Transcript: Data Science
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Hallo liebe Hörerinnen und Hörer, willkommen beim Python-Podcast, heute Episode 67, wir reden über Data Science.
Hallo Dominik und herzlich willkommen.
Hi Mira.
Mira, hallo.
Schön, dass du da bist.
Normalerweise fangen wir immer mit News an, da hat doch gesagt, haben wir heute gar nicht so viele und die letzten sind auch gar nicht so lange her.
Wir reden über Data Science.
Wir wollten glaube ich nochmal ganz von vorne anfangen, weil wir noch nicht so viele Data Science-Folgen hatten oder uns vorgenommen hatten, noch einige mehr davon aufzunehmen, als wir bis jetzt haben.
Und mit Python macht man ja recht viel Data Science.
Vielleicht erzählst du aber erstmal was über dich und stellst dich kurz vor und dann sprechen wir über das Thema.
Ja, gerne. Also praktischerweise bin ich Data Scientist.
Das heißt, wir haben heute bestimmt eine Menge zu besprechen.
Ich bin auch seit einem Jahr Geschäftsführerin zusammen mit einem Kollegen in unserer Beratung.
Ich habe dort angefangen direkt nach dem Studium, bin da seit einigen Jahren und inzwischen bin ich dann mit an die Spitze gerückt.
Ursprünglich habe ich aber Psychologie studiert und so richtig weg davon bin ich auch gar nicht.
Man muss auch sagen, dass man in der Psychologie schon auch Fehler haben, Analyse und Statistik macht.
Und da hat es mir noch nicht gereicht.
Deswegen habe ich dann noch einen Statistik-Master drangehängt und bin dann so in der Statistik-Beratung damals gelandet.
Da hieß es noch mehr Statistik.
Inzwischen würden wir natürlich sagen, wir machen Data Science oder aktuell sagt man wahrscheinlich am besten noch AI,
damit halt auch wirklich klar ist, was eigentlich gemeint ist.
so erinnert sich die Begriffe ein bisschen und ist natürlich
über die Zeit auch total viel dazugekommen,
Machine Learning, was ja
vor einigen Jahren eben noch nicht so
da war. Vor einigen Jahren haben wir noch
ganz viel mit R gemacht, am Anfang,
inzwischen ist eigentlich fast alles
in Python, bis auch so ein paar einzelne
Projekte, vor allem im Forschungsbereich,
da sind die Leute ein bisschen mehr mit R unterwegs.
Und ja, ich kann gerne
auch ganz kurz was über mein Unternehmen sagen,
wir sind eine Data Science Beratung,
haben also sehr viele wechselnde Projekte,
sind 17 Leute,
in Berlin. Das heißt,
zum Hörertreffen wird es dann wahrscheinlich auch
nichts für mich, weil es ein bisschen zu weit ist,
um mal kurz vorbeizukommen.
Und die Deutsche Bahn hatte ich letztes Wochenende wieder von Berlin hierher.
Das war wieder hervorragend.
Ja, sollte man sich einfach
ein paar gute Podcasts vorher mitnehmen.
Wir haben ja noch ein paar.
Vielleicht habt ihr noch nicht alle gehört.
Ja, da kann man
dann schon noch ein bisschen länger Bahn fahren.
Ja, und
aktuell bin ich
witzigerweise, also ich habe
erst viel Data Science gemacht, bin dann immer mehr
auch in die Projektleitung gegangen und da
passt es dann ja auch wieder mit der Psychologie
und jetzt bin ich aber witzigerweise
so ein bisschen back to the roots, bin im
Kundenprojekt drin, so Body Leasing mäßig
dort mit im Team und
bin dann klassisch als Data Scientist im Team
drin und das macht mir auch ganz großen Spaß.
Wir haben teilweise länger
laufende Projekte, aber auch manchmal Einzelprojekte,
die nur ein paar Monate sind und das ist natürlich auch total spannend,
weil man dann sehr viel Abwechslung
hat und in verschiedene Themen
reinkommt und
Und wir haben auch einen Podcast, das ist der Grund, warum ich jetzt hier sitze und ihr mich kennt.
Ein Unternehmenspodcast, in dem ich manchmal, aber auch noch immer zuhören bin,
wo wir ganz viele Themen rund um Data Science besprechen, den Data Science Deep Dive.
Genau, das war sehr spannend.
Ja, habe ich auch schon reingehört, fand ich sehr gut.
Ja, gut.
Also, was ist denn eigentlich Data Science?
Ja, also ganz geschwollen ausgedrückt, wir wollen Erkenntnisse aus Daten gewinnen.
Das ist jetzt auch irgendwie ziemlich allgemein, aber es geht darum, dass man Dinge versteht,
dass man auch Dinge vorher sagt und dass man teilweise sogar Entscheidungen dann trifft,
entweder noch manuell oder sogar automatisiert auf Basis von Daten.
Oder anders gesagt, man will halt aus großen und oft komplexen Datensätzen Muster erkennen,
die man jetzt mit bloßem Auge überhaupt nicht erkennen könnte, nur erkennt, wenn man eine Analyse macht.
Also tatsächlich Statistik im weiteren Sinne, wie man das halt dann in der Psychologie oder in der Geometrie oder so.
Auf jeden Fall, ja, ein Teil ist ja auch so, manche sagen, Statistik oder Machine Learning, das überschneidet sich aber an ganz vielen Stellen.
Ja, klar.
Man sagt ja auch oft, man braucht so drei Bereiche. Das eine ist die fachliche Expertise.
Also ich kenne mich zum Beispiel aus mit, ja, einfach mit dem Bereich, in dem ich gerade was mache, zum Beispiel Umweltdaten oder Verkaufsdaten, Online-Shopping, was auch immer.
Das zweite sind methodische Kenntnisse. Da sind wir halt bei dem Thema Statistik, Machine Learning, haben Leute natürlich auch unterschiedliche Schwerpunkte.
Also manche sind mehr mit Bilddaten unterwegs, mit Text, mit tabularen Daten.
Da bin ich vor allem unterwegs.
Und das Dritte ist, dass man natürlich auch Coding-Kenntnisse braucht.
Also das, was aus der Informatik kommt, damit man seine Analysen irgendwie programmieren kann.
Es ist natürlich irgendwie auch fast zu viel verlangt, das alles gleichzeitig zu können.
Also, dass ich super gut coden kann, dass ich auch noch super gut in Statistiken und Maschinen bin
und dann gleichzeitig noch in dem Fachbereich so lange unterwegs bin, dass ich mich da wahnsinnig gut auskenne.
Ist ja doch ziemlich viel, das schafft man vielleicht nach ein paar Jahren, aber deswegen sind wir auch meistens in Teams unterwegs oder wir als Beratung.
Wir sind natürlich daran gewöhnt, dass wir uns schnell in neue Themen reinfinden, trotzdem brauchen wir in einem neuen Projekt natürlich ganz viel Kommunikation mit unseren KundInnen, die uns auch ihre Fachexpertise dann mitgeben, wenn wir dann vor allem die methodischen Kenntnisse und das Coding mitbringen.
Das finde ich auch immer am schwierigsten mit Kunden, also die Domain-Knowledge dann zu haben oder jemanden zu haben, mit dem man darüber reden kann.
Gemeinsame Sprache zu finden.
Genau, auf dem Level, dass man halt versteht, was man gegenseitig voneinander will oder was man bereitstellen kann oder wie lange das dauert und Sachen, die man auf der einen Seite für einfach hält, sind auf der anderen Seite vielleicht ein bisschen schwieriger.
Aber ihr seid dann auch meistens tatsächlich, du hast es eben schon angesprochen, Body Leasing, also quasi in den Teams selber unterwegs.
Unterschiedlich.
Achso, oder ihr setzt auch Projekte komplett um für Kunden als Team sozusagen und gebt dann ein Produkt an den Kunden oder so.
Ja, sehr, sehr unterschiedlich.
Also wir sind für einen langjährigen Kunden sind wir eigentlich fast so wie eine zweite Data Science Abteilung.
Wir haben auch selbst eine Data Science Abteilung, aber die Aufgaben sind dann so verteilt.
Und da machen wir auch den kompletten Betrieb und die Wartung mit.
Also wir machen nicht nur die reine Data Science, sondern auch alles, was im DevOps-Bereich anfällt. Ich bin aber mehr im Data Science-Bereich unterwegs. Und wir haben eben ja auch zunehmend das Thema Body Leasing. Das war früher irgendwie kaum, weil früher hatten viele Unternehmen auch selbst keine Data Science-Abteilung.
Und da gab es eine Zeit, da waren die halt alle irgendwie ganz verzweifelt und waren dann total froh, dass es jemand für sie macht. Und inzwischen ist es eher so, dass die Unternehmen, die groß sind und die überhaupt von der Kultur her in Richtung datenbasiertes Unternehmen gehen, die haben jetzt eine Data Science Abteilung, aber die haben dann halt hier und da mal Lücken und finden niemanden und nehmen uns dann dann dazu.
Wenn du jetzt Methoden angesprochen hast, was würdest du denn sagen, wie ist das denn in der Praxis? Habt ihr da viel mit sophisticated Methoden noch zu tun, die ihr jetzt aus der Uni oder so noch kennt? Oder ist das meistens dann schon einfaches Zeugs, weil einfach die Datenprobleme andere sind, als jetzt gute Methoden auszusuchen?
Es ist tatsächlich oft ziemlich anspruchsvoll. Ich glaube, das sind aber auch so die Projekte, die wir uns rauspicken oder für die wir dann auch weiter empfohlen werden. Wir haben zum Beispiel was im Sportwettenbereich und da kann man sich ja vorstellen, wenn man mal überlegt, wie sag ich eigentlich vorher, wie viele Tore von diesen beiden Mannschaften in diesem Spiel fallen und wie viel in der ersten und zweiten Halbzeit und so.
Es wird schon ganz schön kompliziert und da haben dann die Leute mit Statistical Code auch ganz schön Spaß.
Manchmal sind die Sachen halt noch ein bisschen simpler, aber oft wird es dann doch irgendwie schon ein bisschen komplexer.
Wir sind aber auch tatsächlich darauf spezialisiert.
Also es gibt ja auch ganz viele Sachen, wo vielleicht auch erstmal eine gute Visualisierung ausreicht.
Visualisierung machen wir natürlich auch mit, aber ein Projekt, wo es nur um Dashboard mit Visualisierung geht, landet seltener bei uns.
Ja, wie kommt man denn eigentlich zur Data Science? Du hast gesagt, du hast Psychologie studiert und dann fandst du Statistik spannend. Ich habe vorher auch Wirtschaftslehre studiert und da fand ich auch Statistik eigentlich spannend. Es hat bei mir noch ein bisschen Umweg gebraucht, aber ich glaube auch da hätte man direkt den Weg Richtung Data Science finden können.
Ja, auf jeden Fall. Also das ist auch so ein typischer Hintergrund. Ich habe ja in dem Statistikmaß, da waren viele, die vorher Mathe gemacht haben, aber auch viele mit ganz anderen Hintergründen, viel Wirtschaftswissenschaften. Ich habe auch KollegInnen mit Soziologie-Hintergrund oder Physik. Ich glaube, das ist sogar so ein bisschen ein Klassiker, dass die Physiker sich irgendwie dann in die Statistik- und Machine Learning-Welt verirren.
Und wir haben noch gar nicht so lang, haben wir auch jemanden mit Informatik-Hintergrund. Das klingt irgendwie witzig, aber tatsächlich habe ich vorher nur Leute, also der ist jetzt schon, ich glaube schon drei Jahre bei uns, aber ja, vorher hatten wir nur Leute mit einem anderen Hintergrund.
Und ich glaube, es ist aber ein bisschen schwieriger geworden, quer einzusteigen, weil es inzwischen ja sehr viele tatsächlich Data Science Studiengänge gibt oder Informatik mit ganz starkem Machine Learning Schwerpunkt.
Und wenn man dann sagt, ja, ich habe BWL studiert und ich finde Statistik gut und habe ein paar Kurse gemacht, dann konkurriert man halt inzwischen mit Leuten, die da leider dann schon viel, viel mehr mitbringen.
Also ich glaube, das ist schon schwieriger geworden.
Ja, aber der BWL ist ja auch nicht VWL zum Beispiel.
Ja, ich weiß. Aber es ist ja auch ein Fach, wo man ja doch, je nachdem, wie man sich da orientiert, viel Statistik machen kann.
Ja, also Ökonometrie kann man schon tief reingehen, glaube ich da. Es ist halt die Frage, wie gut man dann in das Programmieren reinkommt und in das, was man da an Methoden noch so mitbringt.
Ja, aber das ist auf jeden Fall eine interessante Geschichte. Das habe ich auf jeden Fall, auf jeden Fall in den Data Science Projekten, in denen ich so unterwegs war, halt auch irgendwie immer wieder gesehen, dass halt oft die Leute, also ich weiß nicht, wie das bei euch ist, ob ihr, weil normalerweise Softwareentwicklungsgeschichten, die ich so mache,
Da habe ich dann halt eben mit Abteilungen
zu tun, die halt irgendwie Softwareentwicklung machen
oder so, aber bei den Data Science-Geschichten
ist es immer sowas wie Business Intelligence
oder so. Und das sind andere Leute,
das sind ein bisschen so, die sind so ähnlich,
also das sind oft irgendwie Leute, die was Naturwissenschaftliches
studiert haben oder so, dann da promoviert haben.
Genau, ganz oft
aus der Ecke eher.
Und die eher so, ja,
Analysten
Dinge tun, oft viel
SQL schreiben und so.
Und das ist irgendwie ein bisschen anders
als bei den Softwareentwicklern.
Und die haben auch meistens oft so ein bisschen so,
ja, Produkte entwickeln oder so,
ist jetzt eigentlich nicht so unser Ding.
Genau, und das ist irgendwie eine etwas andere Welt.
Also da gibt es oft eine Trennung
zwischen Softwareentwicklung und eben in diesem ganzen...
Und da wolltest du ja auch noch mal was zu sagen,
wie du das so findest,
mit so Softwareentwicklern zusammenzuarbeiten.
Aber vielleicht noch erst dazu,
ich glaube, wir sind da irgendwie so dazwischen,
weil wir eben ja schon Datenprodukte bauen wollen.
Also es gibt auch mal ein POC oder irgendwie so eine einzelne Analyse,
wo wir dann sagen, so und das sind die Ergebnisse
und hier sind die Zusammenhänge, aber normalerweise
sind das dann schon, also
schreiben wir auch Software,
aber wir schreiben Software, die was mit Daten macht.
Also dann
sind zwei Sachen zusammen
und BI-Abteilungen
sind, glaube ich, auch noch mal mehr,
ja, die sind halt besonders gut darin,
dann auch ganz viel visuell
zu analysieren und fokussieren
sich sehr stark darauf.
Und ich glaube, die sind auch noch mal so ein bisschen,
vielleicht noch ein bisschen weniger nerdig,
hätte ich jetzt so gedacht.
so Mitte.
Das klingt, als wäre es kein Kompliment.
Ich weiß nicht, ich dachte eben, ne.
Das ist das, ohne Wertung zu sagen.
Oh, ja.
Ja, aber, was du eben
gefragt hattest, so,
das ist auch jetzt ganz spannend, ich bin jetzt im
Team, wo eigentlich relativ klar
zugeordnet ist, wer ist Data Scientist und wer
ist Software Engineer
und natürlich arbeiten wir alle an dem
Code, aber
es gibt
irgendwie so ein paar Klischees oder so Dinge,
die man vielleicht beobachtet, wenn
jemand, der vor allem einen
Softwareentwicklungshintergrund hat, jetzt zum ersten
Mal versucht, Daten zu analysieren
und Data Science zu machen.
Wir haben auch mal ein Projekt übernommen, wo
wir entsprechenden Code
dann, tatsächlich sollte man ja refactoren
und wir haben auch viel refactored, aber da haben wir
einen Teil wirklich neu geschrieben.
Und
das, also
am Coding-Stil hat man schon gesehen, dass der einfach
gar nicht wusste, dass man mit Datensätzen
Sachen machen kann. Der hat halt immer ganz
viel gedubt über Zeilen und Spalten
und so, weil er halt einfach diese ganzen
Sachen nicht kannte, die man mit Datensätzen
machen kann, vor allem mit Pandas.
