist, was passiert ist, ist, dadurch, dass man dann diese Sachen shared, also das ist halt dieses Open Source Prinzip.

Thomas

Dann came the Hamel and hat then Dashboard daraus gebaut, that's high technically updated.

Thomas

And that heißt das eine cool, where the notebook then automatic laden is and it's interactive.

Thomas

Other people have this model to verbess or einfach then this model of other data anzuwenden.

Thomas

I have self feedback become what they besser.

Thomas

Also this iterative answer that in the Öffentlichkeit start findet and off the code to post, where other leute bugfixes shicken or so is also meiner die Vorteile einfach viel mehr als die Nachteile, dass ich halt erstmal sechs Monate mit Epidomologen zusammenarbeite, um das absolut wasserdichte Modell zu bauen, was dann aber vielleicht nicht richtig funktioniert, weil ich halt nicht das Feedback von der Community habe und auch nicht diese ganzen Netzwerkeffek

Thomas

te, die Open Source da bringen.

Jochen

Ja, ja, das würde ich auch sagen.

Jochen

Also ich meine, wenn da irgendwie, das ist auch etwas, wenn das halt in der Öffentlichkeit passiert.

Jochen

Also ich meine, im Grunde kann man ja nur durch Feedback irgendwie Dinge lernen.

Jochen

Das ist auch etwas, was ich immer sehe, dass es halt dann, ich meine, das ist halt auch unter Umständen ein schmerzhafter Prozess, irgendwie öffentlich Feedback einzusammeln, aber es hilft auch tatsächlich.

Jochen

Während ich da große Bedenken haben, wenn da Leute irgendwie jahrelang an irgendwas arbeiten oder so und da gab es nie wirkliches Feedback, ob das dann so wirklich stimmt, naja, also es ist

Thomas

da habe ich letztens erst einen Tweet gesehen von einem Epidemiologie-Professor, der da einen super akkuraten Simulator geschrieben hat, der halt da verschiedene Agenten simuliert, die sich treffen und die infizieren sich und das ist ja also das absolute Nonplus-Ultra-

Modell.

Thomas

Und das ist jetzt, und das hat er aber schon vor langer Zeit gemacht, also ist sein als Epidemiologe und da aber natürlich bisher nur Paper drüber geschrieben.

Thomas

Und dann ist natürlich sofort die Frage, okay, du hast ja vor zehn Jahren dieses super coole Modell gebaut, was sagt es denn jetzt voraus und kann man das denn nicht benutzen, um das halt abzudaten?

Thomas

Naja, und dann war halt die Frage, ja, was ist denn mit dem Code?

Thomas

Und dann so, oh, okay, naja, der Code sind irgendwie 50.000 Zeilen C<unk> Code, den eine Person versteht, der unkommentiert ist, ungetestet ist.

Thomas

Also ich war selbst in der Forschung, ich weiß ganz genau, was die Code-Qualität da ist und die ist oft sehr niedrig.

Thomas

Und in dem Fall jetzt, weil der Code einfach so wahnsinnig wichtig ist, arbeitet er mit Microsoft zusammen, um den Code dann da tatsächlich zu testen und zu wissen, dass der funktioniert.

Thomas

Da werden bestimmt einige Bugs gefunden.

Thomas

Und das ist natürlich auch sehr gefährlich.

Thomas

Also diese ganz klassische, so wie die Wissenschaft da bisher immer arbeitet und wie wenig die sich wirklich für Codequalität da einsetzen, glaube ich, dass wir da viel voneinander lernen können.

Thomas

Also und zum Beispiel oft sind die halt auch nicht Bayesianisch.

Thomas

Also gibt es wirklich den Epidemiologen, der ein Top-Caller ist und gleichzeitig halt natürlich öpidologisch total fit ist und dann zusätzlich auch noch weiß, wie man Pine T3 benutzt.

Thomas

Wahrscheinlich gibt es die nicht.

Thomas

Deswegen, wenn wir da alle unseren Teil dazu beitragen, glaube ich, wird es am besten funktionieren.

Jochen

Ja, ja, ja, ich bin, ich bin auch, ich bin gut das jetzt auch wieder ein bisschen her.

Jochen

Ich habe auch eine Zeit lang irgendwie viel Pepper gelesen und versucht, Dinge zu reproduzieren und so, und das hat, äh, also das war schon.

Jochen

Also oft bekommt man dann ja Code, wenn man irgendwie einen Paper hat und dann sich überlegt, okay, das sieht sehr interessant aus für das Problem, was ich habe.

Jochen

Und wenn man dann die Autoren anschreibt und sagt, so, ich würde das mal gern reproduzieren, könnt ihr mir den Code dann mal irgendwie so, wie mache ich das denn dann, dann kriegt man meistens den Code, meistens mit einer länglichen Entschuldigung für die Codequalität.