Und was sonst auch, wenn man zusammenarbeitet
halt oft passiert, ist,
dass jemand, der nicht viel mit Daten gearbeitet
hat, die Ergebnisse halt so nimmt, wie sie
sind und da irgendwie ganz unkritisch ist
und gar nicht sieht, wenn
irgendwelche Zahlen ganz komisch aussehen.
Und manchmal ist ja vielleicht
der Code gar nicht falsch, aber
irgendwo ein Denkfehler drin, also der Code
macht, was er soll, nur das, was er soll, ist halt vielleicht
gar nicht so korrekt oder man hat
ein Missverständnis zu den Daten, man hat
irgendeine Annahme, aber in Wirklichkeit
ist es ein bisschen anders
und das ist was, was
dann, glaube ich, schwer fällt, also ich glaube,
das fällt einem als Data Scientist auch schon
manchmal schwer, so richtig dieses
Business Understanding aufzubauen,
aber ja, also
wenn man so reine Softwareentwicklung macht, ist es, glaube ich,
nochmal schwieriger, in den Daten drin zu sein
und die zu interpretieren und zu sagen, Moment mal,
also die Kurve sieht auch echt komisch aus.
Aber also eigentlich mag ich es
total gerne, wenn das Team gemischt ist,
weil
auch nicht alle Data Scientists so richtig
auf guten Code achten. Also es ist
uns sehr wichtig und wenn jemand
halt noch nicht so gut programmieren kann
und aus dem Stream kommt und bald einsteigt, dann ist
das das, was die Person dann lernt, so wie ich damals.
Aber ich glaube, das ist auch nicht überall so
verbreitet, weil manche haben dann eher einen Schwerpunkt auf
so Datenanalysen, sind viel Notebooks unterwegs
und wenn sie dann fertig sind, dann wird das Notebook
in irgendeinen Job eingebunden und das ist
dann die Automatisierung und das
kann manchmal funktionieren, aber oft ist
es auch ziemlich wackelig.
Ja,
interessant. Also da ist auf jeden Fall
oft so ein bisschen
ein Graben zwischen den
Welten. Also wenn ich
das immer sehe, was so Data Scientists schreiben,
dann stag ich immer die Hände über dem Kopf.
Es gibt natürlich Unterschiede,
aber das ist immer so im Vergleich eher
anders
als ich das machen würde wahrscheinlich.
Also man schreibt als Data Science oft so die ganzen Prozesse
untereinander und muss erst mal lernen,
die Methoden zu definieren und so, ja.
Und warum soll man denn, also wenn man
das nur einmal macht, warum soll man denn eine Funktion schreiben?
Und man kann es ja Zeit für Zeit ausführen
und die Funktion braucht man ja nur, wenn man
zweimal dasselbe macht.
So ist dann, glaube ich, manchmal die Denkweise, wenn man
eben mehr aus der Analyse kommt
und da so quer einsteigt.
Ich finde das immer einfach, wenn Leute schon promoviert
haben und das ist, die haben
total krasse Sachen gemacht, aber können dann halt
auch keinen guten Code schreiben, weil es für die
Doktorarbeit eben ganz andere Anforderungen hat.
Ja, da ist auch oft, also
gerade Physiker, die sind
da ja oft eher so verdorben, die haben dann irgendwie
Vortragen geschrieben oder sowas.
Oder C++, ist auch nicht
viel besser. Und dann, ja genau,
bringen sie da so schlechte Gewohnheiten mit.
Das ist natürlich ja oft
irgendwie so ein bisschen, ja, aber
ja, ja. Aber das ist auch so ein bisschen, man lernt
das ja auch nirgendwo, außer wenn man jetzt irgendwie
quasi bei einer Firma anfängt, die das halt
auch irgendwie täglich macht oder so. Bei den meisten
Firmen gibt es ja da gar keine Kultur und
ja, also es ist irgendwie
ja, es ist irgendwie, also dieses
Handwerkszeug ist ein Problem oft, das denke
ich auch. Was nervt dich denn an Leuten, die
Softwareentwicklung gemacht haben und jetzt Data Scientist
sind? Ja, das ist auch interessant.
Also ja, also die Sachen, die ich gerade
genannt habe, also es ist oft so,
die Ergebnisse so unkritisch beurteilt werden,
dass man eigentlich nur guckt, ob der Code richtig
läuft und das
macht, was man implementieren wollte.
Und dass eben, ja, man dann nicht unbedingt erkennt, dass die Ergebnisse eigentlich unplausibel sind, zum Beispiel, dass das Modell viel zu gut ist und da muss irgendwo was falsch sein.
Die Kirchturmspitze ist 245 Meter im Minus.
Bitte?
Du könntest erst mal die Kirchturmspitze ausrechnen, dass die Höhe dann 245 im Minus ist. Und wenn man das dann einfach so übernimmt und daran glaubt.
Ja, genau. Das ist natürlich ein gutes Beispiel. Und manchmal habe ich auch den Eindruck, dass dann wiederum, wenn man sehr stolz auf seine Software-Entwicklungskills ist, dass dann auch unnötig komplizierte Patterns auf irgendwelche Sachen geworfen werden und das dann auch wieder so pragmatisch ist und sehr schwer wartbar.
Ja klar, weil die Leute, die das dann letztlich irgendwie ja benutzen müssen, müssen das ja auch lesen und verstehen können und so. Und wenn man dann irgendwas in einem Elfenbeinturm baut, dann war das vielleicht auch einfach am Ziel vorbei.
Wenn man auch neue Pattern gelernt hat, muss man die auch erstmal überall anwenden, ja.
Ja klar, das sollte ich auch machen.
Ja, aber grundsätzlich macht mir das eigentlich total Spaß, mit Mitarbeiterentwicklern zusammenzuarbeiten.
Du hast gesagt, er visualisiert Sachen zwar nicht so oft, nicht so gerne, aber er macht das. Wie denn? Also ich kenne irgendwie so eine coole Seite, die wollte ich irgendwie nochmal senden, das ist irgendwie datatowiss.com oder sowas. Die benutze ich immer, wenn ich nicht weiß.
Das sagen sie so gerne.
Aber man macht es sich die ganze Zeit.
Aber es ist an verschiedenen Stellen eigentlich total wichtig.
Also zuerst mal, wenn man die Daten reinbekommt,
dann sind wir jetzt eigentlich schon so mitten im typischen Ablauf.
Aber ich kann da, da wollen wir zwar noch drüber sprechen,
aber ich kann da gerne mal vorgreifen.
Also wenn die Daten reinkommen und man gucken will,
ob die sinnvoll sind, wenn man die Daten kennenlernen will,
Zusammenhänge prüfen und so,
dann ist natürlich Visualisierung einfach das Allerbeste.
Klar ist auch ganz nett, so Mittelwerte und Ausgleichsabmessungen
Minimum zu sich anzugucken.
Zum Beispiel, ob der kleinste Kirchturm auch wirklich
größer als 0 Meter ist. Aber es macht natürlich
auch total Sinn, sich da die Verteilung mal zu
plotten und Zusammenhänge. Und das sind auch die Sachen,
die wir dann oft mit unseren Kunden wiederum anschauen
und sagen, guck mal hier, die Verteilung, macht die Sinn?
Und merken dann vielleicht, dass
da irgendwas in den Daten unsauber ist, was
halt oft vorkommt, womit man dann aber
irgendwie umgehen muss. Und
natürlich auch dann später, wenn wir
zum Beispiel ein Modell gebaut haben und
die Ergebnisse untersuchen wollen, wie
sind unsere Prognosen verteilt, welche
Zusammenhänge hat das Modell gefunden, auch da
ist dann natürlich die Visualisierung total
wichtig und sinnvoll
oder das einfach,
man kann es einfach viel, viel, viel schneller erfassen,
als wenn man das irgendwie alles versucht
in Tabellen zu vermitteln.
Wie visualisiert ihr denn am liebsten?
Ja,
es ist irgendwie ganz witzig,
weil ich in
Python noch nie so richtig,
ja gut, so ein bisschen habe ich auch in Python,
wir haben früher sehr viel
als doch, da waren auch weniger
mit Dashboards und so weiter, da war es auch noch so, dass wir
so einen Datendump bekommen haben und haben damit dann was
gemacht und da waren wir noch in R unterwegs und haben
für ggplot2 benutzt
und
inzwischen sind wir dann meistens
in einem Dashboard-System
unterwegs, das halt beim Kunden
einfach genutzt wird, sodass wir dann
in dem Tool, was der
benutzt, das implementieren,
weil das jetzt in AWS oder Azure oder was
auch immer nutzen und wir machen dann da
das, was da in dem System gewünscht ist.
Wir haben auch
ein paar Dashboards mal gebaut in
ähm, wie heißt das denn jetzt noch?
Ich hab den Namen lange vergessen.
Not Lead Dash oder Detail.
ReDash, genau. ReDash ist ein Open Source
Tool. Das
benutzen wir dann auch ganz gerne. Da kann man
dann auch gerade praktischerweise noch Alarme dazu
definieren, um seine Daten zu überwachen.
Das nutzen wir auch sehr gerne.
Okay.
Und wie läuft denn so ein
Prozess bei euch ab? Ihr habt jetzt irgendwie
Daten, ich glaube, du wolltest auch nochmal drauf eingehen.
Ja, gerne. Und so einen Auftrag und dann?
Also klar, manchmal
steigen wir auch mittendrin ein, aber ich fange jetzt
trotzdem mal vorne an, oft sind wir auch vorne
dabei. Das ist jetzt vor allem aus meiner
Sicht als Beraterin, das fühlt sich natürlich ein bisschen
anders an, wenn man im Unternehmen als Data Science
die ganze Zeit ist, aber für mich als
Beraterin sind das so
ja eigentlich so sieben Schritte. Erstmal
das Problemverständnis, dann die
Daten einzusammeln
und zu verstehen, dann Datenaufbereitung,
dann kommt die Modellierung. Man merkt schon, es ist nur
ein Schritt, diese Modellierung. Oft denkt man, das ist zu viel,
aber es ist nur ein kleiner Schritt.
Dann die Evaluation des Modells
und dann gehört eigentlich dazu
ja auch noch eine Automatisierung und
Monitoring und Wartung, wobei die letzten
zwei Schritte natürlich vom Aufwand her nochmal
einen sehr, sehr großen Teil einnehmen.
Das ist auch jetzt angelehnt
an den CRISP-DM, wenn man das
was sagt. Das ist der Cross-Industry
Standard Process for Data Mining.
Data Mining klingt so ein bisschen angestaubt.
Aber man könnte es halt einfach Datenprojekte nennen.
Und ja, am Anfang ist es bei uns dann tatsächlich auch so, dass KundInnen zu uns kommen und schon was haben, was sie brauchen.
Das geht dann auch in die richtige Richtung.
Manchmal macht es aber trotzdem Sinn, sich das nochmal genauer anzuschauen und zu verstehen, warum sie das brauchen und was sie wirklich brauchen.
Und vielleicht ist es dann doch so ein bisschen anders.
Und ich meine, zu diesem Thema kann man ganze Workshops,
mehrtägige Workshops machen.
Es gibt ganze Unternehmen, die nichts anderes machen,
als Use Cases zu identifizieren und zu prüfen.
Das können wir auch ein Stück weit mitmachen,
aber das ist nicht unser Schwerpunkt.
Also ist es meistens dann schon eher so,
dass da schon Ideen da sind.
Wir aber das auch alles nochmal so ein bisschen challengen
und einen Kick-Off haben, wo wir mit dem Kunden sprechen,
um das Geschäftsmodell zu verstehen,
um genau zu verstehen, wer das eigentlich nutzen wird, was die genau machen wollen.
Es ist natürlich total wichtig, dass wir eben prüfen, was brauchen die wirklich genau
und brauchen die zum Beispiel vielleicht was in Echtzeit, dann ist es natürlich ganz anders,
als wenn das ausreicht, dass man jeden Morgen einmal aktuelle Werte berechnet.
Und wer sitzt da und wo benutzen die das genau?
Ist das irgendwo an einem Counter oder ist es am Telefon oder ist es irgendwo, wo es kein gutes Internet gibt und so.
Und all das muss man natürlich wissen, um auch rauszufinden, was die brauchen.
Und dann ist der nächste Schritt, sich zu überlegen, wie können wir das machen
und haben wir eigentlich auch die passenden Daten?
Und dann haben wir vielleicht die notwendigen Daten
und ein paar andere Sachen sind vielleicht nicht ganz so notwendig,
man kann trotzdem anfangen.
Ja, das ist der erste Schritt und den sollte man sich unterschätzen.
Besorgt ihr die dann auch?
Also baut ihr irgendwo neue Sensoren ein oder sowas
und kümmert euch darum, dass sie in irgendwelchen Datenbanken landen,
die ihr dann zur Auswertung mit benutzt?
Oder geht ihr davon aus, dass das Business alles mit besorgt?
Es ist normalerweise so, dass die Daten schon da sind.
Und dadurch, dass wir ja auch eher komplexe Fragestellungen beantworten,
sind das in der Regel halt auch Kunden,
die schon mit den Daten irgendwas gemacht haben.
Natürlich kennen die nicht jede Datenquelle von vorn bis hinten auswendig
und man findet immer noch Überraschungen.
Aber das ist dann normalerweise nicht so, dass sie sagen,
wir wollen hier dieses super komplexe Modell,
aber wir haben noch gar keine Daten, wir müssen die erstmal sammeln.
Normalerweise sind die da schon relativ weit oben
auf der datenreifen Skala.
Und selbst wenn nicht, sind die Daten meistens schon da,
weil ganz viele Daten ja einfach automatisch mitgesammelt werden.
Zum Beispiel im Online-Shop hat man natürlich jede Menge Daten
über vergangene Bestellungen und so weiter.
Also die Daten sind eigentlich immer schon da.
Die Frage ist nur, sind die Daten da, die man braucht?
Und wenn sie nicht da sind,
dann ist das erstmal noch ein weiter Weg normalerweise.
Vielleicht ist mal ein richtiges Data Warehouse da
oder man kann die nochmal zusammenführen.
dann ist es noch ein weiterer Bit, bis wir da tatsächlich loslegen können.
Wie würdest du denn so ein neues Unternehmen strukturieren,
wenn du darauf achten würdest, dass du ordentliche Daten irgendwann brauchst?
Würdest du direkt hingehen und das alles vom Scratch implementieren,
mit dem, was du am besten hältst,
oder würdest du das erstmal egal, das wachsen lassen und dann irgendwie zusammenflanschen?
Also ich glaube, das kommt darauf an, wie sehr das Geschäftsmodell von Daten abhängt.
Also wenn das ein Unternehmen ist, das irgendwelche Gegenstände produziert,
dann denke ich, ist es nicht ganz so wichtig, dass man ganz viele Daten sammelt.
Da kann man sich erst mal darauf konzentrieren und dann nach und nach einsteigen.
Aber es gibt ja auch Geschäftsmodelle, die eigentlich nur so gut funktionieren,
weil mit Daten gearbeitet wird und dann muss es wahrscheinlich von Anfang an auch berücksichtigt werden.
Ich habe ja noch nie ein Unternehmen gegründet.
Ich bin ja geschickt erst eingestiegen, als das Unternehmen schon da war.
Aber ich vermute, wenn man sowas wie Amazon oder so,
Da wurde ja von Anfang an wahrscheinlich mitgedacht,
was man da mit Daten machen kann.
Oder zumindest relativ früh dann.
Und was für Technologien benutzt ihr so?
Mit Python für diese einzelnen Schritte?
Ja, also wir sind natürlich ganz viel mit Pandas unterwegs.
Von der Datenaufbereitung über die Modellierung.
Da kommt dann auch sowas wie Scikit-Learn dazu
oder TensorFlow, Keras, PyTrips.
Eigentlich so die Klassiker.
Pandas ist ein interessantes Thema,
weil Pandas, also wer schon mal mit Pandas
und größeren Daten gearbeitet hat,
denkt sich jetzt, um Himmels Willen,
ich will es nicht mehr hören,
weil Pandas halt sehr, sehr viel Arbeitsspeicher braucht,
wenn die Datensätze größer sind.
Es ist aber natürlich zu Prototypen
oder generell für kleine Datensätze total super,
weil es ganz, ganz viel kann
und weil man auch ganz viel im Netz findet.
Also genau, wenn die Daten aber größer werden,
dann hat man natürlich das Arbeitsspeicherproblem
und dann ist der Klassiker natürlich,
auf Spark, PySpark umzusteigen,
Was auch jetzt in letzter Zeit ganz, das ist natürlich toll, weil es ganz verteilt ist.