Jochen

Das ist, und ganz oft ist es dann halt auch so, wenn man das dann tatsächlich versucht, nochmal selber zu implementieren, also dass man bemerkt so, oh ne, das tut nicht so wirklich genau das, was da in dem Paper drin steht.

Jochen

Und also da muss irgendwie, ich meine, ich kann auch verstehen, wie das passiert.

Jochen

Das ist halt, man kann halt Code nicht veröffentlichen in einer Zeitschrift, sondern da ist halt dann halt ein gesetztes Paper irgendwie das Entscheidende.

Jochen

Oder halt sogar oft in der Informatik sind es halt irgendwie Formeln, mathematische Formeln, die da drin stehen müssen, weil das ist halt das, was man irgendwie da reinschreiben kann.

Jochen

Code ist halt, kann man nicht so wirklich publizieren, aber das muss sich irgendwie ändern, weil das ist, ja, das ist eigentlich alles relativ furchtbar.

Thomas

Ja, also ich stimme mir voll zu, ne?

Thomas

Also weil es, also welches Paper kann heutzutage noch geschrieben werden, was nicht auf Code beruht.

Thomas

Also das ist wahnsinnig, es ist absolut fundamental, die Ergebnisse und die Ergebnisse sind davon gestützt.

Thomas

Also wenn da ein Bug drin ist, dann kriegst du halt falsche Ergebnisse raus.

Thomas

Also dass das bisher immer noch nicht, also fairerweise muss man sagen, das verstehen schon immer mehr Leute und es gibt auch immer mehr Wissenschaftler, die das auch anfangen zu machen und ihre GitHub-Repositories haben.

Thomas

Der Danilo Bistock zum Beispiel, mit dem habe ich letztens ein Paper gemacht, also dass der stellt alles immer online und ich kenne auch viele andere Kollegen, die das machen und das ist super, also gerade jüngere Wissenschaftler, aber das ist halt bisher noch größtenteils freiwillig.

Thomas

Also ich glaube, das muss schon einfach auch ein Zwang sein, dass die Methoden und der Code alles online kommt.

Thomas

Und wenn es online ist, dann ist natürlich auch automatisch oft der Anspruch an die Code-Qualität höher.

Thomas

Also das heißt, man möchte dann vielleicht doch ein bisschen mehr Zeit darauf verbringen, auch den Code zu kommentieren und ein paar Tests zu schreiben.

Thomas

Das sind ja alles Peer Pressure.

Thomas

Ja, genau, so ein bisschen gesunde Peer Pressure da reinbringen.

Jochen

Ja.

Jochen

Ja, genau.

Jochen

Gab es irgendwas irgendwas sehr Interessantes, was du nicht erwartet hattest, irgendwie beim Bauen der Modelle für dieses Problem oder ich weiß nicht genau, ob ich jetzt irgendwas.

Thomas

Ja, also das, was

Thomas

am schwierigsten daran ist, ist, dass man sich halt leider auch die Grunddaten nicht so richtig verlassen kann.

Thomas

Also angefangen habe ich zum Beispiel dann mit den Fallzahlen einfach.

Thomas

Aber die Fallzahlen sind natürlich wahnsinnig abhängig davon, wie viel überhaupt getestet wird.

Thomas

Und in Südkorea wurde wahnsinnig viel getestet, in Deutschland wird auch ziemlich viel getestet, in den USA wird kaum getestet bisher.

Thomas

Und das ändert sich natürlich auch über die Zeit.

Thomas

Das heißt, wenn ich mehr teste, finde ich mehr Fälle.

Thomas

Das heißt, das ist auch schon für einen Anstieg allein verantwortlich.

Thomas

Da gibt es aber auch nicht wirklich verlässliche Daten zu, wie viel da genau jetzt getestet wurde.

Thomas

Und dann ist ein anderer Ansatz, zum Beispiel sich die Todesfallzahlen anzusehen, um da zu denken, okay, die sind wahrscheinlich verlässlicher, die sind leider auch nicht so genau.

Thomas

Also ja, es ist ein sehr, sehr schwieriges Problem, weil die Datenqualität oft nicht wirklich gegeben ist, was natürlich dann die ganzen Vorhersagen da beeinflusst und auch, ja, also, und das allerdings ist natürlich auch eine Chance für diese Modelle, denn das sind alles Sachen, die man damit einbauen kann.

Thomas

Also zum Beispiel kann ich hingehen und sagen, okay, und das ist das Modell, an dem ich gerade arbeite, ich fange jetzt an mit den Todeszahlen, weil ich denke, dass die am verlässlichsten sind.

Thomas

Und dann weiß ich, ah, okay, also es ist mittlerweile recht gut etabliert, das ist ungefähr 1%, die es bekommen, sterben daran.

Thomas

Das heißt, das kann ich dann hochrechnen und sagen, okay, also jetzt hatte ich 100 Tote, das heißt das mal 100 und dann kriege ich die Anzahl der Infizierten, aber nicht die Anzahl der Infizierten an dem Tag, sondern vor zwei Wochen.

Thomas

Weil oft dauert es von der Zeit der Infizierung bis zum Tod zwei Wochen.

Thomas

Und das heißt, das kann ich dann alles in das Modell mit einbauen und sagen, okay, jetzt kann ich da zurückrechnen.

Thomas

Und dann habe ich also den Wert der Infizierten vor zwei Wochen von den Toten.

Thomas

Und dann kann ich den vergleichen mit dem, wie viele Fälle, positiv getestete Fälle gab es denn vor zwei Wochen.

Thomas

Und das sind natürlich wenige.

Thomas

Also wir haben ja nicht alle getestet und dann kann ich da so einen Faktor rausfinden, zum Beispiel, wie viel Prozent der Fälle, die es denn scheinbar gab, wurden dann überhaupt getestet.

Thomas

Und das sind dann, ja, also mit diesen Modellen, die man halt also ganz spezifisch bauen kann, und das ist natürlich was, vorhin haben wir über Machine Learning gesprochen, das kann man natürlich absolut nicht damit machen, aber mit Problemistic Programming kann man diese ganzen Annahmen da halt reinbauen und das Expertenwissen, was man hat, über zum Beispiel die Growth Rate oder halt die Sterblichkeit oder wie lange es dauert, sind halt alles Annahmen, die man da mit reinstecken kann.

Thomas

Aber auch jetzt nicht ganz fix und sagen, okay, es sind exakt zwei Wochen, sondern sagen, okay, naja, könnte irgendwas zwischen 7 und 18 Tagen sein.

Thomas

Also so eine Ungenauigkeit kann man auch in dem Bereich einsetzen und das wirkt sich dann natürlich auch darauf aus, auf die Ungenauigkeiten, die man dann aus dem Modell rausbekommt.

Jochen

Ja, sehr interessant.

Dominik

Hast du irgendein Land gefunden, wo du sagst, dass die Fallzahlen, die du da so rausfindest, relativ nah an der Realität sind oder an der Wirklichkeit?

Thomas

Kann ich noch nicht sagen.

Thomas

Das ist eine sehr gute Frage, ja.

Thomas

Das habe ich noch gar nicht dran gedacht, aber werde ich mir auf jeden Fall anschauen.

Thomas

Ich würde erwarten, dass es Südkorea ist, weil die am meisten getestet haben.

Thomas

Das wäre ein guter Test auf jeden Fall, das Modell zu sehen, wer da am genauesten dran ist und wer nicht, wenn ich jetzt hier nach dem Podcast reinschaue, sind die Modelle wahrscheinlich gerade fertig und dann kann ich sie schreiben.

Okay, cool.

Dominik

Schicken wir in die Shownotes.

Jochen

Ja, genau.

Jochen

Wir packen das alles da an die Links.

Jochen

Ja.

Jochen

Ja, ja, ja, ist ja interessant.

Jochen

Ja, ich weiß nicht, wollen wir doch, haben wir noch irgendwas, was wir mit diesem Corona-Geschichte besprechen wollten?

Dominik

Ich überlege gerade.

Dominik

Thomas hat so viele interessante Sachen auch über Quanzsachen gesagt, die mich noch viel mehr interessieren als Corona-Krise.

Thomas

Also genau, ich glaube zu Corona auf jeden Fall haben wir, also ich glaube zu allem haben wir eigentlich recht gut was, also alles, was ich, glaube ich, so sagen wollte, habe ich da gesagt.

Ja.

Thomas

Aber also wenn ihr noch Sachen habt, die ihr vertiefen wollt,

Dominik

das ist für uns der Virus ab jetzt auch offiziell beendet.

Jochen

Ja, wir erklären das jetzt mal für beendet, genau.

Jochen

Ja, ansonsten, ich weiß nicht genau, aber das ist, das ist vielleicht auch noch so ein Ding, wo es, also ich, wo es Überschneidungen gibt zu, also auch interessant, wie veröffentlicht man eigentlich solche Daten?

Jochen

Und wie kann man die, ja, wie kann man die am besten so, dass das halt alle lesen können, irgendwie übermitteln und so.

Jochen

Und naja, gut, das hat mir eben auch

Dominik

Notebooks sind doch total super, da kann ja relativ einfach das plotten

Jochen

und ja, ja, aber der Daten, auf denen das basiert, ist ja meistens dann irgendwie CSV oder so.