Wobei es nicht unbedingt schnell ist, aber es kann halt eben mit großen Datensätzen umgehen.
Und man hat erstmal dieses Arbeitsspeicherproblem gelöst, was man eben mit Pandas irgendwann eigentlich gar nicht mehr lösen kann.
Und dann gibt es jetzt natürlich noch seit...
Aber ich meine, eine Erfahrung, die ich oft mache, ist, dass man die, bei vielen so kategorialen Variablen oder so,
die kann man dann halt auf irgendwie ein kleineres,
äh, einen kleineren Datentyp irgendwie
runter, äh, komprimieren oder
halt oft hat man dann halt
halt irgendwie für viele, oder wenn man jetzt nur
Flex hat, irgendwie ja oder nein
oder so, wenn man da nur ein Bit nimmt, ist halt
sehr viel weniger, als wenn man da irgendwie ein volles
Integer oder so für nimmt.
Oft hilft das
dann schon, aber ja, stimmt.
Aber manchmal, wenn man die Daten einliest, dann
je nachdem kann man das, glaube ich, gar nicht unbedingt
spezifizieren am Anfang und dann sind die
einfach groß.
Oder auch selbst wenn, also ich meine,
so mehrere Jahre stündliche Verkaufsdaten
von ganz vielen Artikeln aus ganz vielen Filialen
aus mehreren Ländern.
Dann wird es irgendwie schwierig
und dann ist das Verteidige schon gut.
Und dann gibt es halt noch Polars,
womit man dann auch oft schneller ist
und halt auch weniger Arbeitsspeicher braucht.
Also wenn du das nicht kennst,
Polars ist ein Rust-nachgeschrieben-Tag-gleichen-API,
so ein bisschen wie Pandas.
Ja, es hat eine sehr viel saubere, also kleinere,
es hat weniger Funktionen,
aber es ist halt auch ein bisschen konsistenter,
weil Pandas ist halt auch irgendwie sehr stark
so historisch gewachsen
und man wusste noch nicht genau, wo man hin will und dann
teilweise inkonsistent und ja.
Ja, Pandas
ist halt, ja. Wie das halt so ist.
Genau, wie das halt so ist.
Ich habe noch gar nicht so viel mit Polars gearbeitet.
Ich weiß gar nicht, ob die eigentlich schon
das Ziel haben, da die meisten Funktionen
aus Pandas auch zu implementieren
oder ob die vielleicht sogar sagen, es soll schlanker bleiben.
Genau, ich meine,
absichtlich wollen sie nicht komplett
irgendwie alles machen, was Pandas
halt kann, sondern ja
quasi bei den Basisgeschichten so
schnell sein, dass man halt daraus alles
bauen kann, aber dann halt nicht so
eine Spezialsyntax dafür hat.
Benutzt ihr auch dann zwischendurch noch
Pure NumPy oder?
Ja, immer mal so für kleine Sachen,
wo es gerade Sinn macht.
Oft ist man
mit Datensätzen unterwegs und dann
passiert es halt meistens ein paar anders.
Vielleicht hast du
eben gesagt, man muss erst mal wissen, was ein Datensatz
ist, bevor man jetzt drüber redet. Du meinst jetzt irgendwie,
Du hast eine Maske auf, mit der du guckst oder was ist ein Datensatz in Pandas?
Ist das jetzt eine Wissensfrage?
Ja doch, du müsst ja vielleicht schon erklären, wie das funktioniert.
Ja, um die Daten anzugucken, würde ich, na gut, es ist irgendwie schön, wenn man einmal so ein bisschen den Head anzeigt, also die ersten paar Zeilen und sieht, was da eigentlich so grundsätzlich, was das für Spalten sind, welche Namen die haben und welche Zahlen da so ungefähr drinstehen.
Und dann würde ich aber relativ schnell in eine deskriptive Analyse gehen und mir beispielsweise von jeder Spalte dann Summary Statistics, also Minimum, Maximum, Mittelwert, Median, vielleicht Quantile anschauen oder eben auch Verteilungen plotten, sodass man das sieht oder Kategorien anzeigen, je nachdem, was das so ist.
Sonst, ja, die ganze Tabelle, also man hat natürlich eine Tabelle als Pandas DataFrame, die könnte man theoretisch ja auch irgendwie als CSV speichern oder als Excel und da angucken. Das ist auch ganz praktisch, um sich die mal anzugucken, wenn die Daten klein genug sind.
Manchmal ist es sogar wirklich ganz nett, um mal einfache Analysen zu machen, zum Ausprobieren, um gespürt zu bekommen. Aber es ist dann eher so ein manueller Schritt und um wirklich Insights zu haben und die Daten zu verstehen, muss man dann, wenn der Datensatz groß genug ist, natürlich in die Summary-Statistics gehen.
Und es ist auch oft, also selbst wenn man jetzt nach dieser ersten Datenanalyse aufhören würde, ist es oft an sich schon ganz interessant und oft haben unsere KundInnen ja genau diese Analyse auch noch nicht gemacht und lernen dabei auch noch was Neues.
Einmal hatten wir aber sogar auch den Fall, dass wir, ja, dass sie dann gemerkt haben, dass da irgendwo ein Fehler im Data Warehouse ist und da war irgendwie so ein riesiger Strukturbruch, der da eigentlich gar nicht sein sollte und dann haben sie sich erstmal nochmal ein paar Monate zurückgezogen und haben das alles repariert und danach konnten wir das Projekt dann tatsächlich machen, aber das wussten sie vorher nicht und haben es dann gesehen durch unsere Datenvalidierung, dass da irgendwo ein Problem ist beim Zusammenführen.
Ja, spannend. Also manchmal sagen sie mir das. Ich habe einmal den Fall gehabt, dann waren die ganze Zeit irgendwelche so Irregularitäten irgendwie in so einem Datenflur, die da gar nicht hingehörten. Man hat irgendwie was bewundert, was ist denn das? Und irgendwann ist jemand auf die Decke gekommen, ist dann zum Förderbank gegangen, hat in die Decke geguckt und da war oben ein Fenster auf. Und dann war dann die Temperatur immer anders, weil dann das Fenster aufgelassen worden ist und so. Das war spannend, ja.
Gut ist natürlich auch, wenn man dann sieht, ah ja, hier gehen die Sales hoch, da war unsere riesige Werbekampagne und das macht alles Sinn und das ist natürlich auch schön, wenn es einfach funktioniert und man das in den Daten sieht.
Ja, auf jeden Fall.
Was mich noch interessieren würde,
wenn ihr tatsächlich so
Produkte baut
mit Modellen drin
und so und die vielleicht
Echtzeit irgendwas, wie begleitet ihr eigentlich
eure Modelle dann
oder habt ihr da Präferenzen oder
weil das ist immer so ein bisschen,
das machen Leute unterschiedlich und
ich weiß nicht, ob es da jetzt irgendwie so
ein Standardding gibt, was man machen kann, aber
ja, das ist auf jeden Fall immer irgendwie
nicht so ganz einfach gewesen.
Also grundsätzlich gilt da natürlich, wir machen das, was die Kunden wollen.
Ja, klar.
Aber tatsächlich, wir sind ja dann oft in der Infrastruktur von den Kunden unterwegs,
aber nicht immer, weil manche, zum Beispiel hatten wir ein Projekt,
da darf ich zum Glück auch drüber reden, darf man ja nicht bei jedem Kunden,
das war für die Berliner Senatsverwaltung, eine Luftschadstoffprognose,
also die läuft auch noch, aber das machen wir jetzt nur noch Wartung,
das ist soweit beschlossen.
Und die haben keine Vorgaben gemacht zur Infrastruktur,
die haben halt kein ABS oder Azure und da konnten wir es halt so machen,
wie wir wollten und ich gucke mir gerade
nebenbei in unseren Blogartikel
rein dazu, weil
da kann ich mich alles nochmal
wieder nachgucken, wie wir es gemacht haben.
Da haben wir,
konnten wir ganz
frei entscheiden, was wir haben wollen
und haben dann
mit Kubernetes
gearbeitet, das ist auch alles
schön selbst aufgesetzt und da laufen
dann automatisierte Jobs drin
und wir haben,
na gut, das ist jetzt weniger mit
Deployment zu tun haben. Wir haben da dann
eine Clickhouse-Datenbank, die ist ganz cool für
große Datenmengen und
haben dann
Docker-Container, in denen unsere Prozesse
dann laufen. Da haben wir auch
Releash benutzt, wie ich erwähnt habe. Das benutzen wir
dann auch für die Alerts, um zu gucken, sind
alle Input-Daten da, sind alle Prognosen
so erstellt worden, wie wir wollen, sind so viele
Prognosen in der Tabelle, wie wir erwarten
würden und so weiter.
Und in dem Projekt ist tatsächlich
nur, im Hintern haben wir Releash für die
Visualisierung benutzt, nach außen gehen,
die Daten tatsächlich, unsere Prognosen
gehen einfach über eine Rest-API raus
und werden dann im Tool
visualisiert, dass diese Natsverwaltung schon hatte
oder die API ist frei verfügbar,
könnte auch jeder abrufen, haben auch schon ein paar andere
dann mal gemacht. Genau, mit
Kubernetes ist es natürlich immer ganz schön, ansonsten
bei einigen
Kunden läuft dann viel mit den
Diensten von AWS. Jetzt bei dem
Kunden, wo ich bin, sind wir im
Azure-Universum, wobei
ich da mit dem Deployment nichts zu tun
habe, weil das machen dann halt andere.
Deshalb bin ich auch immer nur so am Rande
natürlich dabei, also kann irgendwie in die
Kubernetes-Codes mal reingucken, aber ich
kann die nicht,
kann das nicht aufsetzen oder
mache dann nicht die Deployments.
Ja, was mich da mal, oder das Problem,
das ich da mal hatte, ist halt,
dass wenn jetzt Leute quasi in Notebooks
irgendwas modellieren oder so, wie kriegen sie denn dann,
wenn sie jetzt rauskriegen, ah, wenn ich dieses
Modell so parametrisiere oder so,
oder, ja, man hat dann normalerweise
eine ganze Pipeline von Datenkomponenten,
rein, dann werden sie irgendwie transformiert und
dann hat man halt hinterher irgendwie
Predictions oder so.
Wie kriege ich das Ding denn jetzt
quasi in das Produktionssystem
integriert? Und das,
was wir dann gemacht hatten, war halt
quasi aus dem
Notebook direkt
sozusagen ein Konterpaket zu bauen,
das hochzuladen, in Django
Filefield zu speichern und dann auch über eine
JSON-API dann die Ergebnisse wieder zurückzugeben.
Aber das fühlte sich so ein bisschen
falsch an oder so auf jeden Fall nach
gibt es da nicht irgendeine einfache Möglichkeit, wie man
das machen kann? Ich weiß nicht, ob es einfacher
ist, aber wir sind auch
ganz wenig eigentlich nur in Jupyter-Notebooks
unterwegs,
sondern ja, entweder, wenn
wir was schnell visualisieren wollen, geht das tatsächlich
ja mit so einem Tool wie Redash auch schneller, als wenn man
dann anfängt,
mal Plot-Lib-Code zu schreiben.
Dann ist Clicky-Bunty
manchmal gar nicht so blöd und schlecht,
wie es klingt.
Und dann, wenn wir dann die
Code-Free-Modellierung haben, dann ist es halt wirklich
das ist ein Python-Paket,
wir haben das dann
automatisieren das dann meistens
so, dass jedes Mal beim Push
in den Main-Branch,
wenn die Versionsnummer sich geändert hat,
wird das dann, wie bei Jenkins
wird ein Job getriggert, der dann
das Paket baut und in unser
Repository hochlädt, das dann
normalerweise nur intern verfügbar ist und
dann können wir, ob das dann
automatisch deployed wird oder wir das irgendwie manuell machen,
können wir uns dann halt überlegen.
Ja, aber dann brauchen wir einfach runtergeladen
auf den Pott. Ja, aber dann brauchen ja
die Leute, die quasi modellieren, Zugriff
auf das Produktionssystem
quasi oder können halt,
es muss halt dann, die müssen den Code verändern, die müssen
committen können. Ja.
Also die committen von
morgens bis abends.
Also das ist tatsächlich
bei uns überhaupt nicht so, dass da irgendwie
jemand sitzt, der nur in einem Notebook prototypt.
Gar nicht. Also
wenn das Projekt losgeht, dann
muss man als erstes ein Repo anlegen, weil sonst
kann man hier gar nichts machen.
Ja.
Und vielleicht startet man dann irgendwie mit ein paar
Skripten, die dann später ordentlich
in ein Paket überführt werden und
in Funktionen und Klassen verpackt. Das kann
schon sein, aber grundsätzlich
ist es halt
eine Software und
sind auch oft in größeren Projekten mehrere Pakete.
Zum Beispiel in dem
Projekt für die Senatsverwaltung sind das dann,
wir haben da sehr viele verschiedene Datenquellen, zum Beispiel
Verkehrsdaten, Wetterdaten und so
und dann haben wir für jede Datenquelle ein
Paket, das nur dafür da ist, diese Datenquelle
einzulegen und zu formatieren, die Datenbank
zu schreiben. Das heißt, der Handshake ist dann über die Datenbank,
dann kommt irgendwann das nächste Paket,
das liest sich die Daten dann und macht dann die
Modellierung. Und dann gibt es nochmal ein Paket,
das halt irgendwelche Daten
weiter aufbereitet und dann gibt es ein Paket mit der API.
Und wenn
ihr ein Modell daraus gebaut habt, irgendwie mit
Torch oder sowas, was macht ihr dann?
Wo legt ihr das dann hin?
Ja, wenn das dann in dem Fall
tatsächlich...
Ich verliere gerade. Also tatsächlich, im Kundenprojekt benutzen wir MLflow und ich weiß nicht, ob, also ich hatte das vorher tatsächlich noch nicht benutzt, wo wir die Objekte dann abgelegt. Ich glaube, es gibt, das ist ganz witzig, ja, es gibt tatsächlich, das war jetzt ein Projekt mit XGBoost, weiß ich nur, da haben wir, kann man die Projekte tatsächlich in Form eines Strings speichern und da haben wir die in der Datenbank gespeichert.
Das funktioniert ganz gut, man kann aber natürlich auch das Modellobjekt irgendwo in deinem Modellrepository dann ablegen.
Also eigenes Modellrepo mit Branches oder irgendwie Tags oder sowas hier.
Ja, oder irgendwelche Tags muss man natürlich schon haben, damit man die dann nachher wieder identifizieren kann.
Also gut, wenn jetzt die Modellierung total schnell geht, dann kann man natürlich auch das Modell einmal im Monat neu berechnen.
Einmal im Tag neu berechnen, sofort die Prognosen machen und das Modellobjekt überhaupt nicht speichern.
Aber das ist, glaube ich, eher so ein seltener Fall.
Normalerweise muss man es ja schon speichern und wiederverwenden.
Also wir können uns auch gerne nochmal an dem Ablauf
ein bisschen weiter entlanghangeln.
Ja, gerne.
Weil wir jetzt schon vorgegriffen haben.
Also wenn wir das Problem verstanden haben,
die Daten verstanden haben und die sehen soweit gut aus,
dass wir und unser Kunde gemeinsam sagen,
okay, damit können wir jetzt wirklich starten.
Da ist kein Problem drin.
Dann passiert natürlich erstmal ganz viel Datenaufbereitung
und Bereinigung.
Oft muss man verschiedene Datensätze zusammenführen.
Da haben wir dann natürlich vorher schon geprüft,
ob es auch eine gemeinsame ID gibt, um die zusammenzuführen.
Sonst wird es schwierig.
Oft muss man auch Sachen aggregieren.
Zum Beispiel hat man vielleicht einzelne Zeilen für jedes Produkt,
das gekauft wurde von einem Kunden.
Wir wollen aber eigentlich nur eine Zeile pro Kunde.
Da muss man sich was überlegen, wie man das voll aufaggregieren kann.
Manchmal macht man Transformationen oder berechnet eine neue Spalte aus anderen Spalten.
Also das, was man immer als Feature Engineering kennt.
Wir bauen also Features, die ja einfach sinnvolle Inhalte haben,
mit denen das Modell dann später gut umgehen kann.
Macht ihr das dann immer live in Pandas
oder schreibt ihr das auch in eine Datenbank rein?
Es kommt drauf an,
aber meistens haben wir dann schon eigentlich ein separates Modul,
das die Features berechnet und irgendwo hinschreibt,
weil das meistens dann einfach schöner ist,
das zu modularisieren, weil es sonst ein bisschen zu viel wird.
Was ist da eure Lieblingsdatenbank für?
Ich überlege gerade, wir waren früher
viel auf MariaDB unterwegs, jetzt sind
wir, ja,
viel in ClickHouse, also ClickHouse
teilweise verhält es sich unerwartet, finde ich.
Aber es ist halt
schon sehr cool mit großen Datenmengen,
da kannst du einfach die...
Das ist diese Geschichte,
Yandex hat das, glaube ich, mal gebaut,
und dann haben sie es irgendwie Open Source
veröffentlicht. Das weiß ich nicht.
Ich weiß es nicht genau.
Ja, das habe ich auch schon
ein gutes Wort gehört.
Ja, also da haben wir am Anfang dieses Projekts überlegt, okay, machen wir das jetzt. Wir hatten einmal was damit ausprobiert und wir wussten, wenn es jetzt nicht gut funktioniert, dann müssen wir natürlich irgendwie auf eigene Kappe nochmal ein paar Tage investieren, um das umzustellen. Aber es war so eine gute Entscheidung, weil wir gemerkt haben, mit den Datenmengen würde in anderen Datenbanken überhaupt nicht gehen.
Ja, und wenn wir dann so Features haben und die stehen dann vielleicht auch in der Clickhouse-Datenbank oder vielleicht stehen sie auch in der Postgres- oder Redshift-Datenbank, dann geht es dann erst mit der Modellierung los und zum Glück haben die meisten Leute von uns auch Spaß an den anderen Sachen, weil wie gesagt, die Modellierung meistens wirklich nur ein kleiner Teil ist.
Man muss sich natürlich genau überlegen, was ist überhaupt das passende Modell. Im Moment, wenn man Prognosen machen will, ist immer noch G-Boost einfach sehr, sehr gut. Das ist ein bombasiertes Modell. Aber es kommen gerade Sachen, zum Beispiel gibt es da P-F-Enders.
Ja, das klingt auch sehr interessant, ja.
Es ist ein Transformer-Modell und das ist irgendwie total verrückt, weil dieses Modell hat, also ich finde es immer noch total beeindruckend, es ist irgendwie so Magic, also das hat gelernt, wie Datensätze, wie die Zusammenhänge in Datensätzen normalerweise so sind.
Und dann gibt man dem nochmal so ähnlich wie so ein Feintuning den Datensatz, den man halt da selbst hat, der einen interessiert. Und dann kann man damit total gute Prognosen machen, auch wenn der Datensatz nicht besonders groß ist. Und das Verrückte ist, diese Datensätze, anhand derer das gelernt wird, das sind künstliche Daten. Also es sind nicht mal echte Daten, weil es ja gar nicht so viele im Netz verfügt.
weil es ja anders ist, wenn man ein Sprachmodell trainieren will,
das ganze Internet besteht aus Sprache.
Aber es funktioniert trotzdem, es ist richtig beeindruckend.
Also ich glaube, das ist sowas, was sich
gerade so anfühlt wie, okay, da passiert
jetzt wirklich mal wieder was Neues
in der Bereich-Prognose.
Jaja, auch diese ganzen Pre-Trends,
das gibt es ja im LLM-Bereich, gibt es das ja alles
oder halt auch bei so Vision-
Modellen, wo dann alles auf ImageNet
oder so trainiert ist, aber bei tabularen Daten
hätte ich jetzt überhaupt gar nicht gedacht, dass das überhaupt
möglich ist oder dass das irgendwie,
Und ja, das hat mich auch total gewundert.
Ihr müsst ja vielleicht jetzt noch ein bisschen kurz noch mal erklären, bitte, so die Grundlagen.
Ich glaube, das war ein bisschen komplex vielleicht für einen Einstieg.
Also Tab-DFN hast du gesagt und XGBoost, also Gradient Boosting.
Ja, XGBoost ist ein Gradient Boosting und das ist halt eigentlich einfach dazu da,
um eine Tabelle von Daten zu nehmen und die Zusammenhänge zu lernen, die in diesen Daten vorkommen.
Zum Beispiel will ich vielleicht vorher sagen, wie viel verkauft wird an einem bestimmten Tag
Und in den Daten hätte ich zum Beispiel die Info, welcher Wochentag ist das eigentlich und ist dann vielleicht davor oder danach ein Feiertag und um welches Produkt geht es und so weiter. Wie ist das Wetter? Vielleicht verkaufe ich ja bei Hitze mehr Wassermelonen. Und das ist so der Klassiker, das würde man auch mit einer linearen Regression machen können. Die ist aber weniger flexibel und normalerweise dann auch weniger genau. Und XGBoost ist da halt deutlich komplexer.
Und XGBoost macht das dann quasi über die Backpropagation-Mechanismen?
Nee, das ist eine Art Decision Tree.
Das ist eine grundsätzlich andere Art von Modell.
Das ist im Prinzip so eine Kombination aus ganz, ganz vielen
kleinen, nicht besonders schlauen Entscheidungsbäumen.
Aber dadurch, dass die alle hintereinander geschaltet werden,
ergänzen sie sich ja gut.
Und dann wird es am Ende auch ziemlich gut.
Und das heißt, über Jahre eigentlich für jedes typische
Predictive-Projekt
oder für jede Predictive-Fragestellung
war XGBoost. Es war schon fast langweilig.
Ja, es gibt da noch so ein paar Varianten.
Es gibt zum Beispiel Catboost, das es so ähnlich hat,
aber halt schon irgendwie ganz schlaue
Mechanismen implementiert, um mit
kategorialen Variablen umzugehen und manchmal
das eine oder das andere dann so ein bisschen besser oder performanter,
aber das ist kein Riesenunterschied.
Da gab es ja nicht auch noch irgendwas für Microsoft Lightboost
oder sowas, aber ich weiß gar nicht, was da rausgeworden ist.
Oder LightGBM, genau. Ich weiß gar nicht, was da rausgeworden ist.
Ich habe nur irgendwann...
Benutzen wir auch gerade in dem Projekt.
Und ja, witzigerweise,
wir haben auch schon, gerade vor einem Jahr
oder so, haben wir gedacht, kann man eigentlich auch
LLMs zur Prognose benutzen? Ich möchte dem LLM ja
sagen, guck mal hier, das und das und das sind
meine Daten, was denkst du, wie
teuer ist dieser Gebrauchtwagen?
Und wir haben da einen Datensatz bekommen von
einem Unternehmen,
die genau solche
Daten eben aus dem Internet crawlen
und die, das
sagen wir natürlich so ein bisschen
Informationen mitgeben und das hat
aber schon funktioniert. Also wir haben da
ja, da weiß
ich jetzt die Details natürlich nicht alle auswendig,
aber wir haben sowohl mit
GPT-Modellen
als auch mit Open-Source-Modellen das ausprobiert.
Es macht schon Sinn, die zu freintunen
und dann kann man aber
relativ gut sagen, mein Auto oder
das Auto, das ist die Marke, das hat so
viele Kilometer, das ist so und so alt
und hier ist noch der Freitext mit der Beschreibung
dazu. Da steht dann
vielleicht irgendwas Spannendes drin,
wie das hat eine Beule, vielleicht steht aber auch nichts Spannendes
drin. Und dann fragt man, wie
teuer ist das Auto?
Bitte antworte mich nur in einer Zahl,
in Euro oder irgendwie sowas. Und das
funktioniert schon erstaunlich gut, vor allem, wenn man
nicht so viele Trainingsdaten hat. Weil ich glaube,
dann kann das halt die Stärke ausspielen, dass
das Sprachmodell eben
schon Vorwissen hat zu Autopreisen,
weil es das Internet kennt. Also Transformers
meinst du jetzt tatsächlich, also die großen LLMs
und nicht nur Transformers selbst? Genau. Weil ich hätte
mich halt gefragt, ob das in dem Transformers-Modell
durch das, weiß ich nicht, dadurch, dass es
halt Nodes sind und Canisian Trees,
dass es da irgendeine andere Art gibt,
dass Daten aus den tabularischen Daten rausziehen.
Ja, das hier ist jetzt so,
dass die klassischen
LLMs, die man so kennt, und dann kam
eben jetzt dieses neue mit TabPFN,
das ist ein Transformer, das halt wie speziell
für tabulare Daten wieder gemacht ist, weil wir haben
ja die LLMs eigentlich so ein bisschen zweckentfremdet,
indem wir die dann da nach dieser Probe-Modul gesagt haben.
Was meintest du denn da überhaupt mit Feintuning?
Was habt ihr denn da gemacht?
Also ich weiß nicht, wie das eigentlich im Detail dort funktioniert, aber es ist so, dass das Modell ja eben schon ganz viel weiß von den Sprachdaten, die es aus dem Netz kennt und wir haben ihm dann nochmal, ja gut, das beschreibt es wahrscheinlich ab dann schon komplett, wir haben dem dann nochmal, wir haben einen Trainingsdatensatz, wir ganz viele Gebrauchtwagen schon drin haben mit dem Preis und den ganzen Eigenschaften.
Und dann haben wir ihm ganz viele Texte gegeben, zu jedem Auto ein Text. Das Auto ist so und so alt, sieht so und so aus, ist die Marke und es kostet das. Und das nächste Auto ist so und so und so und kostet das. Und das ist dann nochmal ein zusätzlicher Text und damit trainiert man das Modell nochmal spezifisch auf diesen einen Task.
Also wie das jetzt im Hintergrund genau passiert, kann ich tatsächlich euch gerade gar nicht erklären, weil ich in dem Thema weniger drin bin als in so etwas wie XGBoost. Aber ja, dadurch ist das Modell dann nochmal, kriegt nochmal so eine Spezialausbildung quasi für das Thema Auto-Gebrauchtwagenpreise. Und dann wird es nochmal besser, wenn man ihm dann so eine Frage später stellt.
Ja, man trainiert es quasi nochmal ein Stückchen weiter, gibt es unterschiedliche Ansätze, wie man das dann macht, ob man nur Layer einfriert, bestimmte Gewichte halt nicht neu setzt und dann vielleicht nur die letzten irgendwie anpasst oder ob man so Low-Rank-Adaption-Geschichten macht oder da gibt es ganz unterschiedliche.
Ich komme mir an die Gewichte gar nicht dran von den großen NLMs zum Beispiel.
Nee, das kannst du auch nicht mit, das kannst du natürlich dann nur, also du kannst mit den OpenAI-Modellen und so auch machen über deren APIs, aber wenn du das auf einem quasi, wenn du das selber machen willst, dann musst du ein Modell nehmen, wo du Gewichte hast.
Ja, genau, das natürlich.
Ich glaube, wir haben da beides
gemacht. Also einmal über OpenAI, da kann man einfach
über die Abdesign-Dienst mit Fine-Tuning-Datensatz
machen, aber auch mit
den Open-Source-Modellen,
wo wir dann nochmal ein Fine-Tuning
drangehängt haben, damit die eben speziell
auf Autopreise...
Bei Tuning
und Autos fällt mir jetzt erst auf, dass das
echt total gut passt.
Ja.
Okay, das ist also Tab-DFN.
Ja.
Wobei, das ist jetzt noch relativ
neu und da
ja nicht jede Woche neue Projekte losgehen,
sondern die meisten Projekte schon länger laufen,
sind die meisten Projekte, die wir haben,
dann auch mit sowas wie XGBoost oder teilweise
auch mit irgendwelchen ausgefeilten
statistischen Ansätzen
oder Kombinationen, je nachdem,
was man macht. Ja, das finde ich dann spannend. Wie viel kann denn
jemand, der richtig gute Statistik oder in klassischer
Statistik ist, rausholen im Vergleich zu diesen
ich beschieße das einfach mit so einem Modell?
Ich würde sagen, es
kommt auf die Fragestellung an. Bei so einem
relativ klassischen Tasks
wie
Verkaufszahlen geht es, glaube
ich, auch mit einem Modell
ganz gut,
wenn man es natürlich richtig macht und
zum Beispiel noch,
es gibt da ja eine Menge Hyperparameter, die
bestimmen, wie flexibel ist das Modell und
wenn man das Modell zu flexibel sein lässt, dann
lernst du auch die kleinsten
Wackler auf den Trainingsdaten und auf neuen Daten
erzählst du dann nur Mist.
Das heißt, dann hat man Overfitting
und das muss man verhindern. Es gibt natürlich schon
ein paar Sachen, die man falsch machen könnte,
aber wenn man da alles
nach State of the Art macht, kommt man bei so
einfachen Aufgaben mit einem XG Boost
meistens ziemlich weit, aber
ja, zum Beispiel
im Sportwettenbereich gibt es ja
manchmal dann wirklich komplizierte Sachen, also wenn
ich jetzt vorher sagen will, wie
die Tore sich verteilen,
dann
kommt man da dann schon nochmal weiter, wenn man wirklich
darüber nachdenkt, theoretisch, was ist denn das
jetzt eigentlich für eine Verteilung, das sind
Anzahlen, also es ist eine
Brosson-Verteilung, aber die ist ja irgendwie
bivariat, weil es sind ja zwei
Mannschaften und zwei Teams, die Tore
machen und da weiß ich, dass
meine Kolleginnen und Kollegen
sich schon einige ziemlich verrückte Sachen
ausgehört haben. Und dann umgekehrt, manchmal ist es am Ende
auch irgendwie doch nur eine einfache Heuristik,
die einen ziemlich weit bringt.
Ihr habt also nicht die Ernährung der Spieler am Morgen
zuvor mit einfließen lassen können in sowas?
Das weiß ich nicht, ich müsste mal fragen, ob sie das
in der Feature drin haben.
Es gibt auf jeden Fall spannende Sachen.
Ja, also ich würde mich halt tatsächlich interessieren, was man aus Statistik irgendwie daraus lernen kann, weil ich verstehe nicht genau, wie jetzt in so einem Transformers-Modell die einzelnen Gewichte bei den Neuronen zustande kommen, also ich stelle mir das so vor, der muss versuchen, diese Features rauszufinden und die irgendwie so linear unabhängig wie möglich voneinander zu gestalten, dass er irgendwie den Erklärungsgrad dann da rausfindet, der dann halt gut ist, damit er halt gute Prognosen hinkriegt, aber so richtig klar wird das nicht.
Ja, neuronale Liste sind deutlich eher Blackbox, aber das ist Extribus auch. Natürlich, du kriegst bei beiden auch so ein bisschen raus, was da der Grund ist, warum das jetzt irgendwie so oder so entschieden oder vorhergesagt hat, aber es ist schon eher so Blackbox-Modelle.
Ja, man kann jetzt nachträglich dann.
Also das wäre jetzt vielleicht für mich auch nochmal einer der Punkte, der für dieses Data Cleansing spricht. Ja, also wenn ich jetzt die Daten da einfach so reinkippe oder am Anfang schon so aufteile, dass ich jetzt Cluster bilde oder Kategorien bilde oder sowas und die halt nochmal damit annotiere oder so, ob das halt eine deutliche Verbesserung bringt, also weil die ein bisschen reiner sind vielleicht oder halt, ne, oder schon mal irgendwie die Daten wie eine Zusammenfassung oder eine Summe oder sowas da schon drin steht mit, ja, in irgendeiner extra Spalte, dass das dann halt das Ergebnis zum Beispiel nochmal deutlich verbessert.
bessere Güte kriegt.
Du beschreibst, glaube ich, Feature-Engineering gerade, oder?
Ja, vielleicht.
Also zum Beispiel,
viele Modelle sind ja auch dazu in der Lage,
Interaktionen zu erkennen. Also beispielsweise,
weißt du,
vielleicht mal gerade
ein gutes Beispiel. Ah ja, vielleicht aus der
Luftschallstoff-Prognose überlege ich gerade
irgendwie was.
Ja, also mittags ist die
Luft schlechter, weil mehr Autos rumfahren,
aber nur, wenn wir keinen Wind haben. Wenn wir viel Wind
haben, wird nämlich wenig Schallstoff halt weggepustet.
Das ist halt die Interaktion, also die Effekt, mittags ist es schlechter, der ist nur da, wenn die Windstärke gering ist.