Ein Google

Spead Chat.

Thomas

Ja, also genau, das ist auf jeden Fall echt so ein Ding, die, also Johns Hopkins hat da die Daten aus den WHO-Berichten, die als PDF da geschickt werden, benutzt und die waren die ersten, die das Dashboard da hatten.

Thomas

Und dann haben andere Leute angefangen, diese Daten dann auf GitHub zur Verfügung zu stellen, als CSV-Dateilen und dann kann man sich da halt immer die aktuelle Datei runterladen.

Thomas

Und das hat eigentlich auch so funktioniert, wie es hätte funktionieren sollen, nämlich die Daten natürlich, klar, hatten alle möglichen Probleme und dann haben Leute da GitHub-Issues und Pull Requests gestartet, um dann die Daten, Probleme, die es da gab, zu reparieren.

Thomas

Leider haben die, die das Report da laufen, dann sind nicht sehr aktiv, sondern stellen halt die Daten rein und oft enthalten die echte Fehler.

Thomas

Und die werden dann nur sehr schleppend bis gar nicht da gefixt.

Thomas

Und die andere Webseite, die ich jetzt angefangen habe zu nutzen, ist European Center for Disease Control, ECDC, und die haben deutlich bessere Daten und also die Website, die ich jedem empfehlen würde, ist nicht mein Dashboard, sondern Our World in Data.

Thomas

Die haben da, finde ich, mit die besten die besten Datenquellen und von denen habe ich das, dass die da umgestiegen sind auf die Daten von der ECDC.

Thomas

Die benutze ich jetzt auch und die sind ein bisschen vergesselt, ja.

Jochen

Ah ja, okay.

Jochen

Ja, ja, sehr cool.

Jochen

Ja, ja, das ist also, ich meine, auch da, das ist natürlich wahrscheinlich eine der Geschichten, die man daraus dann irgendwie lernen sollte, auch in Europa ist halt so, das ist überhaupt nicht einheitlich, genau wie diese Daten eigentlich erhoben werden oder wer da was an wen meldet und so.

Jochen

Und das ist halt alles überhaupt nicht miteinander vergleichbar.

Jochen

Aber wenn man jetzt auch, dass das halt irgendwie aus PDFs, also ich meine, auch in Deutschland so ganz, ganz krude Geschichten, hört man dann von irgendwie Faxen, die hin und her geschickt werden oder irgendwie werden Leute telefonisch irgendwie informiert über bestimmte Sachen und dann tragen sie das halt irgendwo ein oder halt auch nicht oder vergessen es halt auch mal.

Jochen

Oder manchmal

Dominik

ausgedruckt und dann per Post geschickt und wieder eingescannt.

Jochen

Ja, also irgendwie, da ist auf jeden Fall eine Menge Verbesserungspotenzial offenbar.

Aber da haben ja einige Gruppen an dem Hackathon dran gearbeitet in diesem Jahr.

Jochen

Ja, ach, das gab es ja jetzt dieses Wochenende.

Dominik

War jede Menge los, auch in Python.

Dominik

Ah, okay.

Dominik

Ich habe tatsächlich so ein bisschen versucht, da Projekte zu finden.

Dominik

Ich habe ja tatsächlich nicht die allercoolsten entdeckt, habe ein bisschen gecodet, Telegram-Bot zur Aufklärung und es ging um Supermärkte.

Dominik

Aber ich habe ehrlich gesagt eher Leute da getroffen und versucht, so ein bisschen was Sinnvolles zu tun, aber wirklich, die kamen da wo, glaube ich, nicht bei raus.

Es waren sehr viele Menschen.

Dominik

Das hat mich ein bisschen gefreut, ein bisschen Hoffnung gegeben.

Dominik

Ich glaube, über 42.000 Anmeldungen gab es.

Dominik

Und hinterher über 1000 Devs, die dann tatsächlich irgendwas gecodet haben.

Dominik

Das war ganz schön.

Thomas

Gab es irgendein Projekt, was du besonders cool fandest, was daraus was geboten ist?

Dominik

Ja, es gibt so ein paar Sachen, die tatsächlich sich um Menschen halt irgendwie versuchen zu kümmern und denen halt die Ängste abnehmen oder vernünftiges Händlingen von den Fragen zu machen, dass die Telefone nicht mehr überlastet werden.

Dominik

Aber dass da jetzt so richtig das Projekt rausgekommen ist, ich glaube, die brauchen alle noch.

Dominik

Ja, es dauert halt noch einen Moment, ja.