Und so eine Interaktion können die Modelle auch lernen, aber manchmal sind die Interaktionen ja vielleicht auch nochmal komplexer von drei oder vier Sachen.
Und wenn man da schon so eine Idee hat, sag ich logisch, dann macht man es dem Modell halt schon deutlich leichter.
Wenn man das vorher schon mal explizit zusammenbaut, also dann vielleicht irgendwas, das würde dann sagen, es ist Mittag und es ist kein Wind und es ist windstill. Jetzt in diesem sehr einfachen Beispiel. Und das ist dann, glaube ich, auch wieder so was, wo es dann wirklich viel bringt, immer mal wieder mit den Leuten zu reden, die sich fachlich damit auskennen.
und das... Ja, also dann hat man quasi
tatsächlich schon das Wissen, was man aus den
Daten ziehen kann, so ein bisschen annotiert, reingegeben,
dass das Modell dann damit besser arbeiten
kann, also als eigene Funktion irgendwie so, ja.
Ja, und oft musst du auch... Ich würde sagen, eigentlich
ja, du erst. Oh, sorry.
Ja, oft musst du auch Daten
erstmal transformieren, damit die überhaupt
von dem Modell verwendet werden können. Also wenn du zum Beispiel Text hast,
kannst du den nicht einfach so
bei XGBoost sozusagen rein
kippen, weil das kann halt bloß
irgendwie eine fixe Anzahl von
Spalten und dann muss man das irgendwie
erstmal den Text runterprojizieren mit
Singular Value Decomposition oder so
auf, weiß ich nicht, ein paar hundert Dimensionen oder so
und das kann man in XGBoost reinpacken.
Sozusagen solche Sachen hat man halt
auch immer, ja.
Ja, das war
tatsächlich so ein Grund, weshalb wir
das auch mal ausprobieren wollten mit den LLMs
zur Vorhersage, weil wie du sagst, wenn wir einen Text
haben und wollen aber XGBoost machen,
wie in dieser Freitext mit der Autobeschreibung,
da muss man sich ja erstmal irgendwie was überlegen,
wie man den dann in ein sinnvolles
Format bringst du das ins G-Boost. Das kennt halt
eigentlich nur spaltende Zahlen.
Kategorien kann man ja im Prinzip auch noch in Zahlen
überführen und ein Text,
naja, ist halt erstmal nicht so einfach.
Was man jetzt natürlich auch noch machen kann,
ist, dass man das LLM benutzt, um Features
zu generieren, indem man sagt, hier ist der Text,
hat das Auto einen Schaden? Ja, nein.
Ja.
Also es ist dann auch nochmal so eine
Hybridlösung, die, glaube ich, gar nicht so
dumm ist. Und halt auch,
man kann natürlich auch, je nachdem,
wie genau man das machen will, Leute hinsetzen
die dann wirklich viel Zeit damit verbringen,
die Texte durchzugucken und das zu labeln,
dann ist das bestimmt noch mal ein bisschen genauer.
Das ist halt die Frage, ob es sich lohnt.
Das muss man sich mal überlegen.
Ja, gut, aber
dadurch kann man schon viel rausholen, durch diese Modellierung
dann und so.
Dann sind wir in diesen Datenprozessen. Wie nennt man diese
Datenprozesse? ETIL?
Da gibt es ja verschiedene Art und Weisen.
Ach, du meinst jetzt
Extract, Transform, Load?
Das ist, glaube ich, aber nicht unbedingt was mit
oder...
Ja, aber wir sind jetzt da irgendwo in diesem
Workflow, also es ging ja um
dieses CRISP, ne? Achso.
Ja, also ich glaube ja,
also die ETL, Extract, Transform,
Load, ist ja, beschreibt
ja einfach den Prozess, dass man
Daten irgendwo rauszieht, dann
irgendwas damit macht, also sie transformiert und sie dann
irgendwo hinlädt, obwohl man sagt, Daten laden
für Daten kriegen, in dem Fall ist aber Daten laden
sie irgendwo hinladen, das ist auch ein bisschen
verwirrend, auch im Naming finde ich,
in den
Code dann, wenn man irgendwann überall
Load stehen hat, egal ob man Daten zieht oder Daten
wegschiebt.
Ja, das ist, so hängt das
im Prinzip zusammen, aber oft benutzt
man ja den Begriff ETL
auch einfach für jeden Prozess,
der irgendwie Daten nimmt, verarbeitet und
so durch so eine Strecke schiebt.
Außerhalb vom Data Science-Bereich halt auch ganz oft.
Ja, also jeder Business-Prozess, den man irgendwie
halt automatisieren kann.
Aber ich glaube, es ist schon oft so, dass man
auch sagen würde nachher in einem fertigen
Datenprodukt, okay, hier ist der ETL,
Erst kommt der ETL und dann kommt der Teil mit dem Modell.
Also oft nutzt man den Begriff eigentlich auch,
um das voneinander abzugrenzen.
Okay.
Also ich verstehe jetzt, wir haben okay verstanden,
was das Geschäft macht und was wir da lösen wollen für Daten.
Und dann haben wir verstanden, welche Daten wir denn haben
und was wir damit machen wollen.
Dann haben wir die so transformiert und umgebaut,
dass wir die in ein Modell kippen können,
was wir uns dann ausdenken oder ausgedacht haben.
Und was machen wir dann?
Dann gucken wir uns an, was dabei rauskommt.
Ja, dann haben wir ein Modell und dann machen wir Prognosen und gucken, wie gut die sind.
Und da muss man natürlich verschiedene Sachen beachten.
Also wenn ich die Prognosen auf denselben Daten mache, die ich für das Modelltraining benutzt habe,
dann ist das natürlich für das Modell relativ einfach.
Und deswegen ist es wichtig, dass ich mir vorher einen Teil der Daten weglege
und nur die übrigen Daten kriegt das Modell zum Lernen.
Und dann habe ich auf diesen weggelegten Daten die Prognosen.
Und dann gucke ich, was tatsächlich die Werte waren und vergleiche die mit den Prognosen von dem Modell.
Und das Modell ist halt ja natürlich in dem Moment blind, das kriegt halt nur die ganzen Features,
aber es kriegt nicht die Zielvariable, es muss dann seine Prognosen blind machen
und wir können dann gucken und sagen, ja, wir kennen die Warnwerte aber schon und vergleichen das jetzt.
Da gibt es dann verschiedene Kennwerte, die man berechnen kann, kommt es halt total auf die Fragestellung an.
Man könnte zum Beispiel eine mittlere prozentuale Abweichung berechnen,
man kann einen Bias berechnen, liegen Mittel drüber oder drunter,
Man kann einen erklärten Varianzanteil berechnen.
Man kann, je nachdem, vielleicht wollen wir auch gar nicht
numerische Daten vorher sagen, sondern nur ein Ja, Nein.
Dann könnte man gucken, wie viele false positive, false negative und so weiter habe ich.
Das kommt stark auf den Use Case an.
Auf jeden Fall kann ich das dann berechnen.
Schön out of sample, also mit diesem separaten Datensatz.
Und das ist natürlich besonders gut, wenn man zwei Modelle vergleichen will.
Wenn man nur eins hat, dann ist es, glaube ich, auch gar nicht so leicht zu sagen,
was ist denn jetzt ein guter Wert?
Will ich irgendwie 20, 50 oder 90 Prozent erklärte Varianz?
Das kommt auch stark auf die Fragestellung an.
Wenn ich zum Beispiel individuelles Verhalten von Menschen erklären will,
dann kann ich das natürlich nicht so genau vorhersagen
wie aggregierte Verkaufszahlen,
weil da einfach so viele andere Einflüsse sind.
Und nochmal zu diesem Split,
zu den Trainingsdaten und den Testdaten.
In den allermeisten Fällen haben unsere Daten
ja eigentlich eine zeitliche Struktur.
Man kann jetzt natürlich die Testdaten zufällig rausziehen und zur Seite legen.
Aber am besten ist es, wenn man immer die zeitlich, die nimmt, die zeitlich am Ende liegen.
Weil manchmal ändern sich eben Zusammenhänge und das eigentlich passiert ständig, dass sich Zusammenhänge ändern.
Und deswegen ist es halt sinnvoll, so ein Szenario zu bauen, wo das Modell quasi auf der Vergangenheit lernt
und dann auf Daten, die danach passiert sind, auch tatsächlich evaluiert wird.
Sonst kann es halt passieren, dass man sich da verschätzt und dann denkt, das Modell wäre besser, als es tatsächlich ist.
Und nachher im Betrieb, dann muss es ja tatsächlich Prognosen für die Zukunft machen und dann ist die Enttäuschung dann irgendwie da, wenn es dann doch schlechter funktioniert, als man dachte.
Aber man muss natürlich auch immer auffassen, dass man dann halt die neuen Zusammenhänge nach den Änderungen dann irgendwie auch trotzdem mit reinkriegt, ne?
Ja, das ist natürlich regelmäßiges Neutraining, ja.
Also das ist dann auch total wichtig, dass man das Modell nicht einmal trainiert und dann fünf Jahre lang benutzt.
Trotzdem, solange die Zusammenhänge noch nicht da sind, die neuen, wenn man die noch nicht kennt, muss man halt zumindest mit dem leben, was man bis dahin hat.
Also man könnte ja vielleicht auch diese Zusammenhänge irgendwie als, ich sag mal, Liste dem Geschäft zurückgeben, hey, hier, das sind unsere Annahmen, guckt doch mal bitte, dass die noch stimmen und wenn ihr merkt, irgendwie da ändert sich irgendwas an den Annahmen, dann müssen wir halt da nochmal was auch anpassen.
Ja, also zumindest, ich glaube, so direkt geht es gar nicht so gut, weil das ist ja was, was das Modell findet und wo die dann eher auch sagen, ah ja, cool, ja, das passt so ungefähr zu dem, was wir erwartet haben, aber die können sich wirklich sagen, oh, das ändert sich jetzt, weil jetzt ist, keine Ahnung, zum Beispiel der Zusammenhang von Autoanzahl zu Stickoxiden, der wird schwächer, weil mehr E-Autos unterwegs sind und die stoßen keine Stickoxide aus.
Ja, okay, aber wie viel schwächer der jetzt wird, das kann uns diese NAS-Verwaltung hier für Umwelt und so weiter ja auch nicht sagen. Also sie können uns sagen, ja, das wird wahrscheinlich schwächer mit der Zeit. Also klar, solltet ihr das Modell regelmäßig neu trainieren, aber die können uns nicht sagen, so und jetzt ist es aber so viel schwächer geworden, jetzt müsst ihr mal neu trainieren. Das kann die auch gar nicht sehen.
Aber deswegen ist es halt meistens so, dass man einfach sagt, wir trainieren unser Modell zum Beispiel einmal im Monat neu und dann wissen wir, dass wir halt eigentlich immer neue Zusammenhänge abgedeckt haben. Deswegen ist es auch manchmal gar nicht so nützlich, ganz, ganz viel Datenhistorie zu haben, weil vielleicht das vor allem jetzt, wo auch noch Corona war, dass die Zusammenhänge und die Muster während Corona in irgendwelchen Verkaufszahlen oder menschlichem Verhalten, die sind natürlich jetzt halt anders.
Wäre mein nächster Punkt gewesen. Also wenn ich jetzt Statistik nehme oder von Statistik irgendwo abhängige Modelle, um Prognosen zu machen für die Zukunft, dann bin ich ja immer nur auf den Normalfall trainiert oder den Alltag. Und diese ganzen Schock-Situationen, die kann ich ja immer ganz schlecht abbilden, weil ich ja dafür auch keine Beispiele gehabt habe.
Wenn der Schock gerade erst passiert ist, dann ist es echt schwierig. Man kann vergangene Schocks kann man halt noch mit reinnehmen und sagen, okay, hier war ein Strukturbruch, da hat sich jetzt irgendwie was geändert. Das nehmen wir als Feature mit rein. Geht manchmal, geht auch nicht immer.
Also ich glaube, wir haben tatsächlich in dem Luftverschmutzungsprojekt, haben wir, glaube ich, einfach die Zeiträume definiert. Hier war Lockdown, hier war kein Lockdown. Damit das Modell zumindest weiß, ah, deswegen war hier so viel weniger Luftverschmutzung.
Ja, okay, sonst hättest du gedacht, oh, das ist eine gute Sache.
Aber ich habe nochmal, ich würde mal ganz kurz einen Schritt zurückgehen, weil ich habe eine Frage, die mich noch jetzt schon interessieren würde, weil ich jetzt auch gar nicht so wirklich Ahnung von diesem Tab-PFN oder so habe, weil in den anderen Bereichen haben ja die, also normalerweise hat man neuronale Netze für solche tabularischen Daten, das hat nicht, das funktioniert auch, aber halt nicht so gut wie die anderen Arten von Modellen oft.
Und die Frage wäre jetzt, was einem ja die Transformer beziehungsweise überhaupt irgendwie das ganze Deep Learning, die ganze Deep Learning Geschichte oder so in anderen Bereichen gebracht hat, ist ja, dass man nicht mehr so viel Feature Engineering machen musste oder eigentlich ist man ja am Feature Engineering mehr oder weniger vorher gescheitert und dann jetzt kann man halt inzwischen einfach die Rohdaten da so, naja, mehr oder weniger reinkippen und das neuronale Netz macht das Feature Engineering für einen sozusagen.
Und die Frage wäre halt, macht es das möglicherweise, ist es bei TAP-Hilfe auch so, dass ich da jetzt quasi auch relativ rohe Daten irgendwie verwenden kann oder muss ich das erstmal auch irgendwie in eine Struktur bringen, so ähnlich wie bei XGBoost?
Da fragst du eigentlich die falsche. Ich glaube aber, dass man da nicht viel vorbereiten musste. Aber da würde ich tatsächlich auch auf unsere Podcast-Folge mit dem Autor von Tapping FM verweisen.
Muss ich mal anhören. Klingt gut.
Ja, also genau, die ist dann wahrscheinlich für dich die richtige.
Ja. Aber vielleicht nochmal zu dem Modelltraining. Wo trainiert ihr denn das und wie macht ihr das?
auf
also oft auf
ABS-Maschinen zum Beispiel.
Wir haben auch selbst ein paar
fette Server, die sind
jetzt im Rechenzentrum in Nürnberg. Seit neuestem
haben sie dort unter ihresgleichen.
Vorher haben sie so ein bisschen das Büro beheizt,
sag mal, es gewinnt das. Jetzt haben
sie einen besseren Ort gefunden. Also die benutzen wir auch
manchmal, aber viel läuft jetzt natürlich
inzwischen in der Cloud und auch das ist dann auch
kundenabhängig. Also zum Beispiel
Azure, was auch immer dann.
Aber das sind
auf Sachen, die dann doch lokal
ein bisschen zu lang dauern würden und dann besser
auf einer größeren Maschine laufen.
Also irgendwie, ja.
Und also die klassischen
Sachen sind halt normalerweise
einfach auf der CPU natürlich
und wenn wir dann aber zu
LLMs kommen, dann geht es natürlich in Richtung
GPU und wir haben uns auch da
was zugelegt vor einigen
Monaten, sodass wir unsere eigene GPU haben
und auch mal selbst das
aussetzen konnten auf einer eigenen GPU,
was natürlich auch
ganz spannend ist. Also habt ihr eine eigene Maschine gestellt oder habt ihr
irgendwie bei Hetzner oder was gemietet?
Die haben wir tatsächlich gekauft physisch,
die sitzt auch im Rechenzentrum
und dann irgendwann, wir haben ja auch
mal was ausprobiert, war die dann doch zu klein,
da haben wir das dann über Abyss gemacht.
Okay.
Das ist auch schwierig, gerade welche zu kaufen,
und das ist sehr teuer.
Ja, es ist teuer.
Ja, komm, das macht jetzt schon Sinn.
Wir kaufen die, aber
ich glaube, sie war dann irgendwie zwei Monate
später wieder deutlich günstiger.
Ich glaube, wenn man die mietet, dann kostet die
irgendwie so 1.000 Euro im Monat oder sowas.
Also mit viel Hauptspeicher,
wenn du zum Beispiel LLMs feintunen willst,
dann zahlst du eher 1.000 Euro am Tag.
Ja, das ist richtig teuer.
Ja, okay, kommt wahrscheinlich darauf an, wie viel man braucht.
Ich glaube, es hat auch
ein paar Leuten einfach Spaß gemacht, das Ding halt
auszuwählen und zu kaufen und dann
wirklich selber sowas komplett aufzusetzen.
Ja, das macht auch Spaß.
Ist ja auch gut, wenn man das dann mal kann.
Dann kommt ja der Operator durch auch.
Ja, ich würde das auch machen.
Ich brauche nur einen Grund. Gib mir doch einen Grund dafür.
Also vielleicht wollt ihr ein unbezahltes
Praktikum.
Wenn wir dann ganz viel
große Hardware in die Hand nehmen, können wir nur mal nachdenken.
Richtig.
Das könnten wir mal nutzen.
Aber ja.
Vielleicht noch mal zu
der Modellbewertung. Ich hatte ja schon
gesagt, dass man natürlich Kennzahlen ausbechern kann
für die Modellgenauigkeit so
insgesamt. Wie viele
Fälle werden richtig vorher gesagt, oder wie weit sind wir
im Mittel daneben. Aber dann
macht es halt auch Sinn, diese Blackbox
nochmal aufzubrechen, wie ihr
eben erwähnt habt. Dass man guckt, was hat
das Modell eigentlich für Zusammenhänge gefunden.
Und das ist
bei einer linearen Regression natürlich leicht,
weil man sich einfach die Koeffizienten anguckt,
wie hoch die sind und hat noch welche signifikant sind.
Aber das geht dann
bei XGBoost nicht mehr so leicht,
irgendwelche Splits anzugucken, wie das Modell gefunden hat.
Aber da gibt es
ganz tolle Methoden, die nennen sich
Shep und die
kann man dann danach auf die,
also man braucht das Modell und auch nochmal
einen Datensatz, mit dem man Prognosen macht und
wenn man das hat, dann kann man diese Methoden
darauf werfen und
kriegt dann ganz praktische
Visualisierung auch. Also erstmal eine
Feature Importance, also wie viel
wurde welches Feature vom Modell eigentlich genutzt.
Auch das ist ja schon mein erster
Plausibilitätscheck, wenn da irgendwas ganz am Anfang
steht, was dir überrascht ist, sollte man auch überlegen,
was da los ist. Und dann kann man sich
auch die Form der Zusammenhänge angucken. Zum Beispiel
Beispiel, ich glaube, da haben wir auch gesehen, je windiger, desto weniger Schadstoff, aber irgendwo gibt es dann so eine Sättigung, dann sind die Schadstoffe halt irgendwie einfach so weggeweht, wie es nur geht. Und das, ich glaube, es war sogar, nee, ich glaube, das war das Interessante, irgendwann wurde es halt wieder schlechter, weil dann der Staub aufgewirbelt wird. Wenn es so wenig ist, dann hat man immer nur den Staub in der Luft, dass es wieder schlechter wird.
Und da dachte ich so, okay, was ist das für ein komisches Muster? Und haben das mit Kunden angeguckt. Die meinten so, ja, das haben wir auch schon beobachtet. Wir denken, das liegt daran, dass dann irgendwann der Wind zu stark ist, dass das halt stoppt.
Der Abrief von der ganzen Straße, der kommt nochmal mit hoch.
Ja, ist natürlich, wenn es regnet, dann halt eben wieder das, wenn dann wird das eben weggespült. Und solche Sachen kann man dann halt eben sich angucken und überlegen, ob die plausibel sind. Und man kann mit den Methoden sogar ganz einzelne Vorhersagen auch nochmal analysieren.
Und dann sagt die einem quasi so, okay, wir haben jetzt hier 3,5 mehr gesagt, weil es ist Montag und dann haben wir aber nochmal 1,2 weniger gesagt, weil es ist in den Ferien oder sowas. Und das ist natürlich auch sehr gut, um wirklich erklären zu können, warum man genau diese Prognose macht und was das Modell findet und um sich sicher zu sein, dass man auch irgendwie ein sinnvolles und gutes Modell gefunden hat.
und das klingt jetzt alles so
lineal, es soll nur mal da so durchgehen, aber
das ist dann auch manchmal ein Moment, wo man noch mal
Ideen hat und neue Features baut
oder noch mal Ideen hat und die Daten bereinigt,
weil einem irgendwas ganz komisches auffällt, irgendein
Artefakt, das man loswerden muss,
dass egal wie toll
man sich die Daten vorher anguckt, manche Sachen
finde ich, sieht man einfach erst nach der Modellierung
und muss dann irgendwie noch mal ein Stück zurückgehen,
das ist ja kein Problem.
Das ist ja dieser Eval-Step dann,
der dann guckt, ob das, was man da macht,
auch dem entspricht, was man so
möchte. Oder ja,
es gibt ein Alert.
Irgendwas stimmt hier nicht. Aber das kann natürlich auch sein, dass
in der Realität irgendwas nicht stimmt. Das kommt erst später.
In dem Moment haben wir noch gar kein
Alerting-System.
Wir haben jetzt
vielleicht eine Pipeline, die
die Tests laufen lässt, wenn wir was pushen.
Aber mehr ist in dem Moment normalerweise noch nicht
automatisiert.
Und ja, wir schreiben auch sehr gerne Tests.
In was schreibt ihr Tests?
Ich glaube,
es sind eigentlich immer ein paar Tests unterwegs.
Ja, wir lieben
FI-Tests.
Wobei Tests mit Daten ja auch manchmal ganz witzig
sind, weil man
ja, braucht man sich
dann einen kleinen Testdatensatz, ist der
dann realistisch,
macht man vielleicht sogar Tests gegen die
echten Daten, die können natürlich
keine einzelnen Werte prüfen, aber man kann damit
testen, ob es überhaupt durchläuft, also ja,
das ist ein ganz eigenes Thema, Tests mit Daten.
Ja, es ist
tatsächlich schon, ja, also ich würde
auch dazu tendieren, irgendwie aus der Realität irgendwas rauszuschneiden
und dann zu gucken, ob das dann so läuft.
Weil also so Daten
mocken ist immer so ein bisschen...
Naja gut, ja.
Ja, es geht auch mal, aber
schwer. Ja, also in dem Moment
wäre man ja eigentlich nur beim POC,
beim Proof of Concept und
so ein richtiges Produkt oder
MVP, Minimum Viable
Product, kriegt man ja erst, wenn man dann
das Ganze auch deployt und automatisiert.
Und
wir stellen unsere
Prognosen oder Klassifikationen
oder was auch immer
oft über APIs zur Verfügung,
über Rest-APIs.
Oft machen wir aber auch nochmal
schon ein Frontend dazu,
also eine Web-App, wo die dann angezeigt
werden, wo zum Beispiel unser Kunde sich dann
die Alarme angucken kann
von irgendwelchen
Käufen, die irgendwie suspekt aussehen.
Mit was macht ihr
eine Vent-App? Mit was macht ihr
die Web-Apps?
Meistens mit Vue.js
und
historisch auch noch häufiger mit
R-Shiny.
Da haben wir
ein Projekt, das ist eigentlich ganz cool.
Da geht es gar nicht darum,
irgendwelche Prognosen zur Verfügung zu stellen, sondern
da haben wir Shiny-Apps gebaut, damit
Leute Modellierungsalgorithmen
anwenden können, ohne dass sie selbst
R-Code schreiben können müssen.
Das ist für ganz viele Forschende, die
aber nicht gut selbst coden können.
Dann wäre die Hürde natürlich total riesig.
Aber die brauchen eigentlich diese ziemlich komplexen Methoden und deswegen haben wir da für ein Forschungsinstitut einige Apps gebaut, wo die dann eben über eine Klick-Oberfläche, können sie ihre Daten hochladen und können dann die Analyse fahren mit bestimmten Einstellungen und kriegen dann Ergebnisse und Visualisierungen.
Das ist natürlich auch sehr praktisch und schreiben die dann mit ihre Doktorarbeiten.
Ja, aber zurück zu unseren Prognoseergebnissen.
Genau, oft stellen wir die über eine API zur Verfügung
oder wir schreiben sie irgendwo in eine Datenbank
und der Kunde nutzt sie dann halt so.
Das ist tatsächlich auch was, was man vorher wirklich klären muss.
Reicht das denen, wenn das eine API ist?
Oder sitzen da dann Leute, die damit überhaupt nichts anfangen können
und sagen, ja, was sind denn jetzt meine Zahlen?
Also genau, das muss man natürlich auch vorher wirklich bis zum Ende denken.
Und unsere Erfahrung ist auch, dass es,
auch wenn der Kunde dann irgendwie vorhat,
doch das selbst zu machen,
sagt, ja, schreib das in die Datenbank
und dann benutzen wir es einfach so weiter,
dann trotzdem lohnt es sich oft,
dass wir das dann doch mitdenken
und zumindest irgendwie eine kleine Web-Anwendung schreiben,
weil sonst die Löhne doch groß ist
und dann hat der in IT halt eben auch total viel zu tun
und dann ist es richtig schade,
wenn das Projekt nachher in der Schublade landet
und fällt dann ja am Ende irgendwie auch auf uns zurück.
Also dann lieber nochmal was Kleines bauen,
damit die dann doch was sehen können.
Aber wenn die Farben dann auch richtig sind,
ist das das Wichtigste an der Flickung.
Ja, irgendwie schon.
Das kann man auch durch unterschätzen.
Man sieht ja alles, ja, das ist sauhässig.
Ja, ja, ja.
Und ja, üblicherweise, das hat man eben schon gesagt,
ein Modell muss man natürlich regelmäßig neu trainieren,
weil sich Zusammenhänge in der Regel
in allen Bereichen immer mal wieder ändern.
Das ist dann oft sowas wie einmal im Monat.
Ab und zu sollte man sich das Modell
sogar auch noch mal ganz genau anschauen,
zum Beispiel nochmal diese ganzen CHAP-Sorten berechnen und gucken,
ist das eigentlich noch plausibel?
Das kann man vielleicht einmal im Jahr machen.
Und die Prognoseerstellung kommt halt darauf an,
wie oft die benötigt wird und auch wie schnell sich die Sachen ändern.
Also in vielen Projekten ist es, dass das einmal am Tag passiert,
aber manchmal ist es dann auch wirklich in Echtzeit,
dass dann der Anfall reinkommt und dann wird die Prognose
für diesen einen ganz konkreten Fall erstellt.
Und oft kann man die auch noch nicht vorbereiten,
weil man die Daten vielleicht dann auch noch nicht hat,
sondern kommen dann rein die Daten und dann braucht man eine Prognose.
Zum Beispiel kommt ein neuer Kauf rein oder eine Anfrage und man muss in dem Moment entscheiden, ist das irgendwie verdächtig, könnte das Betrug sein oder ist alles okay.
Und man sollte das natürlich auch überhaupt nicht unterschätzen, weil vom POC zum MVP und das ist dann ja noch ein simples Produkt, das ist oft nochmal Faktor 10 vom Aufwand her.
Ich glaube, das ist halt total schwer erkennbar, vor allem wenn man am Anfang so ein bisschen geprototypt hat oder vielleicht mit kleineren Daten gearbeitet hat.
Und dann muss man auf einmal vermitteln,
ja, jetzt brauchen wir aber noch mal ganz viel Zeit.
Und die denken so, hey, wir hatten es doch gerade,
die Ergebnisse gezeigt, die sind doch da.
Ja, klar, das ist natürlich auch schwer nachvollziehbar von außen.
Deswegen ist es einfach wichtig, das richtig zu kommunizieren.
Ja, ich wollte gerade sagen, schwer zu kommunizieren,
das ist, finde ich, auch ein Hauptproblem,
gerade bei so Kunden und Technologie.
Das sollte man natürlich auch vorher sagen und dann danach.
Ich meine, kann man ja verstehen,
dass jemand sich dann ein bisschen an der Nase rumgeführt fühlt
oder einfach schlecht informiert fühlt.
Ja, schwierig.
Ja, und dann gibt es natürlich auch immer noch den Bereich Monitoring und Wartung.
Also das, wo wir jetzt auch gerade in dem Projekt mit der Senatsverwaltung drinstecken, seit schon einigen Monaten, da haben wir natürlich Alerts, wenn irgendwo ein Prozess abbricht, wenn es irgendwo einen Fehler in einem Pod gibt, dann müssen wir das natürlich wissen.
Aber es kann auch sein, dass die durchlaufen ohne Fehler, aber trotzdem irgendwas stimmt und vielleicht nur für halb Berlin Prognosen erstellt werden oder nur für einen halben Tag und deswegen sind dann da auch Alarme definiert, die gucken, ist die Anzahl, entspricht die Anzahl der Prognosen in der Datenbank auch tatsächlich unserer Erwartung?
Man kann auch definieren, gibt es irgendwelche unerwarteten Werte, extrem hohe Prognosen beispielsweise oder gibt es unerwartete Werte in den Input-Daten, Werte, die vielleicht überhaupt nicht definiert sind. Und dann auch wichtig ist der Model-Drift oder Data-Drift.
Das heißt, dass die Daten so nach und nach irgendwie in eine andere Richtung driften und sich verändern oder das Modell so nach und nach immer so ein bisschen schlechter wird. Aber irgendwann, wenn es das lange genug gemacht hat, dann ist es halt irgendwann nicht mehr gut genug und dann möchte man das ja auch mitbekommen.
Und zum Beispiel bei jedem monatlichen Modellneutraining will man auch mal die ganzen KPIs, also die ganzen Gütemaße sehen. Oder vielleicht will man sie nicht angucken, sondern möchte halt einfach informiert werden, ob die sich nach einer Weile vielleicht zu stark verschlechtert haben. Und dann muss man sich einfach nochmal angucken, was los ist. Was halt eben auch nochmal zeigt, das ist halt nicht ganz fertig und dann kann man es für immer benutzen. Aber gut, das ist ja auch in der klassischen Softwareentwicklung oft so, dass das so ein bisschen unterschätzt wird, wie viel dann doch noch gemacht werden muss, obwohl es doch fertig ist.
Macht ihr dann eigene Monitoring-Tools
oder nutzt ihr da auch eins von den Sachen, die es da so gibt?
Ja, also
Redash benutzen wir in einem Projekt
ja ganz gerne und
sonst, ja, wie das, was ich
gerade dann
anbiete, die ich überlege gerade, was wir sonst
auch so haben, ja, es gibt ja normalerweise
dann Tools, die man da
benutzen kann und die man dann zum Beispiel
auch an Slack anschließen kann und kriegt dann da
Nachrichten.
Weiß ich gerade gar nicht so genau, was die
in anderen Projekten benutzen.
Doch, doch, es gibt ganz viele.
Ich versuche gerade, meinen Discord anzubinden.
Ah, okay. Also was ich empfehlen kann
für so Monitoring-Geschichten
ist Telegram, weil das halt sehr einfach
ist, da irgendwie
über die API Dinge zu verschicken.
Also Telegram kriege ich auch Nachrichten für meine Server,
falls da irgendwas passiert, was ich will, ja.
Ja, cool.
Wollte wissen.
Ist ja auch immer mal so ein spannendes Thema,
weg von US-Diensten und so.
Ja, wahrscheinlich, genau.
Das ist natürlich...
weil das Ende-Kram irgendwie an der richtigen Adresse ist.
Man soll ja streuen.
Ja, ja, genau.
Wir nehmen meistens immer so eigene Server oder sowas,
aber wenn die halt dann wechseln, ist halt auch blöd,
dann merkt man es halt sonst nicht.
Ja, dann musst du halt irgendwo anders noch Dinge haben.
Ja, man braucht irgendwie so ein Workaround, ja.
Aber ja, klar, es wird dann auch teurer.
Ein Monitoring ist jetzt so ruhig.
Was passiert denn da jetzt?
Endlich sind alle Bugs weg.
Eigentlich ist alles gut.
Hat jemand den Nameserver mit in die Tasche gesteckt
Ja, das ist auch noch ein ganz wichtiges Stichwort in dem Bereich ist natürlich ML Ops, also Machine Learning Operations, also Mischung aus DevOps und Machine Learning ist das Wort.
Der Kurzvortritt Ceratops, oder?
Ja, genau.
Und ja, es ist eher im Prinzip DevOps, aber Anpassung auf den Datencase, auf die Arbeit mit Daten.
Das heißt, es kommen noch so ein paar Sachen dazu, wie zum Beispiel, dass man nicht nur Code versionieren muss, sondern auch Modelle oder vielleicht Experimente versionieren.