Dominik

Es waren viele Sachen, die von Ministerien dazu kamen, was man halt das an Datenanalysen machen kann, auch die die Wirtschaft für kleine Unternehmen irgendwie gute Ideen sind.

Dominik

Aber an Wochenende, glaube ich, kann man da noch nicht ganz was Bauchbares bauen.

Dominik

Aber ich glaube, da entsteht was draußen.

Dominik

Das war wirklich, glaube ich, ein guter Effekt, der mal wirkliche Digitalisierung in Deutschland gezeigt hat, dass gerade so der Anfang jetzt vielleicht gemacht worden ist, den man die ganze Zeit schon seit 20 Jahren erwartet hätte.

Absolut, ja.

Thomas

Also das finde ich auch wirklich so.

Thomas

Das möglicheweise Positive an dieser ganzen Sache ist, dass wir diese ganzen Trends, die da angefangen sind mit Heimarbeit, Homeoffice und oder auch Telemedizin, ne, sind alles Sachen, wo man schon Ewigkeiten drüber spricht, aber es ist nie so richtig in die Gänge gekommen.

Thomas

Jetzt ist da eine sehr starke Forcing-Function dahinter, dass wir das halt alle machen müssen und dann bewegt sich auch was.

Breitbandausbau, ne?

Dominik

Vielleicht werden entweder wieder ein paar Kliniken privatisiert, man weiß es nicht.

Thomas

Und ich meine, das sind alles Sachen, die dann, wenn wir diese ganze Corona-Geschichte überstanden haben, hoffentlich auch bestehen bleiben.

Thomas

Also die ganzen Arbeitgeber sind jetzt damit, haben jetzt Erfahrung damit, die Ärzte haben Erfahrung damit, Konferenzen auch zum Beispiel, viele wurden abgesagt, aber einige sind auch virtuell geworden.

Thomas

Und das ist auch eine Sache, die schon immer so gefordert wurde, weil es natürlich auch CO2 sehr schlecht für die Umwelt ist, wenn da hunderttausend Leute zu dieser Konferenz fliegen.

Thomas

Und das kann man viel virtuell machen und das wurde auch nur lange gefordert.

Thomas

Jetzt wird es tatsächlich umgesetzt, weil es nicht anders geht.

Dominik

Apropos virtuell muss ich einmal kurz einhaken, weiß ich nicht, wann wir die Folge veröffentlicht bekommen, aber jetzt am Wochenende ist der virtuelle Düsseldorfer Python-Sprint, der sonst immer bei Trivago stattfand, auch auf virtuelle Ebene verschoben worden.

Dominik

Also ich weiß nicht, ob man das noch hört.

Das Pythoncamp auch, also das Python, das in Deutschland stattfindet.

Jochen

Ja, und das ist jetzt auch, da ist noch nicht so richtig klar.

Dominik

Und sogar die EuroPython auch, auch virtuell.

Ach, ernsthaft.

Jochen

Das habe ich noch gar nicht mitbekommen, weil, ja, okay, das wäre nämlich, weil da war, hatte ich ja auch, oder hatten wir auch überlegt, äh, dahin zu gehen.

Dominik

Ja, ich hatte schon gebucht, ich habe schon, aber ja.

Jochen

Hm, interessant, ja, aber das wird auf jeden Fall.

Jochen

Ich bin auch gespannt, wie das dann jetzt am Wochenende wird.

Jochen

Die ganzen Geschichten müssen sich jetzt halt erstmal so finden, aber ich bin auch überzeugt, dass das eigentlich im Prinzip kein Problem ist.

Jochen

Das sollte schon gehen.

Dominik

Es hat halt schon ein paar Vorteile, wenn man die Leute tatsächlich persönlich sehen kann, als nur remote, ne?

Ja.

Dominik

Das ist natürlich schon auch mal schön, lieber Thomas, aber wir hätten dich natürlich gerne alle begrüßt.

Thomas

Genau, richtig.

Thomas

Mit Handschlag.

Thomas

Ja, aber genau, also das, ich glaube, also diese ganzen Nachteile gibt es auf jeden Fall, aber ich würde mich wundern, wenn es da nicht auch sehr viel Potenzial für innovative Ideen gibt, wie man das Nachteile ausgleichen und Vorteile ausbeihen kann.

Dominik

Ja, und es gab ja auch noch eine Kegel-Competition gab es noch jetzt irgendwie neu.

Jochen

Ja, da gab es mehrere.

Jochen

Moment, was ich denn.

Jochen

Genau, es gab einmal eine Geschichte.

Thomas

Genau, da geht es darum, haben sie so einen riesen Datensatz mit Research Papern zur Verfügung gestellt und da wird NLP drauf gemacht.

Thomas

Auch bei Contopian sind wir auch gerade dabei, eine neue Challenge zu starten.