Und ja, es gibt halt nicht nur Code-Änderungen, die dazu führen, dass die Ergebnisse anders sind, sondern auch jeder neue Datenpunkt kann die Ergebnisse verändern.
Das heißt, da kommt dann nochmal so eine zusätzliche Komplexitätsebene mit rein.
auch eine ganz wichtige Geschichte.
Also ich finde das immer dann schwierig, wenn das halt so
verteilte Systeme sind, die gleichzeitig irgendwie rechnen
und dann die Sachen wieder zusammenführen müssen.
Da steige ich auch nicht so genau
durch, wie man das ordentlich machen will.
Aber wenn das so
distributed ist, was halt beim Machine Learning
auch mal passieren kann, ja?
Ja, also würde ich jetzt, also aus meiner Erfahrung,
also bei mir ist das eigentlich,
also das letzte Mal, dass
ich den Fall hatte, dass
wir irgendwie sowas verteilen
mussten, dann war das wegen, weil
die Maschinen 32-Bit waren und
nicht mehr als 4 Gigabyte, wie man auf eine
Maschine kriegte. Und dann brauchte man mehrere
Maschinen. Aber danach ist das eigentlich
ehrlich gesagt, also mir nicht mehr passiert,
weil... Du hast einfach viel zu kleine
Elemente. Meine Daten sind zu klein, das kann schon sein.
Aber ich meine, man kriegt
heute so große Maschinen, also...
Ja, über die Preise haben wir uns ja gerade
unterhalten, ja.
Ja, aber wenn man CPU,
die meisten Sachen brauchen wir mal eher CPU,
dann das ist nicht so toll.
Okay.
Und wenn du dann so eine ganz große Maschine hast und die ist teuer und dann kannst du den Code so optimieren, dass es viel, viel billiger wird, dann ist das doch auch ein tolles Erfolg.
Ja, wo wir gerade schon mal optimieren sind, wie ist das denn mit Performance zum Beispiel? Ich glaube, das ist noch was gewesen, wo wir sprechen wollten.
Ja, also da könnte man natürlich auch eine ganz separate Folge dazu machen, aber grundsätzlich ist das auch natürlich ein spannendes Thema.
Also was mir da immer mal wieder auffällt, ist, dass manchmal, wenn man eben die Funktionen nicht kennt, die eigentlich dafür da sind, mit Datensätzen zu arbeiten, dann kann es etwas unperformant werden, weil man zum Beispiel über den ganzen Datensatz loopt, obwohl man Sachen auf die ganze Spalte anwenden könnte.
und die sind dann in NumPy und sind halt total optimiert.
Und es gibt eine Menge Sachen.
Also natürlich, ich glaube, treffen alle Sachen zu,
die generell auf Softwareentwicklung zutreffen.
Die treffen natürlich auch bei Daten zu.
Und dann kommen noch ein paar Sachen dazu,
also zum Beispiel Umgang mit großen Datensätzen.
Da hat man eben schon mal angeschnitten,
dass das natürlich Spark gibt,
aber es auch nicht unbedingt total schnell immer ist.
Und manchmal ist es aber auch echt ausreichend,
auf einem Sample zu arbeiten,
weil wenn ich eh schon Millionen von Zeilen habe,
dann werden die weiteren zehn Millionen von Zeilen
meistens auch nur so viel zusätzliche Informationen liefern.
Und dann kann ich mein Modell auch auf einem Sample trainieren.
Ich kann ja immer mal noch checken,
ob es wirklich nicht immer viel besser wird.
Das ist so was, was man im Blick haben sollte.
Ich gucke mal gerade noch.
Ich hätte da mal so eine Liste.
Ja, Polar ist eben auch schneller als Pandas.
Es gab auch vorher noch das Paket-Data-Table,
aber ich glaube, das ist einfach gar nicht mehr so interessant jetzt, wo es Pollers gibt.
Dann, ja, bei Datenbanken ist es auch manchmal ganz interessant,
weil die sind oft eher darauf optimiert, dass man eine kleine Menge von Daten abruft oder hinschreibt.
Und wenn man dann auf einmal mehrere Millionen Zeilen hat,
dann werden die so Stück für Stück abgerufen und hingeschrieben,
wie man den welchen Treiber nutzt.
Und da gibt es dann auch Hacks, wie zum Beispiel, dass man es erst in ein Paket-File oder ein CSV schreibt und dann das im Batch hochlädt.
Da gibt es, das wird jetzt schon ziemlich detailliert.
Ja, mit dem Paket-File, da wollten wir noch ein paar bisschen drüber reden, wie man das machen kann und auch aktivieren kann.
Ja, aber genau, wenn wir bei Performance sind, so ein ganz generelles Ding, was ich häufig sehe, also gerade auch im Zusammenhang mit irgendwie Dinge verteilen oder so.
Was ich ganz oft sehe, ist, dass Leute halt
grundsätzlich erstmal der Meinung sind, wenn man Dinge
verteilt, dann wird es halt schneller.
Ist aber
oft nicht so.
Weil ganz oft ist halt
CPU möglicherweise gar nicht das Bottleneck.
Bevor man sowas macht, wie Dinge
dann verteilen oder so, sollte man vielleicht mal gucken, wo ist
eigentlich das Bottleneck.
Ich sehe das so oft,
dass Leute sagen,
das wird nicht schneller oder so und dann ist es
halt I.O.
Und dann ist es halt so,
verteilen macht das alles noch schlimmer, weil
irgendwie Netzwerk
ist halt noch viel langsamer als irgendwie
quasi lokale SSDs und
wenn man halt die Daten
in der richtigen Reihenfolge lädt sozusagen
und nicht zufällig die ganze
Zeit, wenn man sehr große Datenmengen hat, also
so groß, dass sie nicht in den Hauptschlechter passen,
wenn man die dann sozusagen richtig, also
sich jedes, alle Daten
immer nur einmal anguckt, dann kann es sein, dass
es super schnell ist, während wenn man halt
zufällig auf einem großen
Paketfile beispielsweise dann irgendwie
immer ein Stückchen hier liest, ein Stückchen da liest,
die ganze Zeit random
irgendwie zwei Gigabyte I.O.
macht, dann ist das alles total langsam
und sieht so aus, als ob es nicht schneller
gehen würde und
tatsächlich ist es
aber eine ganz einfache Optimierung,
die dazu führt, dass es halt
schnell genug ist.
Also ich würde mal sagen, wenn man
so ein MacBook nimmt und das richtig benutzt,
sehr schwer, das mit einem Cluster zu schlagen.
Wirklich, sehr schwer.
und das ist, glaube ich, auch vielen Leuten
nicht so bewusst, also das ist halt
oft, wird da mit Kanonen auf Spatzen
geschossen, und das eigentlich
Problem wird gar nicht erkannt,
sondern, ja. Jetzt wollte ich gerade
mit IBIS anfangen, was ja auch so
ein bisschen größer ist als ein Spatz, aber
Ja, aber gut, das ist ja
sozusagen, dass man halt
quasi ein DataFrame-Interface hat
für irgendwie Sachen, die
hintendran SQL sprechen, oder? Ja, oder
zum Beispiel verteilte Datenbanken oder sowas, ja.
Ja.
Und genau, also oft ist es dann halt so, wenn man dann halt irgendwie irgendwas benutzt, was halt SQL spricht, aber hinten dran total verteilt ist, dass das dann halt sehr langsam ist und Leute nicht wissen, warum das langsam ist und sich dann irgendwie dran gewöhnen und dann halt, wenn sie ihre Jobs losschicken, halt dann Mittagessen gehen oder so.
Und wenn sie sich vorher die Daten
irgendwie halt geholt hätten
und hätten das auf dem Laptop in Pandas gemacht,
wäre es viel schneller gewesen.
Naja, solche Sachen.
Aber IWIS, ja.
Benutzt ihr das?
Nee, habe ich tatsächlich noch nie gehört.
Okay.
Aber was ich
nochmal wiederholen will,
ist einfach dieses, ja, guck dir erstmal an,
was eigentlich gerade langsam ist.
Wo ist eigentlich dein Bottleneck?
Weil da sind ja manchmal die Annahmen einfach
nicht richtig.
Das ist so witzig, dass du es sagst. Ich glaube, letzte Woche habe ich gerade was parallelisiert und dadurch sehr, sehr, sehr, sehr viel schneller gemacht.
Ja gut, das geht schon auch.
Das kann natürlich schon manchmal der Punkt sein. Aber eben das Beispiel war ja eben gerade, dass es dann an der Kommunikation mit der Datenbank liegt.
Also eigentlich ist es trivial, dass man erstmal profilen muss und gucken muss, was langsam ist. Wenn man es mal gesagt hat, klingt es ja trivial. Aber ich glaube, wenn man es zum ersten Mal macht, dann vergisst man es.
Ich glaube auch, dass viele Leute halt nicht so bewusst sind.
Die profilen dann vielleicht auch und sehen dann vielleicht
sogar noch irgendwie, wo Zeit verloren geht.
Aber gucken
halt nicht auf sowas, wie ist denn jetzt
eigentlich, wenn ich jetzt einfach mal
ein paar CPUs nehme, kriege ich
dann tatsächlich, wird es schneller oder nicht?
Wenn es nicht schneller wird, okay, gibt es vielleicht irgendeine andere
Komponente im System, die halt
irgendwie, die halt dicht ist.
Und dass es halt da Unterschiede
gibt, dass halt nicht alles CPU ist.
Oft habe ich das Gefühl, nicht so
keine weit verbreitete
sozusagen Erkenntnis und
ja, aber ja, genau, das ist ganz wichtig,
dass man das halt sich einfach
so im Gesamtsystem mal anguckt.
Beim Modelltraining ist es dann
tatsächlich schon oft sinnvoll
zu parallelisieren, wenn das lang
dauert und das ist aber dann
auch in den meisten Paketen schon so eingebaut,
dass man dann nur irgendwie die Anzahl der
Kerne übergeben muss, die dieses nutzen soll und dann
läuft das einfach, das ist ganz praktisch.
Genau, aber ich weiß jetzt nicht, also das war jedenfalls,
ich habe das auch schon lange nicht mehr gemacht, aber
zu der Zeit, wo ich solche Sachen gemacht habe,
war das halt schwer, das auf mehrere Rechner zu verteilen.
Also auf einem Rechner, ja, genau, mehrere Kerne, kein Problem.
Aber auf mehrere Maschinen,
ja, eher nicht.
Ja, die Frage ist,
wie sehr man das auch manuell
machen muss, weil man ja meistens dann
sich seinen Class-Data-Breaks oder so
hochfährt und muss sich darüber gar keine Gedanken
machen eigentlich.
Also zumindest als Data-Scientist ist das
nicht das, was man irgendwie
erwartet wird, dass
dass dann da verschiedene Rechner zusammenfließt.
Ja, ja.
Und dann ist es natürlich manchmal irgendwie schon so,
dass man doch wieder auf andere Programmiersprachen ausweichen muss,
weil Python und R nicht unbedingt dafür bekannt sind,
dass sie total schnell sind.
Aber ich glaube, also meiner Erfahrung nach ist es schon oft so,
dass man schon sehr viel rausholen kann,
wenn man sich den Python oder R-Code nochmal genau anschaut, profilt
und dann vielleicht irgendwo auch mal die Daten vorher klug filtert
oder ein sinnvolles
If-Statement irgendwie so ein bisschen verschiebt,
weil man auf einmal merkt, oh Moment,
oder in einem Loop irgendwas rauszieht, was eigentlich nur einmal
passieren muss. Das sind ja so Sachen, die
dann doch schnell passieren,
wenn man den Code irgendwann so geschrieben und ein paar Mal
verändert hat, dann ist da vielleicht irgendwas,
was man, also so eine Low-Hanging-Foot,
was man schon leicht optimieren kann.
Ja, Python könnte man ja auch noch schneller kriegen, wenn man will, ja.
Ja, wobei, sieht man das halt
immer die Frage, wenn es halt schnell sein soll,
dann nimmt man am besten was, was nicht halt,
In Python sind halt, was halt langsam ist,
Funktionsaufrufe, Schleifen,
das ist halt extrem langsam.
Aber wenn man die Schleifen halt in NumPy
nicht als Schleife, sondern irgendwie
vektorisiert auf den Daten macht, dann ist es halt schnell.
Und ob man das jetzt von Python aus aufruft oder nicht.
Das ist dann auch dieses Stichwort,
dass jemand, der das durchweist, eben über den
DataFrame drüber loopt.
Das ist dann schlecht, ja.
Vektorisiert und schlecht.
Ja, aber deswegen ja genau, einfach dann eine Maske
drauf und dann machst du es halt
drunter in NumPy, ja.
Ja, also
warum ich Ibis eben sagte, von Wes McKinney
ist halt dem Pandas
Menschen der. Ja, der hat
ja eine ganze Menge, der ist auch hinter dem
Arrow, das ist halt so seit
einiger Zeit so sein Hauptprojekt.
Vielleicht nochmal, was macht Arrow,
wenn wir schon dabei sind? Achso, ja, das ist eigentlich
im Grunde so, die Grundidee
dabei ist halt, dass man
vielleicht aus unterschiedlichen,
also das ist halt das Problem bei NumPy
oder Pandas Geschichten, also
man hat das dann halt
in Python, aber wenn man jetzt eine andere
Programmiersprache hat und darauf zugreifen will, dann geht das
halt nicht. Und die
Idee bei Arrow ist halt,
dass man das halt, dass man eine gemeinsame
Daten-In-Hauptspeicher-
Laden-Infrastruktur hat
und dann halt
Paketfiles quasi, oder was auch immer,
man lässt halt einen Hauptspeicher und kann dann halt von
unterschiedlichen Sprachen
auch darauf zugreifen und
das funktioniert dann halt.
Genau, und
ja, ist halt nicht an sowas wie NumPy
gebunden, was es halt nur für Python gibt im Grunde.
Und ja, das ist jetzt inzwischen,
aber glaube ich, liegt das auch unter Pandas
drunter und
zu größeren Teilen.
Ehrlich gesagt bin ich da in letzter Zeit nicht so viel
Interessanz gemacht.
Ja.
Mit Ibis kann man zum Beispiel auch da
PySpark oder sowas damit berechnen, dass man dann...
Ja, also alles, was irgendwie SQL spricht,
kannst du da, soweit ich weiß, ist einfach nur
ein Layer, wo du halt ein DataFrame
Interface hast nach außen hin,
sodass du es benutzen kannst wie einen normalen DataFrame,
aber nach hinten raus spricht es dann halt SQL.
Was halt,
ja, wenn du ein System hast, das das kann,
dann ist es, ja.
Ja.
Ja, ich glaube,
wir haben schon viel über diesen
Prozess gesprochen. In Crisp sind wir durch.
Ja, eigentlich sind wir durch
und dann kann man ja wieder von Anfang an anfangen
und sich den nächsten, next best use case
schlagen.
Oder das, was man schon hat, halt nochmal.
Arbeitern überlegen, ob man es
auch anders anwenden kann und so weiter.
Also du würdest zum Beispiel
sagen aus deiner Perspektive, es gibt gar keinen großen Unterschied
zwischen Data Science und Machine Learning
Operations oder Engineering
mehr
heutzutage oder so.
Ja, also es sind halt alles irgendwie so verschiedene
Schwerpunkte. Bei uns sind
jetzt, wir haben schon Leute, die
eher Data Science machen, die eher
modellieren und andere Leute, die
eher in dem DevOps,
MLOps Bereich unterwegs sind oder auch
Data Engineering machen, die sich besser mit
Datenbanken auskennen, aber
wir haben bei uns jetzt nicht so die klare Trennung,
du musst das eine oder das andere machen. Es gibt auch Leute, die machen
beides, gehen dann halt eben nicht ganz so krass
in die Tiefe, aber haben halt ein breiteres
Profil und das ist halt natürlich auch total
wertvoll.
Es gibt diese Schwerpunkte,
aber greift ja auch alles
ineinander und es ist
ja auch so, dass es halt Sinn macht, so
einen T-Shape-Profile aufzubauen,
also dass man in einer Sache schon wirklich gut ist,
aber viele von vielen anderen Sachen
auch Ahnung hat und da auch was machen kann,
dann ist man eben auch flexibler, auch wenn vielleicht ein Bereich
auf einmal nicht mehr so gefragt ist
aus irgendwelchen Gründen, ob das AI
den überkommen hat oder so was, genau.
Und so
macht es natürlich auch Sinn,
wenn ich als Data Scientist
jetzt mich nicht weigere,
mal das Jenkins-File zu updaten.