Thomas

Und das haben wir immer gemacht mit gewissen Datensätzen oder so.

Thomas

Jetzt generiert mal Algorithmen auf den Insider-Daten oder so.

Thomas

Das, wie wir es jetzt machen wollen, ist ein bisschen eine andere Idee.

Thomas

Da geht es auch um Covid-19 und den Einfluss davon auf die Wirtschaft und auf die Finanzmärkte.

Thomas

Und da geht es nicht darum, irgendwelche Algorithmen zu entwickeln, sondern stattdessen interessante Analysen und Visualisierungen davon zu machen.

Thomas

Also wer macht die coolste Analyse, wie der Einfluss von Covid-19 auf die Supply Chains ist oder auf die Aktienmärkte.

Dominik

Zeichnet man nimmt nicht so ein Aktienmarkt und dann kommt irgendwie so ein großer Hammer und dann macht es Bumm.

Thomas

Ja, genau sowas.

Thomas

Aber genau, also bis der Podcast dann raus ist, ist es wahrscheinlich schon auf der Contomic-Website.

Thomas

Also jeder, der da Interesse hat, so soll sich das mal ansehen, gibt auch einen Preis.

Jochen

Ah, cool.

Jochen

Genau, da hat er sehe ich gerade auch schon.

Jochen

Es gibt eine Forecasting Competition auf Camel auch, wo halt die Leute auch schon ihre Notebooks und da sehe ich auch schon diese SER-Modelle und Leute, die interessante Visualisierungen gemacht haben.

Dominik

Der Preis auf CantoPin ist aber deutlich interessanter.

Jochen

Ja, das ist, ja, genau, das packen wir auf jeden Fall auch mit rein.

Jochen

Ja, ne, sehr schön.

Dominik

Ja, Schatzmann, schreibt uns, wenn ihr irgendwie ein tolles Projekt habt, wo ihr Unterstützung versucht, das werden wir natürlich dann in der nächsten Zeit versuchen zu berücksichtigen.

Jochen

Ja, ich weiß nicht genau, vielleicht haben wir nochmal so ein bisschen allgemein.

Jochen

Also was auch interessant ist, wenn man da auf dem Laufenden bleiben will, was gerade so passiert, diese Geschichten, es gibt vom CCC irgendwie eine Linkliste und einem Wiki und auch einen Bulletin, das sie halt jeden Tag veröffentlichen mit allen aus ihrer Sicht irgendwie wichtigen Entwicklungen und das ist auch interessant.

Jochen

Also ich meine, das sind irgendwie so, die organisieren sich irgendwie um so einen so einen Streamer-Channel und Gruppe.

Jochen

Und das sind irgendwie so hundert Leute oder so, die halt alle aus diesem medizinischen oder Katastrophenschutzbereich kommen und die da auch halt echt Ahnung von haben.

Jochen

Und da stehen auch mal sehr interessante Sachen dabei.

Jochen

Also wenn da irgendwas Neues erschienen ist, was irgendwie interessant ist, dann findet man das da eigentlich immer.

Jochen

Und die machen das halt auch anders.

Jochen

Das ist auch sowas, was mich irgendwie in letzter Zeit, also ich habe da jetzt auch so ein bisschen, naja, ich meine, man konnte ihm eigentlich nicht entgehen.

Jochen

Man hört ja die ganze Zeit von allen möglichen Richtungen, strömt das auf einen ein.

Jochen

Wenn man sich anguckt, was so in Zeitungen oder eben klassischen journalistischen Publikationen irgendwie geschrieben wird, was mich immer so ein bisschen stört, ist, dass oft nicht die Quellen dabei stehen oder so.

Jochen

Und das machen die zum Beispiel eben auch anders, dass sie halt immer die Quellen alle mitverlinken und dass man halt gucken kann, wenn da steht, wenn da steht halt nicht nur irgendwie, es gibt eine Studie, die irgendwie das und das sagt.

Jochen

Und man sich denkt sich, okay, zeig mir doch mal die Studie, ich möchte mal gucken, was haben die denn da wirklich gemacht.

Jochen

Dann ist das da halt auch alles verlinkt und das ist schon mal sehr praktisch.

Jochen

Ja.

Dominik

Ja, es gibt leider auch wie sehr viele wieder Alternativmedien, die irgendwelchen

Schrott erzählen.

Jochen

Ja, das ist

Dominik

Eva Herrmann sagt, das wäre wie die Grippe.

Ja, furchtbar.

Jochen

Ja.

Dominik

Ja, wie wird man dem her?

Gute Frage.

Jochen

Ja, keine Ahnung.

Jochen

Genau, genau, was ich noch, worauf ich noch hinaus wollte, mit dem, wie man Daten austauschen kann.