Da
macht es ja schon Sinn, sich dann mit einem
ein bisschen auszukennen.
Ja, so aus meiner Perspektive ist das, ich meine, das mag jetzt etwas ketzerisch klingen oder vielleicht so Hot Take. Ich würde sagen, das ist alles Programmieren. Oder sagen wir mal so, das, was praktisch oft das sozusagen Bottleneck ist bei Leuten, die versuchen, irgendwas zu tun, ob es Produkt umsetzen, irgendwas analysieren oder Modelle bauen oder was auch immer ist, ist halt normalerweise das Programmieren.
ist halt das Bordelneck aus so
was.
Ein bisschen statistisches Grundverständnis schadet
vielleicht auch nicht. Ja, aber du brauchst oft
oder gut, das mag
dann irgendwie, das mag
daran liegen, dass ich das halt, dass ich
die Feinheiten dann oft nicht so sehe,
aber und dass man da vielleicht Feinheiten machen kann,
aber oft scheitert es halt schon an so groben Dingen
und dann kommt es auf die
Feinheiten auch nicht mehr an.
Ich würde sagen,
alle bei uns können programmieren
und wenn man jetzt ein Projekt hat,
wo alle programmieren können, aber nur die Hälfte
hat Statistikverständnis, ist okay.
Wenn aber alle Statistik können und die Hälfte kann
programmieren, dann langweilt sich die eine Hälfte
der Leute, die halt nicht programmieren können,
weil die können dann ja immer nur Ergebnisse angucken und
irgendwas dazu sagen. Oder genau, so kommt man
es auch aus, man ist halt hart
davon abhängig, dass man, dass irgendwie
dieses Programmier-Dings halt auch funktioniert, weil
ansonsten kommt man mit den anderen Sachen, ist halt
sozusagen die Infrastruktur, die man braucht für fast
alles andere, ja. Ja, natürlich
gibt es halt auch so Programme wie SPSS,
womit man Statistikanalysen machen kann.
Das wollte ich ganz am Anfang sagen.
Das hat ja auch seine Daseinsberechtigung,
weil wenn jemand nur alle drei Monate mal eine Analyse fährt,
dann lohnt sich halt eben nicht.
Ja, aber auch da,
da mache ich mir einen Notebook für halt dann, oder?
Nee, aber die Person macht
alle drei Monate irgendwas anderes.
Und dann müssen sie alle drei Monate wieder
sich erinnern, wie man eigentlich
Variable zuweist.
Und das
dann lieber das angestaubte SPSS klicken.
Also ja, mich hat SPSS auch ziemlich schnell genervt, aber es hat schon seine Daseinsberechtigung für bestimmte Dinge.
Oder vielleicht das SPSS des kleinen Mannes. Ich meine, das ist halt auch das, womit man täglich zu tun hat. Excel. Ja, ich meine, es gibt ganz viele Leute, die machen halt einen Großteil von dem Zeugs halt mit Excel.
Eigentlich machen alle Leute nur in Excel.
Alle Leute machen alles mit Excel, genau. Ja, natürlich. Man kommt auch ein gewisses Stück weit schon. Das ist so richtig, aber.
Eine Million Zeit.
Ja, ich glaube, man hat als Data Scientist
auch manchmal so eine Arroganz, dass man Excel
überhaupt gar nicht öffnet.
Ja, und für manche Sachen ist es vielleicht gar nicht so schlecht.
P.D. Rietze ist heuer.
Ja.
Aha, jetzt hat jemand Excel gesagt.
Jetzt kriege ich ein komisches Gefühl.
Ich bin zu cool dafür.
Es ist halt einfach fürchterlich.
Es ist halt hässlich und dann wollen Leute
auch noch, dass man dann in Excel Spalten
färbt, weil man macht ja Data Science für was mit Daten
und dann soll das alles so aussehen wie vorher.
Das geht alles.
Ich habe da kein Problem mit. Ich generiere auch Excel-Output
und ich lese auch Excel ein.
Ja, also einen schönen Output machst du.
Ich habe da eine Aufgabe für dich.
Oh, ja, so.
Okay, jetzt, wenn es dann so konkret wird,
dann weiß ich nicht.
Ich glaube, wir haben sogar so ein Mini-Open-Source-Projekt
auf GitHub liegen
für Excel,
also um Excel-Files schön zu formatieren.
Ah, sehr gut.
Ja, schon.
Ja, das war tatsächlich ein Projekt,
wurden halt die Reports, das war so
ein Banking-Kontext und die haben halt die Reports
als Excel-File gebraucht, um wahrscheinlich
damit die weiterzuschicken.
Ja, weil die auch den ganzen Tag das halt schon kennen.
Die haben halt ihren Prozess, der ist immer schon so
und dann ist es halt super, wenn dann die Sachen einfach
dann neu sind oder Daten drin sind, aber es soll genauso
aussehen mit Condition-Formatting und so.
Ja, oder es sind halt Leute, die können
halt solche programmieren, das ist auch irgendwie völlig okay,
weil sie ganz andere Sachen machen, aber trotzdem müssen
die irgendwie die Ergebnisse
liefern.
Ja.
Ich glaube, wir sind bei den Picks angekommen, oder?
Ich glaube, Miriam, du wolltest was picken,
was auch noch mit Data Science zu tun hat.
Vielleicht fangen wir damit doch direkt an.
Ja, also wir haben es schon so ein bisschen angestellt.
Ich hatte ja eben erwähnt, dass ich was parallelisiert habe.
Und das war total cool, weil diese Prognosen,
also dieses Modelltraining und Prognosen erstellen,
das hat halt Stunden gedauert
und auch wahnsinnig hohe Kosten verursacht,
weil anderes Thema, Pandas haben hohe Rampe gebraucht.
Das heißt, man braucht einen riesen Cluster.
Und dann ist es aber auch noch total lang gelaufen.
auf diesem riesigen Cluster, also total teuer.
Und dann habe ich festgestellt, dass die Prognosen alle nacheinander erstellt wurden
und alles nur auf dem Driver-Node lief.
Also diese ganzen vielen Nodes auf diesem riesigen Cluster,
die wurden alle überhaupt gar nicht benutzt.
Und dann dürfte ich das parallelisieren, in dem Fall mit Pandas UDFs,
Pandas User-Defined Functions.
Also es ist dann eine Möglichkeit, es läuft halt in Pandas,
weil es ist ein Light-GBM-Modell und es kann im Moment
noch keinen High-Spark-Data-Frame
oder Spark-Data-Frame nehmen, deswegen
muss man den in Pandas geben
oder wahrscheinlich geht auch Polars, da sind wir
jetzt gerade dran, aber ja
und man kann dann diese Prognosen
in Pandas auf diese Art und Weise
parallelisieren und es war einfach so
schön und so geil, weil es einfach
so viel schneller geworden ist und
ich habe mich sehr wie eine Heldin gefühlt.
Ja, so ein Erfolgstor ist immer schön, ja.
Dann komme ich
auch direkt zu meiner Erfolgstor, ich hatte nämlich auch so
einen Moment, ich habe nämlich Hynix
neues Video gesehen und
das ist Just Love. Also ich habe
Just Files für mich entdeckt, die hatte ich
vorher nicht so auf dem Schirm,
dass das so ein bisschen was ähnliches wie eine
Makefile nur, dass man halt in einer Just File,
das ist auch ein Rust geschriebenes Tool,
definiert, wie so die Projektkommandos
eigentlich alle sind und dann kann man
das diesen wundervollen mit Variablen
und so, es funktioniert toll, Hennings Video
dazu zu gucken, glaube ich, ist sehr hilfreich und
ich habe alles umgestellt bei mir, ich benutze fast meine
Commands nicht mehr, also meine Commands bei mir noch ein bisschen
selten, sondern einfach nur just, just run
und der Server läuft oder
just connect für Dev-Server
oder sowas oder für auch Prod-Server,
dann kann ich sagen just connect production
und dann noch den Pod-Namen oder sowas, was ich
übernichten muss oder ich kann sagen just lint
oder just test
und so. Es ist toll.
Ich liebe es.
Das ist ja auch echt eine gute Entscheidung für den Namen.
Also richtig schlau, oder?
Ja, voll gut. Finde ich auch. Deswegen just love.
Okay.
Ja, ja, ich habe ja auch tatsächlich, nachdem ich das
Video schon gesehen habe, habe ich mir auch gedacht,
vielleicht muss ich das auch mal ausprobieren.
Ja, ich
meine...
Das ist toll, du kannst auch nach dem Just Build und du machst mit
UV, machst dein Direktpaket-Installation, Paket-Sync,
kannst Upgrade machen,
alle Sachen mit den
Kommandozeilen, die du sonst immer nutzt, reinschreiben
und wenn du das über so eine Command-Spy geregelt hättest oder sowas,
musst du halt immer dann einen Subprozess spawnen
und so. Ah, ich weiß nicht.
Das war schon sehr schön.
Was ich häufig mache in letzter Zeit
ist halt einfach Entry Points
im, weil meistens hat man ja
ein Paket, das man installiert.
Das würde ich jetzt nicht so sehen.
Ja, kommt drauf an, aber also ich
hab das halt oft und dann kann ich halt auch
irgendwie in PyProject, Project Terminal
halt unter Scripts halt andere Entry Points
definieren und dann hab ich halt Funktionen. Dann hab ich's
jetzt nicht in der Command-Fuhrrei, sondern
ich schreib dann halt einfach Python. Aber ja, es gibt natürlich
Dinge, wo man nicht einfach Python schreiben kann,
wenn man Datenbalken runterfährt oder solche Sachen.
Ja klar, dann muss man irgendwie das
anmachen. Also das DB zum Beispiel ist das andere oder
Also Shell-Skripte da reinschreiben,
wenn du willst, die dann Sachen
hintereinander machen und so. Oder Tests
machen oder gucken.
Du kannst Environment-Variablen da reinladen oder spezifisch,
wenn das da irgendwie passt. Und
du hast gerade eine Sache gesagt, Pakete.
Also du könntest ja auch einfach aus der Pipe-Produktur mal das
Pipe-Skript dann ausfüllen lassen. Und bei mir ist es zum Beispiel so,
dass die Dinge im Python
und im anderen Verzeichnis liegen als das Projekt
und die Dokumentation oder sowas.
Und trotzdem, wenn ich das Just benutze,
benutzt es halt dann auch den Kontext.
Du kannst Work in Directory setzen. Toll.
Ja, okay.
Also ich muss es mir vielleicht auch nochmal
angucken. Ja, mach das.
Breaking.
Wie Sockzeit. Geht nicht mehr weg.
Okay. Naja.
Ja, genau.
Ich habe gerade überlegt, was ich picken könnte.
Ich habe mir gar keine Gedanken gemacht, aber ich bin ja
in letzter Zeit so ein bisschen besessen von
nur ein bisschen.
Du bist besessen oder das
bist du besessen?
Ich mache ganz einfach
Cloud Code.
und Dinge mit
LLMs irgendwie
programmieren. Das ist schon
verrückt, also ich weiß nicht, ob du das auch
sagst, Mira, aber die Kosten sind halt krass
und wir nutzen jetzt halt Max,
das ist halt das Abo,
wie teuer ist das, 200 Euro? Ja,
gut, es gibt auch 1 für 100, aber... Ja, okay,
aber das ist halt das 20, normalerweise müsst ihr halt
3.000, 4.000 Euro Tokenkosten zahlen
im Monat dafür. Ja,
so, genau, das würde ich
jetzt dann picken, es gibt da
ein NPM-Paket,
CC-Usage nennt sich das.
Kann man per MPX zum Beispiel installieren.
Und dann sagt einem das quasi
für wie viel Geld man Tokens
verbraucht hat. Und
damit kann man sich sehr schön rationalisieren, dass das gar nicht
so viel ist, wenn man 200 Dollar im Monat
zahlt.
Wie viel hast
du diesen Monat? Auf dem Rechner
hier 2000 Dollar Tokens.
Und ich habe aber auch noch andere Rechner auf denen auch.
Ja. Und das ist der
17. heute, glaube ich.
Ja.
die sind gefährlich, die Dinger, die machen uns alle
obsolet. Wir werden sehen.
Ah, das glaube ich nicht.
Man sitzt dann am Strand und nimmt dann sein Schirmchen
und redet dann mit seinem, keine Ahnung,
kleinen Roboter, der neben einem herläuft, der
nebenbei noch unterhält, dass man weiterentwickelt
und unterhält sich dann wie im Podcast. Da haben wir ja schon mal gut
geübt jetzt. Also, ja, man muss so ein bisschen
vorsichtig sein, weil natürlich wird man halt
irgendwie so ein bisschen zu so, man schreibt dann halt nur noch so
Anforderungen hin und so versucht das genau zu
spezifizieren. Man befördert
sich selbst zu so einer Art Projektmanager
und dann macht man einen ganz
anderen Job und da muss man so ein bisschen aufpassen,
dass das, weil dann nachher, weil
eigentlich, also ich mache es mit der Familie
nur, weil es Spaß macht, genau und
ja, wenn es keinen Spaß mehr
macht, weil ja, das ist halt,
dann hat man sich irgendwie... Doch, was wird Holz machen?
Ja. Manchmal nutzt
tatsächlich, also für den privaten Projekt
ja auch viel Cursor und er sagt so, ja
das, worauf ich Bock habe, das schreibe ich da
trotzdem selbst. Ja, das ist auf jeden Fall
eine gute Idee wahrscheinlich. Und sonst ist
er halt, ja, der Projektmanager, der
bei einem Juvia quasi
immer gucken muss, was der
macht. Ja, bei mir hat auch Cursor ist raus,
AdVenture wird eh verkauft, aber Cursor ist raus,
nur noch Commandoteile und ich bin
wie das Code. Das ist
super. Das also, kann ich
nur empfehlen. Ist verrückt.
Ist grad verrückt, ja.
Ist schon, es macht also viel schneller
und dann mache ich so nervige
Sachen ab. Aber ja, man wird irgendwie
mehr zum Projektmanager, Projektmanagerin
und ich glaube, das Thema Kommunikation
Wohnen wird halt immer noch wichtig bleiben.
Ich hoffe ja, dass das Ding über meine Stimme hat
und dann bessere Kommunikation mit den anderen Leuten.
Das wäre, genau, das habe ich ja auch mal
gehofft, dass ich irgendwie, warum ich, genau,
während meine
die Cloud-Jobs
halt laufen, kann ich dann halbwegs mehr Zeit, um
irgendwie Meetings mit Kollegen irgendwie da
irgendwie Pläne zu besprechen, so, das sollte
umgekehrt sein, dass ich
lieber programmieren und dann kann irgendwie
weiß ich nicht, so ein Avatar in so einem Meeting
auftauchen und immer sagen, das ist eine super
Idee, voll gut.
Genauso machen wir das.
Kann auch Kluge Dinge sagen, Jo.
Du kannst das Training, kannst dann unsere Podcast-Folgen
eingeben dann.
Ja, ja, okay.
Einiges ungekrempelt.
Wir haben halt manche Leute, die hätten wirklich
was Spannendes zu erzählen, aber trauen sich nicht so richtig
im Podcast, kann ich verstehen, ist okay.
Aber wenn man dann die Stimme einfach nehmen könnte,
dann können sie einen Text schreiben und dann könnte man
den Podcast einfach generieren.
Ja, das geht.
Also die neuen Modelle von Gemini, die ich gehört habe,
ich glaube, es gibt noch andere,
die Whisperers ersetzen, das ist verrückt.
Wie gut die sind und wie natürlich die auf einmal klingen,
ja, das ist schon crazy. Ja, also Stimme, LLM Labs
hat da super Modelle, aber
fürs Generieren von Podcasts,
Notebook LLM, das, ja, da geht
alles. Das ist crazy, ja.
Danke, Mira, dass du da warst. Ja.
Ja, sehr gerne, hat Spaß gemacht.
Also, denk dran, Hörertreffen am
20. September.
Ja.
Ja, Hörertreffen.
Ja.
Und, ja,
kommt vorbei, hört uns, hallo at pythonpodcast.de,
alles Feedback, alles und so weiter.
Jo, vielen Dank und bis bald.
Alles klar. Und hört auch gerne
meinen Datasign Steve Dive rein.
Auf jeden Fall. Großempfehlung. Bis bald.
Bis dann. Tschau. Tschüss.