Jochen

Also was ich ja persönlich hoffe, ich habe ab und zu keine Ahnung, ob das irgendwie jemals passieren wird, aber das habe ich ja, die Idee ist ja nicht von mir, sondern das ist halt, habe ich auch irgendwann mal gehört und dachte, so, also zuerst dachte ich, ist vielleicht eine tolle Idee, aber dann so, je länger man drüber nachdenkt, desto irgendwie interessanter sieht das aus, irgendwie halt als Standarddatenaustauschformat für solche Art von Daten halt SQLite zu etablieren.

Jochen

Weil eben CSV irgendwie diverse böse Nachteile hat und man mit SQLite halt auch sehr schöne Geschichten bauen kann gerade.

Dominik

Ja, also das Problem aus SQLite ist natürlich, du brauchst immer ein Interface, mit dem man das beschreiben kann.

Dominik

Und du hast halt bei CSV einfach eine offene Tabelle, wo du einfach in irgendwelche Zellen irgendwas reinpasten kannst und das kenne ich so für SQLite so low-levelig, für den Privatanwender nicht.

Jochen

Ja, natürlich.

Jochen

Also wenn du, wenn du sozusagen tatsächlich da Daten verändern willst, dann ist das natürlich alles sowieso schwierig.

Jochen

Aber wenn du es jetzt nur irgendwie lesen und auswerten willst, dann ist vielleicht gar keine so viel Schwert.

Dominik

Also ich finde die Idee super, so aus technischer Perspektive.

Dominik

Ich frage mich halt nur, wie Herr Meyer und Frau Kunze das umsetzen wollen, wenn sie zu Hause sind.

Und dann ihre Daten bereitstellen.

Dominik

Also vielleicht sind diese Menschen, die da arbeiten, ja irgendwie an der Quelle und haben halt dieses Fax in der Hand zum Beispiel und müssen halt diese Daten aus diesem Fax irgendwo eintippen.

Dominik

Und man hat halt vielleicht gar nicht diese Schnittstelle, dieses Interface, dass es halt direkt in eine zentrale, gute Datenbank kommt, sondern man muss halt irgendwie sich so ein Überträgerdatenformat überlegen, was halt dann oft so eine Tabelle ist einfach.

Jochen

Ja, aber also was man tatsächlich mit SQL, also mit Data Setter zum Beispiel, das ist halt das Projekt, was ich in dem zusammen, weil es gibt auch zum Beispiel für diese Covid-Daten jetzt eine Datasette irgendwo auf,

Dominik

das hatten wir nochmal ein, zweimal schon mal erwähnt, aber vielleicht erklärt mal kurz, was ist das, eine Datasette?

Jochen

Ja, also da geht es darum, eben genau Daten halt öffentlich machen zu können.

Jochen

Es ist ein Projekt von, war jahrelang ein Side-Projekt, sozusagen das Haupt-Side-Projekt von San Wilson, einem der Gründer von Django, von dem Django-Projekt da, die Webgeschichte.

Jochen

Und der hatte halt auch irgendwie im Zeit lang beim Guardian gearbeitet und hatte da halt gesehen, dass es irgendwie deren Hauptdatensammlung von jemandem betreut wurde, der halt irgendwie Hunderte von CSV-Files und Dingen irgendwie auf seinem Desktop liegen hatte und halt wusste, was da drin stand.

Jochen

Und aber das ist natürlich nicht so eine gute Ausgangsbasis, um da irgendwie die Daten dann zu veröffnen.

Jochen

Also das könnte man gar nicht so richtig veröffentlichen, weil wenn man halt nicht weiß, was da überall drin steht, dann kann man mit dieser Datensammlung gar nicht so viel anfangen.

Jochen

Und hat er dann überlegt, was man tun kann, um das irgendwie, ja, um auf so einer Toolbasis irgendwie daran was.

Das ist aufzubereiten, ja.

Jochen

Ja, und das ist halt, das, was daraus entstanden ist, halt die Tassette.

Jochen

Und das ist halt, besteht aus mehreren Teilen.

Jochen

Ein Teil ist halt, man wirft irgendwie CSV-Dateien da rein oder sagt halt auch nur zu einem Verzeichnis, in dem viele CSV-Dateien drin liegen, so werdet mal zu einer SQLite-Datenbank.

Jochen

Und dann wird das mehr oder weniger automatisch transformiert.

Jochen

Und wenn es dann eine SQLite-Datenbank ist, dann kann man da halt beliebige SQL-Anfragen drauf stellen, weil man kann halt bei SQLite sagen, das ist auch eine schöne Geschichte, das ist in der Python-Standard-Bibliothek direkt mit drin.

Jochen

Das heißt, man muss da nichts installieren oder so.

Jochen

Sobald man einen Python-Interpreter hat, hat man das dabei und kann das Read-only sozusagen aufmachen.

Dominik

Und der gibt dann das Schema dann heraus, was er in den Daten gegeben hat.

Jochen

Ja, und also was Seta Setter macht, es macht halt automatisch eine API drumrum.

Jochen

So dass du halt auch direkt ein Web-API hast auf deine SQLite und sozusagen, du hast jetzt nicht irgendwie GraphQL, mit der du mit dem du als Abfragesprache, mit der du das abfragst, sondern du hast halt direkt SQL und kriegst dann halt JSON oder CSV zurück.

Jochen

Und ja, das ist eigentlich sehr, sehr schick.

Jochen

Aber ja, es ist natürlich, ja klar, also ich meine, ich habe das nicht so gut.

Dominik

Das heißt, man könnte jetzt diese ganzen Repos auf GitHub, wo die ganzen Datensätze als CSV drin sind, einfach in irgendeine Datasette kippen und hätte direkt als SQL die Abfrage.

Jochen

Ja, nicht nur das, sondern man hat sogar einmal ein Interface, wo man SQL hin tun oder reinposten kann sozusagen und dann kommt halt irgendwie eine HTML-Tabelle im Browser zurück oder halt eben CSV oder JSON, wenn man es als API verwenden möchte und man hat direkt eine API auf die Datenbank.

Jochen

Und es ist sogar so, dass man das nicht mal selber husten muss, sondern es gibt dann diverse Provider, die halt so Dinge anbieten, wie du kannst dann, das habe ich jetzt gar nicht nochmal genau nachgeguckt, aber es gibt, glaube ich, Glitch, mit Glitch geht das irgendwie oder es gibt halt auch mit, es gibt auch diverse, die einfach so Docker-Container anbieten, die man, wo man halt so ein freies Kontingent hat an Containern irgendwie und dann damit kann man das halt auch hochziehen.

Jochen

Und sodass man halt ohne irgendwie selber da irgendwie Hosting bezahlen zu müssen, die CSVs halt als SQLat-Datenbank mit API irgendwie ins Netz stellen kann.

Jochen

Und das ist auch mit diesen John Hopkins-Daten passiert.

Jochen

Und das fand ich auch schon sehr interessant, aber na gut, ich meine, das fixt natürlich die grundlegenden Datenprobleme darunter halt dann nicht.

Jochen

Aber ist auf jeden Fall eine ganz interessante Geschichte, wenn ich jetzt, wenn ich zum Beispiel irgendwie ein Notebook baut, was halt irgendwie diese Daten verwendet, dann kann man halt auch direkt, das könnte man direkt die Datasette, diese Covid-19 Data Set einfach verwenden und dann halt die ganzen Daten über eine API bekommen, ohne dass man da selber CSV auspasen muss oder so.

Cool.

Jochen

Ja.

Ja.

Jochen

Aber genau.

Dominik

Ja, also Feedback und Anregungen und Fragen und alle eure Sorgen an hallo atpython-podcast.de.

Dominik

Thomas, bist du nun da?

Ich bin auch da.

Jochen

Ja, ich weiß nicht.

Sind wir dann schon durch?

Jochen

Ich weiß nicht, haben wir noch irgendwas Interessantes, was wir irgendwie, haben wir noch irgendwelche Dinge, die ansonsten.

Dominik

Also News aus der Sene, die geilsten Konferenzen abgesagt und halt.

Jochen

Das ist die eine große Neuigkeit zum Penn.

Dominik

Ja, wenn ihr zum Python-Proof kommen wollt, der stattfindet, der ist jetzt auch virtuell.

Dominik

Könnt ihr auf dem Chaos drauf, irgendwie mal gucken, welche Räume es da gibt.

Dominik

Ja.

Ja, dann vielen Dank, dass du heute da warst und vielen Dinge erzählt hast.

Thomas

Ja, vielen Dank für die Einladung.

Thomas

Es war sehr cool mit euch zu sprechen.

Dominik

Wir freuen uns schon, wenn alle wieder gesund sind, dann müssen wir es hier mal live wieder vor Ort wiederholen.

Sehr gerne.

Dominik

Daniel ist ja gar nicht so weit.

Dominik

Ja, vielen Dank fürs Zuhören.

Dominik

Bleibt uns gewogen, haut wieder rein, bleibt gesund, vor allen Dingen in diesen unruhigen Zeiten und hören wir wieder rein.

Dominik

Wir hören uns.

Dominik

Bis zum nächsten Mal.

Dominik

Bis zum nächsten Mal.

Dominik

Tschüss.

Tschüss.

Tschüss.